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FRANKFURT (awp international) - Nach seinem Zwei-Jahres-Hoch vom Vortag hat der Dax am Donnerstag keinen klaren Trend aufgewiesen. Die Ergebnisse der EZB-Sitzung gaben am Nachmittag ebenso wenig nachhaltige Impulse wie aktuelle Konjunkturdaten aus den USA. Zuletzt büsste der Leitindex 0,14 Prozent ein auf 7.173,52 Punkte. Tags zuvor war das Kursbarometer mit 7.222 Punkten zeitweise auf den höchsten Stand seit Mai 2008 geklettert. Der MDax stand prozentual unverändert bei 10.241,23 Punkten, während der TecDax um 0,17 Prozent auf 876,29 Punkte zulegte.
Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG sieht den Index derzeit vor allem als Spielball von Rotationsbewegungen zwischen den Branchen. "Je nachdem, wie viel Gewicht die gerade favorisierten Werte im Index haben, geht es für ihn nach oben oder nach unten", so Schmidt. Auf ihrer mit Spannung erwarteten Sitzung beliess die Europäische Zentralbank den Leitzins wie erwartet abermals unverändert. EZB-Chef Jean-Claude Trichet blieb bei seiner Warnung vor kurzfristigen Inflationsrisiken.
DEUTSCHE BANK NACH ZAHLEN DAX-SPITZE - MUNICH RE HÄLT GEWINNE NACH BILANZ NICHT
Nach den Zahlen der Deutschen Bank lieferten vor allem deren Aktien einige Indexpunkte. Mit einem Plus von 2,09 Prozent auf 45,350 Euro erklommen die Papiere die Dax-Spitze. Börsianer begründeten den Dreh ins Plus nach schwächerem Auftakt mit Aussagen von Konzernchef Josef Ackermann auf der Bilanzpressekonferenz. So soll die Sparte mit Privatkunden und kleineren Firmenkunden, zu der auch die 2010 übernommene Postbank gehört, im laufenden Jahr einen höheren Vorsteuergewinn als zunächst geplant abliefern. Zudem soll die Prognose eines operativen Gewinns vor Steuern von zehn Milliarden Euro nicht nur für 2011, sondern auch für die Jahre danach gelten. Die endgültigen Zahlen des deutschen Branchenprimus lieferten ansonsten kaum Neuigkeiten, meinten Marktteilnehmer. Commerzbank-Papiere verteuerten sich im Windschatten um 0,81 Prozent auf 5,740 Euro.
Die Papiere der Munich Re drehten nach anfänglichen Kursgewinnen dagegen ins Minus und verloren 0,51 Prozent an auf 116,75 Euro. Der weltgrösste Rückversicherer schüttet trotz eines leichten Gewinnrückgangs im Katastrophenjahr 2010 mehr Geld an seine Aktionäre aus. Ein Experte sah die Bilanz für das Geschäftsjahr 2010 "insgesamt leicht unter den Erwartungen". Börsianer hatten die etwas höhere Dividende und den angekündigten Aktienrückkauf im Volumen von 500 Millionen Euro zuvor noch als Stütze ausgemacht.
DAIMLER MIT ABSATZREKORD - HUGO BOSS SCHLIESST 2010 MIT REKORD AB
Daimler grenzten ihre Verluste von bis zu zwei Prozent nach einem Absatzrekord im Januar auf minus 0,17 Prozent ein und standen bei 52,410 Euro. Ein Analyst sprach von "sehr guten Ergebnissen" und einem "sehr guten Start in das neue Jahr".
Im MDax gehörten die Aktien von Hugo Boss mit plus 3,36 Prozent auf 54,990 Euro zu den Favoriten. Der Modekonzern hat 2010 mit Rekordwerten abgeschlossen und strotzt vor Zuversicht für das laufende Jahr. "2010 war für Hugo Boss das erfolgreichste Jahr der Unternehmensgeschichte", sagte Konzernchef Claus-Dietrich Lahrs. "Wir haben den Konzern konsequent auf profitables Wachstum ausgerichtet. Das wird auch das Geschäftsjahr 2011 zeigen." Marktteilnehmer lobten vor allem die Gewinnseite, die sehr positiv überrascht habe.
SINGULUS ERREICHT UMSATZPROGNOSE, AUSBLICK ÜBERRASCHT POSITIV
Singulus profitierten im TecDax mit einem Kurszuwachs von 5,52 Prozent auf 4,358 Euro ebenfalls von ihrer Bilanzvorlage. Der angeschlagene Spezialmaschinenbauer konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz leicht steigern und damit sein im Oktober gesetztes Ziel knapp erreichen. Optimistisch äusserte sich der Vorstand für dieses Jahr, in dem endlich wieder ein Gewinn erzielt werden soll. Dieser Ausblick überraschte die Börsianer positiv./ag/la

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