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FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Freitag nach einem freundlichen Handelsstart ins Minus gerutscht. Zuletzt sank der deutsche Leitindex um 0,60 Prozent auf 7.314,10 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich noch über die Marke von 7.400 Punkten geklettert war. Da die Berichtssaison nun weitgehend vorüber sei, fehlten die positiven Impulse von Unternehmensseite, hiess es von Börsianern. Für den MDax ging es dagegen um 0,41 Prozent auf 10.811,13 Punkte nach oben, der TecDax verlor 0,18 Prozent auf 918,97 auf Punkte.
"Zündende Themen" gebe es zum Wochenschluss nicht, dafür aber auch keine schlechten Nachrichten, sagte Chefvolkswirt Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse. Viele Anleger warteten ab, wer nach dem Rücktritt von Dominique Strauss-Kahn nun Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) werde. Als mögliche Nachfolgerin von Strauss-Kahn wird die französische Wirtschafts- und Finanzministerin Christine Lagarde gehandelt. "Wenn es Lagarde wird, wäre das positiv, denn sie ist in den Themen voll drin", sagte Intelmann.
DEUTSCHE POST UNTER STÄRKSTEN DAX-WERTEN - POSITIVE STUDIEN
Zu den stärksten Dax-Titeln zählten die Aktien der Deutschen Post mit einem Plus von 0,48 Prozent auf 13,735 Euro. Händler verwiesen vor allem auf eine positive Studie von JPMorgan. Die US-Bank hatte ihre Einstufung für die Anteilsscheine des Logistikkonzerns mit "Overweight" und einem Kursziel von 18,00 Euro gestartet und sie zudem auf die "Analyst Focus List" gesetzt.
Verluste von 1,63 Prozent auf 92,31 Euro verbuchten die Siemens-Aktien am Dax-Ende nach einer Schiedsgerichtsentscheidung der Internationalen Handelskammer. Der Elektrokonzern muss seinem ehemaligen Partner Areva 648 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Hintergrund ist der Verkauf des Siemens-Anteils an dem zusammen mit Areva betriebenen kerntechnischen Gemeinschaftsunternehmen Areva NP an die Franzosen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf hatte Siemens im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen positiven Ergebnisbeitrag von 1,52 Milliarden Euro vor Steuern erzielt. "Die Strafzahlung ist negativ zu werten", konstatierte Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank. Allerdings sei das Ausmass begrenzt. Cheuvreux-Experte Bernd Laux nannte die zu zahlende Summe höher als von ihm erwartet.
'FAZ'-BERICHT ZU CHINA DRÜCKEN LUFTHANSA-TITEL
Ein Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zu einer möglichen Zwangsabgabe für europäische Fluggesellschaften in China bescherte den Aktien der Lufthansa ein Minus von 0,29 Prozent auf 15,575 Euro. Damit schlugen sie sich aber immer noch besser als der Gesamtmarkt. Dem Blatt zufolge will das asiatische Land im Gegenzug zu Klimaschutzauflagen der EU nun europäische Fluggesellschaften mit Strafzahlungen belegen. Airlines wie die Lufthansa könnten somit doppelt getroffen werden, und zwar von einer europäischen und einer chinesischen Abgabe, sagte ein Börsianer.
Im MDax rutschten die Anteilsscheine von Gagfah nach Zahlen vom Vorabend mit minus 11,82 Prozent auf 5,542 Euro an das Ende. Das Immobilienunternehmen hatte für das erste Quartal sinkende Gewinne und Mieteinnahmen bekanntgegeben. Zudem will Gagfah für das abgelaufene Quartal keine Dividende ausschütten.
RHÖN-KLINIKUM PROFITIEREN VON STUDIE
Der Pharmakonzern Stada greift derweil nach dem Generika-Geschäft seines Schweizer Mitbewerbers Spirig. Der Vorstand von Stada hatte beschlossen, in konkrete Verhandlungen mit den Schweizern zu treten. Stada-Titel reagierten darauf mit einem Plus von 2,12 Prozent auf 29,855 Euro. An der Spitze im Index mittelgrosser Werte zeigten sich Rhön-Klinikum mit einem Aufschlag von 3,40 Prozent auf 17,190 Euro nach einer positiven Studie der Deutschen Bank. Das Institut hatte die Papiere des Klinikbetreibers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 16,80 auf 21,00 Euro angehoben. Das Chance/Risiko-Verhältnis sei unter anderem aufgrund der positiven Trendwende im Klinikum Marburg-Giessen wieder attraktiv, hiess es in einer Studie.
Nach dem fulminanten Börsenstart von LinkedIn in New York am Vortag richteten sich die Blicke zudem auf die Titel des Berufskontakte-Netzwerks Xing . Auf die LinkedIn-Papiere des weltgrössten Online-Netzwerks für berufliche Kontakte hatte es in den USA einen wahren Ansturm gegeben. Sie hatten am Ende des ersten Handelstages bei 94,25 US-Dollar geschlossen, nachdem der Ausgabepreis bei 45 Dollar gelegen hatte. Die in keinem wichtigen Index gelisteten Xing-Aktien, die am Vortag noch um knapp neun Prozent angesprungen waren, gaben einen Teil der Gewinne wieder ab und lagen mit 3,31 Prozent im Minus bei 53,17 Euro./chs/tih

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