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AKTIEN FRANKFURT/Dax fast unverändert - Linde nach Zahlen gefragt

Dieser Inhalt wurde am 02. November 2009 - 15:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag uneinheitlich entwickelt. Der Leitindex Dax zeigte bis zum Nachmittag fast unverändert bei plus 0,03 Prozent auf 5.416,41 Punkten. Händler meinten, er zeige sich vor allem deshalb recht stabil, nachdem er am Freitag etwas mehr als drei Prozent eingebüsst hatte. Der MDax mittelgrosser Werte fiel hingegen um 0,39 Prozent auf 6.705,66 Punkte. Der TecDax gab um 0,78 Prozent auf 721,60 Zähler nach. "Es ist zwar immer noch etwas Verkaufsdruck im Markt, aber der Dax frisst sich da so langsam durch und könnte im weiteren Verlauf noch etwas mehr Erholungspotenzial entfalten", gibt sich Analyst Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F AG zuversichtlich. Ausschlaggebend dafür dürfte aber vor allem der Einkaufsmanager-Index der US-Industrie, der ISM, werden, der am Nachmittag zur Veröffentlichung ansteht.
Mit plus 1,58 Prozent auf 72,52 Euro reagierten die Linde-Aktien auf die vorgelegten Zahlen des Industriegase-Spezialisten zum abgelaufenen Quartal. Die weltweite Wirtschaftskrise belastete den Dax-Konzern weniger stark als im Vorquartal, auch wenn er leichte Ergebnisrückgänge im Jahresvergleich meldete.
Favorit im Leitindex aber waren nach einer positiven Studie die Anteilsscheine von Infineon mit plus 4,73 Prozent auf 3,210 Euro. Die Bank of America/Merrill Lynch hatte die Aktie von "Underperform" auf "Buy" hochgestuft und dies damit begründet, dass der Chiphersteller von einer sich erholenden Nachfrage und Wiederaufstockungen der Läger im Automobil- und Industriebereich profitieren dürfte. Zudem gehen die Analysten nicht davon aus, dass Infineon seinen mit dem iPhone-Hersteller Apple abgeschlossenen Zulieferer-Vertrag verlieren könnte. Adidas zogen nach einer positiven Studie des japanischen Brokerhauses Nomura um 3,43 Prozent auf 32,58 Euro an.
Von überraschend starken Quartalszahlen profitierten im MDax die Aktien von ElringKlinger . Sie gewannen 2,57 Prozent auf 13,95 Euro. Der Automobilzulieferer steuert verblüffend profitabel durch die Krise und stellte für das nächste Jahr wieder deutliches Wachstum in Aussicht. Die Hugo-Boss-Titel dagegen büssten 6,09 Prozent auf 23,76 Euro, nachdem der Modekonzern bei der Vorlage eines schwachen Geschäftsberichts für das abgelaufene Jahresviertel die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt hatte.
Um 1,29 Prozent auf 9,92 Euro fielen zudem die Anteilsscheine des Roboter- und Anlagenbauers Kuka . Zwar läuft das Sparprogramm nach Plan, doch die Fortschritte reichen dem Management zufolge nicht aus, um im Gesamtjahr die Verluste der ersten neun Monate zu kompensieren.
Grössere Übernahmepläne und wieder spürbarer Preisdruck liessen die Aktien von Klöckner & Co (KlöCo) zwischen Gewinnen und Verlusten pendeln. Zuletzt stiegen sie um 0,60 Prozent auf 15,02 Euro. Die Aussagen des Managements in der Presse über mögliche grössere Zukäufe und das Ziel, die Umsätze in den kommenden fünf Jahren zu verdoppeln, seien positiv, sagte ein Händler. Belastend wirkten zugleich aber weitere Aussagen über erneut spürbaren Preisdruck.
Die Drägerwerk-Aktien rückten im TecDax mit einem Aufschlag von 6,30 Prozent auf 25,99 Euro an die Index-Spitze. Ein Börsianer verwies darauf, dass das Medizintechnikunternehmen mit seinen Gesichtsmasken zu den möglichen Profiteuren der Schweinegrippe gehören dürfte. Zudem rechnen Analysten damit, dass das Unternehmen seine Prognosen bei der Vorlage der Quartalszahlen am 5. November anheben wird./ck/sf

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