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FRANKFURT (awp international) - Der Abwärtstrend am deutschen Aktienmarkt dürfte sich am Donnerstag fortsetzen. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Leitindex stand gegen 8.10 Uhr bei 7.175 Punkten und damit 0,28 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag.
Die Vorgaben sorgen noch nicht für Entspannung in der laufenden Korrektur: Belastet durch die Krise in Libyen und weiter steigende Ölpreise ging auch der Dow Jones Industrial weiter in die Knie. Der Future auf den US-Leitindex büsste seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,22 Prozent ein. Neben den geopolitischen Nachrichten steht die Berichtssaison weiter im Fokus. Alleine im Dax legen mit der Allianz, RWE, BASF und Henkel vier Unternehmen ihre Bilanzen vor, die den weiteren Tagestrend massgeblich bestimmen dürften. Zudem stehen am Nachmittag noch einige Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda.
GEWINNSPRUNG BEI DER ALLIANZ - RWE-AUSBLICK ENTTÄUSCHT
Europas grösster Versicherer Allianz hat im abgelaufenen Jahr trotz hoher Katastrophenschäden einen deutlichen Gewinnsprung erzielt und auch den Umsatz gesteigert. Die Aktionäre sollen mit einer um zehn Prozent auf 4,50 Euro erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben. Die Zahlen fielen nach Einschätzung von Händlern besser als erwartet aus. Allerdings monierten die Börsianer den noch fehlenden Ausblick. Dieser wird voraussichtlich erst im Laufe des Vormittags kommen.
Auch RWE konnte 2010 dank Zuwächsen beim Strom- und Gasabsatz den bereinigten Gewinn und den Umsatz erneut steigern. Die Ziele für 2011 und 2013 drosselte der Energieversorger indes deutlich. Von Händlern hiess es, das Zahlenwerk sehe zwar sehr solide aus, doch das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer ruhe auf 2011 und dem mittelfristigen Ausblick. Dass der Konzern seinen Ausblick senken würde, war erwartet worden. Allerdings seien die neuen Ziele deutlich schwächer als dies bislang von Analysten befürchtet werde. Bei Lang & Schwarz gaben die Papiere schon vor dem Handelsstart mehr als drei Prozent ab.
'GEMISCHTE' BASF-ZAHLEN
"Gemischte Zahlen" gab es laut einem Börsianer von BASF , worauf sich die Aktien vorbörslich etwas schwächer präsentierten. Der weltgrösste Chemiekonzern verzeichnete im Schlussquartal dank einer weiterhin starken Nachfrage einen Ergebnissprung, verfehlte jedoch operativ die Schätzungen der Analysten. BASF sei zwar gut in das neue Jahr gestartet, habe aber bei den Zahlen für 2010 nicht alle Prognosen erreicht, so der Börsianer. Das schwächer als erwartet ausgefallene Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dürfte den Kurs auf den ersten Blick belasten.
Der Konsumgüterkonzern Henkel konnte im vergangenen Geschäftsjahr seinen Überschuss beinahe verdoppeln und dank des Aufschwungs im Klebergeschäft einen neuen Rekord verbuchen. Auch das operative Ergebnis und der Umsatz legten zu. Händler sahen die Zahlen zum vierten Quartal allerdings etwas unter den Erwartungen. Im vorbörslichen Handel gaben die Titel etwas nach
PORSCHE-FUSION MIT VW IN GEFAHR
Aus dem TecDax gab es endgültige Jahreszahlen des Biotechnologie-Unternehmens Morphosys , das zudem seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr präzisierte. Ein Börsianer wertete die Zahlen als "neutral". Die Umsatz- und Ertragslage sei nicht wesentlich von den Erwartungen abgewichen und auch die Unternehmensziele sollten den Aktien keinen starken Impuls in die eine oder andere Richtung geben. Der Wechsel des Finanzvorstands könnte aber etwas Unsicherheit bringen und die Aktien etwas belasten. Die im MDax gelistete Optikerkette Fielmann hat 2010 Umsatz und Gewinn gesteigert und blickt mit Zuversicht auf das gerade gestartete Geschäftsjahr.
Auch ohne Zahlen stehen die Aktien von Porsche im Fokus. Die Fusion des Sportwagenbauers mit Volkswagen (VW) gerät in Gefahr. Durch die länger als geplant andauernden Ermittlungsverfahren gegen zwei ehemalige Porsche-Vorstände sei die Wahrscheinlichkeit, die Fusion wie bisher vorgesehen im laufenden Jahr auf den Weg zu bringen, von 70 auf 50 Prozent gesunken, teilte Porsche am späten Mittwochabend mit. Ein Börsianer nannte dies "eine grauenhafte Nachricht für Porsche". Angesichts der Risiken für den Zusammenschluss dürften die Aktien einen weiteren Schlag bekommen. Die Porsche-Papiere waren am Vortag vor der Meldung auf Xetra um 5,75 Prozent abgerutscht und hatten im Parketthandel und nachbörslich bei Lang & Schwarz weiter schwach tendiert.
gl/rum

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