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AKTIEN FRANKFURT/Dax rutscht ins Minus - Sehr schwache Siemens-Titel belasten

FRANKFURT (awp international) - Belastet von schwächelnden Siemens-Papieren ist der Dax am Dienstag nach einem freundlichen Handelsstart in die Verlustzone gerutscht. Der deutsche Leitindex verlor zuletzt 0,19 Prozent auf 7.094,60 Punkte, nachdem er zum Wochenstart bereits angesichts der Sorgen um Griechenland leichte Verluste hatte hinnehmen müssen. Der MDax notierte bei 10.457,80 Punkten nahezu unverändert um 0,01 Prozent fester, der TecDax dagegen sank um 0,17 Prozent auf 854,74 Punkte.
Händler Andreas Lipkow von MBW Fairtrade sprach von einem "verhaltenen Handel". Alles warte auf die Abstimmung des griechischen Parlaments über das Sparpaket der Regierung am Mittwoch. Etwas stützend wirkten indes der überraschend gestiegene Konsumklimaindex der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sowie die Nachrichten, dass in der griechischen Schuldenkrise die französischen Banken "privatschuldnerisch eintreten" wollten. Darauf hatten sich die Geldinstitute am Vortag mit der französischen Regierung geeinigt.
SIEMENS SEHR SCHWACH - ENTTÄUSCHUNG ÜBER ZWISCHENBERICHT
Abgeschlagenes Dax-Schlusslicht waren die Aktien von Siemens mit einem Minus von 3,49 Prozent auf 89,55 Euro. Börsianer reagierten enttäuscht auf einen Zwischenbericht des Konzerns über den Geschäftsverlauf. Siemens muss sich nach eigenen Angaben stärker anstrengen, um seine Wachstumsziele zu erreichen. "Der Rückenwind der Krisenerholung ist nun wohl vorbei", sagte Siemens Finanzchef Joe Kaeser vor Analysten in Schanghai.
Die Aktien der Sportartikelhersteller Adidas und Puma profitierten dagegen von starken Zahlen des US-Konkurrenten Nike. Die Adidas-Titel kletterten um 2,38 Prozent auf 53,00 Euro, die Puma-Papiere zählten im MDax mit einem Aufschlag von 1,76 Prozent auf 208,55 Euro zu den stärksten Werten. Der weltgrösste Sportartikelkonzern Nike hatte im vierten Geschäftsquartal konzernweit den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar gesteigert und damit die Markterwartungen übertroffen.
BANKAKTIEN ETWAS ERHOLT - STUDIE STÜTZT LUFTHANSA
Bankaktien zeigten sich nach den deutlichen Kursverlusten des Vortages etwas erholt. Die Papiere der Commerzbank machten 2,43 Prozent auf 2,821 Euro gut und waren damit Spitzenreiter im Dax. Deutsche Bank stiegen um 0,95 Prozent auf 39,290 Euro. Besser als der Markt schlugen sich auch die Lufthansa-Papiere mit plus 0,78 Prozent auf 14,840 Euro. Ihnen kam eine positive Branchenstudie von Barclays zugute. Darin betonten die Experten der britischen Bank, dass der gesunkene Ölpreis die schwächeren Konjunkturdaten und ihre negativen Konsequenzen für die erwartete Erlösentwicklung mehr als ausgleichen sollten.
Zu den Favoriten im Dax zählten ausserdem die Aktien des Düngemittelkonzerns K+S, die sich um 2,17 Prozent auf 52,31 Euro verteuerten. Goldman Sachs hatte nach einer Investorenveranstaltung des russischen Düngemittelproduzenten Uralkali die Preisprognosen für Kali angehoben.
KRONES NACH POSITIVEN STUDIEN FEST
Im MDax kletterten die Aktien von Krones nach Studien gegen den Trend um 1,50 Prozent auf 55,98 Euro. Sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank hatten die Titel des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und ihre Kursziele angehoben. Commerzbank-Analystin Yasmin Moschitz hält bei der Veröffentlichung der Ergebnisse des zweiten Quartals am 27.Juli eine Prognoseanhebung des Unternehmens für möglich.
Im TecDax zählten die Aktien von Freenet mit einem Abschlag von 1,79 Prozent auf 9,350 Euro zu den schwächsten Werten. Der Mobilfunkbetreiber lädt am Donnerstag zur Hauptversammlung. Warburg-Analyst Jochen Reichert erwartet, dass die Mehrzahl der institutionellen Investoren für eine höhere Dividende stimmen wird. Fraglich sei allerdings, ob der Grossaktionär Drillisch dafür votieren werde. Sollte es am Ende nur zu einer Dividende in Höhe von 0,80 Euro je Aktie kommen, wie vom Freenet-Management vorgeschlagen, könnte dies als Enttäuschung gesehen werden./chs/rum

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