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FRANKFURT (awp international) - Dank starker Banken- und Pharmawerte hat der Dax am Dienstag Kurs auf den fünften Gewinntag in Folge genommen. Am Nachmittag stand der Dax 0,86 Prozent höher bei 6.247,25 Punkten. Wenig verändert zeigten sich indes die anderen beiden Indizes: Der MDax gab um 0,13 Prozent auf 8.605,11 Punkte nach, während der TecDax um 0,09 Prozent auf 793,82 Punkte stieg. Neben einer Reihe Unternehmenszahlen dürften später noch Konjunkturdaten aus den USA in den Blickpunkt rücken.
Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank sprach von positiven Unternehmensnachrichten sowohl aus den USA als auch aus Deutschland. Das Problem der weltweiten staatlichen Schuldenprobleme trete derzeit in den Hintergrund. Kurzfristig könne es nach der zuletzt positiven Kursentwicklung zwar zu Gewinnmitnahmen kommen, doch auf mittlere Sicht sähen die Perspektiven beim Dax gut aus. Der Leitindex habe bei anhaltend positiven Nachrichten die Chance, aus dem Seitwärtstrend der vergangenen Monate auszubrechen.
DEUTSCHE BANK NACH ZAHLEN HÖHER - DAIMLER, SAP VERLIEREN
Aktien der Deutschen Bank quittierten die Vorlage der Quartalsbilanz mit deutlichen Kursgewinnen von 5,80 Prozent auf 53,300 Euro. Händler verwiesen auf den gut ausgefallenen Zins- und Provisionsüberschuss, zumal am Vortag Gerüchte über ein schwächer als erwartet ausgefallenes Quartal die Runde gemacht hatten. Gute Zahlen präsentierte zudem die Schweizer Grossbank UBS, die vor Steuern die Erwartungen übertreffen konnte. Im Kielwasser dieser Nachrichten stiegen auch Commerzbank-Titel um 4,77 Prozent auf 6,983 Euro.
Dagegen verloren Daimler-Titel nach endgültigen Zahlen als Dax-Schlusslicht 2,26 Prozent auf 42,180 Euro. Händler erklärten, sowohl die angehobene Prognose des Autobauers als auch der erfreulich ausgefallene Cash-Flow seien bereits im Kurs enthalten. Einen wirklich negativen Faktor für die Kurseinbussen konnten die Börsianer auf Anhieb nicht erkennen. Ein Marktteilnehmer sah die aktuelle Schwäche als gute Kaufgelegenheit. Die Papiere von SAP büssten 2,05 Prozent auf 36,500 Euro ein. Europas grösster Softwarehersteller verzeichnete zwar einen Umsatz- und Gewinnsprung und übertraf die Erwartungen am Markt. Ein Händler kritisierte allerdings den überraschend schwachen Nettogewinn. Und UBS-Analyst Michael Briest merkte an, bereinigt um die positiven Wechselkurseffekte habe sich die Geschäftsentwicklung verlangsamt.
Papiere des Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) und der Mutter Fresenius profitierten von einer Entscheidung der staatlichen US-Krankenversicherung (CMS) zur Dialyse-Vergütung. Die neue Vergütungsrate liege über dem ersten Vorschlag, schrieb Commerzbank-Analyst Volker Braun. Zudem habe eine Hochstufung durch die Deutsche Bank FMC und Fresenius gestützt. FMC verteuerten sich um 4,31 Prozent auf 42,925 Euro, Fresenius legten um 2,56 Prozent auf 54,100 Euro zu.
ENTTÄUSCHENDER NETTOGEWINN BELASTET MTU
Im MDax büssten MTU-Titel nach der Bilanzvorlage als Schlusslicht satte 5,10 Prozent auf 46,940 Euro ein. Hier bemängelten Börsianer den schwächer als erwartet ausgefallenen Nettogewinn. Den höheren Ausblick des Triebwerksbauers für das Gesamtjahr habe der Markt schon zuvor eingepreist.
Dagegen gehörten die Anteilsscheine von Sky Deutschland mit plus 4,07 Prozent auf 1,509 Euro zu den besten Werten im Index. Händler führten dies auf das Nachholpotenzial gegenüber den Titeln des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 zurück, die vortags dank starker vorläufiger Zahlen mehr als zwölf Prozent gewonnen hatten. Der Bezahlsender sei zwar anders als ProSieben nicht von Werbung abhängig, werde aber von dieser Nachricht mitgezogen.
KONTRON LEIDEN UNTER FLAUEM AUSBLICK
Bei den Technologiewerten mussten Kontron-Titel nach Zahlen und einem flauen Ausblick moderate Verluste von 0,31 Prozent auf 6,101 Euro hinnehmen. Aktien des Chipausrüsters Aixtron kletterten indes nach guten Zahlen des US-Konkurrenten Veeco um 1,11 Prozent auf 25,885 Euro./gl/ajx

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