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FRANKFURT (awp international) - Nach den deutlichen Gewinnen der Vorwoche dürfte der deutsche Aktienmarkt am Montag wenig verändert in den Handel starten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax stand gegen 8.10 Uhr bei 6.070 Punkten und damit 0,08 Prozent höher als zum Xetra-Schluss am Freitag. In der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex vier Tage in Folge gestiegen und hatte insgesamt knapp vier Prozent gewonnen.
Die Vorgaben fielen uneinheitlich aus. Die Wall Street hatte am Freitag fester geschlossen und der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gewann seit dem Xetra-Schluss am Freitag 0,11 Prozent hinzu. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index dagegen mit moderaten Verlusten. Mit Spannung warten Börsianer auf die am Abend nach US-Handelsschluss beginnende US-Berichtssaison, die traditionell von Alcoa eingeläutet wird.
RWE-Aktien könnten das Interesse der Börsianer auf sich ziehen. Wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf Aussagen von Konzernchef Jürgen Grossmann berichtete, ist der Versorger gegen die von der Regierung geplante Brennelementesteuer. RWE favorisiere stattdessen Einzahlungen in einen Fonds für erneuerbare Energien, so das Magazin. "Es ist nicht überraschend, dass die deutschen Versorger gegen eine solche Steuer sind", kommentierte ein Händler. Zudem berichtetet das "Handelsblatt", der russische Gasriese Gazprom kämpfe mit allen Mitteln gegen die von mehreren europäischen Energiekonzernen initiierte Nabucco-Pipeline, die Europas Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren soll. Wie das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, hat Gazprom-Vizechef Alexander Medwedjew den Essener RWE-Konzern eingeladen, sich am Nabucco-Konkurrenzprojekt South Stream zu beteiligen.
VERKEHRSZAHLEN STÜTZEN FRAPORT-AKTIEN
Im MDax steht Fraport mit Verkehrszahlen im Fokus. Der Flughafenbetreiber hat im Juni bei Passagieren und Fracht neue Rekordmarken erreicht, was die Aktien mit vorbörslichen Gewinnen von mehr als anderthalb Prozent honorierten. Die Zahl der Passagiere wuchs im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,0 Prozent auf 4,85 Millionen Beförderte. Das Fracht- und Luftpost-Aufkommen legte um 28,8 Prozent auf 195.955 Tonnen zu. Ein Händler lobte: "Die Zahlen zeigen überzeugend, dass die Krise überwunden und die Luftfahrtindustrie wieder auf dem Weg ist, die Resultate aus der Vorkrisenzeit zu erreichen oder sogar zu übertreffen." Allerdings könnte die Einführung einer Umweltsteuer die positive Branchenentwicklung schwächen. Ein anderer Börsianer sah nach den sehr guten Lufthansa-Verkehrszahlen vergangene Woche allerdings keine grosse Überraschung mehr.
Auch Baywa-Titel sollten im Auge behalten werden. Der Agrarhandelskonzern erwägt für dieses Jahr eine höhere Dividende. "Wenn das Geschäft gut läuft, können wir auch für 2010 über eine höhere Ausschüttung nachdenken", sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Der Konzern gab zwar keine klare Prognose. "Ich bin inzwischen aber optimistisch, dass wir operativ in diesem Jahr mehr Gewinn machen werden als im vergangenen." Baywa hatte schon im März angekündigt, Umsatz und Ergebnis 2010 wieder steigern zu wollen. Ein Händler verwies darauf, dass der Markt bereits mit einem höheren operativen Gewinn und einer leicht höheren Dividende gerechnet habe. Daher sollte der Einfluss auf den Aktienkurs begrenzt bleiben.
KONTRON STÜRZEN WEGEN RISIKOVORSORGE VORBÖRSLICH AB
Im TecDax sollten Marktteilnehmer Aktien von Kontron im Blick haben. Wie der Minicomputer-Hersteller bereits am Freitag nach Börsenschluss mitgeteilt hatte, bildet er wegen säumiger Kunden in Malaysia, Taiwan und Hongkong eine Risikovorsorge über 34 Millionen Euro. Der Vorstand sehe sich dazu gezwungen, da Bankgarantien nicht innerhalb der vereinbarten Frist (9. Juli) vorgelegt werden konnten, so das TecDax-Unternehmen. Das sei überraschend, kommentierte ein Händler. Vor allem bedeute das nun einen Verlust sowohl im zweiten Quartal als auch im Gesamtjahr. Analysten hatten indes einen Jahresgewinn erwartet. Schon vor dem Handelsstart stürzten die Aktien um 14 Prozent ab.
Papiere aus der Solarbranche wie Solarworld, Q-Cells, Phoenix Solar und Centrotherm könnten ebenfalls interessant sein. Ein Börsianer verwies auf die geplanten deutlichen Subventionskürzungen im italienischen Solarsektor. Er habe zwar keine genauen Schätzungen für diese Kürzungen gehabt, doch angesichts des zuletzt wieder etwas freundlicheren Sentiments der Branche gegenüber rechne er nicht mit einer Belastung. Auch ein Branchenkenner sagte, dass deutliche Förderungskürzungen bereits erwartet wurden. Positive Impulse kommen derweil von Centrosolar, die ihre Ergebnisprognose für das laufende Jahr nahezu verdoppeln konnten./gl/ag

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