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FRANKFURT (awp international) - Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag belastet. Der Dax sank um 0,67 Prozent auf 6.034,29 Punkte und nährte sich damit weiter der Marke von 6.000 Punkten. Am Vortag hatte der Leitindex nach enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA bereits gut zwei Prozent verloren. Für den MDax ging es am Freitag um deutlichere 1,82 Prozent auf 8.193,80 Punkte nach unten und der TecDax fiel um 1,30 Prozent auf 741,67 Punkte.
Angesichts der wieder trüberen Konjunkturaussichten seien die Anleger etwas verunsichert und hielten sich mit Engagements am Aktienmarkt zurück, sagte Helaba-Analyst Adrian Cole. Im recht nachrichtenarmen Umfeld seien zudem die Umsätze sehr niedrig, so dass einige private Investoren Kasse gemacht hätten. Anfang August hatte der Dax immerhin noch neue Jahreshöchststände markiert. Auch die Charttechnik belaste den Markt, hiess es. So nähere sich der Dax aktuell seiner 200-Tage-Linie, die bei etwa 5.940 Punkten liege.
Während hierzulande auf dem Terminkalender keine wesentlichen Daten auf dem Plan stehen, könnte der kleine Verfallstag die Kurse im Handelsverlauf noch etwas bewegen. Gegen Mittag laufen einige Terminprodukte aus.
MERCK KGAA LEIDEN UNTER NEGATIVEN NACHRICHTEN VON SHARP
Im Dax sanken die Aktien von Merck um 0,97 Prozent auf 67,40 Euro. Börsianer begründeten dies mit negativen Nachrichten vom japanischen Elektronikkonzern Sharp , der wegen voller Lager in den USA seine Produktion von LCD-Displays für Flachbildschirme zurückfahren will.
Auch die Aktien von Autobauern und Zulieferern wurden gemieden. Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank zufolge bezweifeln viele Anleger nach den jüngst "fulminanten" Branchendaten, dass angesichts der schlechten US-Konjunkturzahlen die Euphorie mit Blick auf die Autoabsätze aufrecht erhalten werden kann. BMW-Aktien etwa fielen um 2,08 Prozent auf 41,95 Euro und Papiere von Daimler sanken um 1,38 Prozent auf 39,33 Euro. Im MDax mussten die Aktien der Zulieferer Leoni , ElringKlinger und Continental Verluste von 2,56 bis 4,38 Prozent hinnehmen.
Siemens-Titel aber stiegen um 0,16 Prozent auf 74,10 Euro und zählten damit zu den Favoriten im Dax. Ein Händler verwies auf einen Bericht der indischen Zeitung "Economic Times", dem zufolge der Baukonzern GVK Power & Infrastructur plant, den 40-prozentigen Anteil von Siemens am Flughafen Bangalore zu übernehmen. Die Aktien der Versorger RWE und Eon waren als "sicherer Hafen" im schwachen Marktumfeld gefragt, sie legten um 0,22 und 0,97 Prozent zu.
EADS LEIDEN UNTER BRITISCHEN SPARPLÄNEN
Im MDax fielen die Papiere des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS um 2,52 Prozent auf 17,76 Euro. Zuvor hatten Händler und Analysten auf geplante Kürzungen im Verteidigungsbudget Grossbritanniens hingewiesen. Laut Analyst Frank Skodzik von der Commerzbank könnten die Sparpläne der Briten auch den Eurofighter betreffen. EADS ist Mitglied des Konsortiums, das den europäischen Kampfflieger baut.
Wirecard-Titel waren erneut gefragt und gewannen an der TecDax-Spitze 2,23 Prozent auf 8,725 Euro. Händler verwiesen auf Spekulationen um ein mögliches Interesse von Visa an dem Zahlungsabwickler. Als möglicher Preis würden 10,00 Euro je Aktie am Markt genannt, sagte ein Händler. Andere Börsianer winkten mit dem Blick auf Visa ab, sehen aber American Express (Amex) als möglichen Interessenten. Am Vortag hatte der Kreditkarten-Anbieter Mastercard angekündigt, den britischen Zahlungsabwickler DataCash für 333 Millionen Pfund übernommen zu wollen. Daraufhin hatten die Wirecard-Aktien bereits von aufkeimender Übernahmephantasie profitiert und deutlich zugelegt./la/gl

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