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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Mittwoch seine Rekordjagd zunächst unterbrochen. Leichte Gewinnmitnahmen drückten den Leitindex um minimale 0,02 Prozent auf 7.321,61 Punkte ins Minus. Am Vormittag hatte er noch mit gut 7.350 Punkten erneut eine Höchstmarke seit Januar 2008 markiert. Der MDax mittelgrosser Werte rückte um 0,01 Prozent vor auf 10.534,93 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,78 Prozent auf 895,84 Punkte nach unten.
Am Markt sorgte Händlern zufolge ein Rätselraten um die berufliche Zukunft von Bundesbank-Präsident Axel Weber für Irritationen. Nach Meinung von Folker Hellmeyer, Chefanalyst bei der Bremer Landesbank, führte die Gerüchteküche dazu, dass die Risikoabneigung zunahm. Dies sei allerdings nur kurzfristiger Natur, am positiven Gesamtbild ändere das nichts. Mehrere Medien hatten gemeldet, der 53-jährige Weber werde zur Deutschen Bank gehen. In Bundesbankkreisen hatte es geheissen, er habe in vertraulicher Runde gesagt, nicht mehr für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen.
Händler Thomas Stengl von der Postbank zeigte sich indes überzeugt, dass die jüngste Rally im Dax weiterhin liquiditätsgetrieben sei und sich deshalb fortsetzten könnte. Am frühen Nachmittag könnten weitere Impulse für den Aktienmarkt aus den USA kommen. Der US-Notenbankchef Ben Bernanke hält eine Rede vor dem Haushaltsausschuss.
POSITIVE ANALYSTENSTIMMEN TREIBEN EINIGE DAX-WERTE AN
Im Dax sorgten positive Analystenkommentare für Gesprächsstoff. So kletterten die Titel von Metro an der Indexspitze um 3,01 Prozent auf 53,70 Euro. In einer aktuellen Analyse zeigte sich der Experte James Collins von der Deutschen Bank nach einem Kontakt mit dem Vorstand des Einzelhandelskonzerns zuversichtlich für das laufende Jahr. Nach ebenfalls optimistischen Analystenstimmen gewannen die Papiere von ThyssenKrupp , HeidelbergCement und Linde mehr als ein Prozent an Wert.
Mit Blick auf die laufende Berichtssaison standen etwa Maschinenbauer im Fokus. Das angeschlagene Unternehmen Heidelberger Druckmaschinen meldete sich im dritten Geschäftsquartal unerwartet stark zurück. Auftragseingang, Umsatz und Gewinn waren kräftiger als von Analysten erwartet gestiegen. Die Aktien kletterten daraufhin an der MDax-Spitze um 3,34 Prozent auf 3,863 Euro. Die Anteilsscheine von Gildemeister sanken um 1,21 Prozent auf 16,70 Euro. Der Werkzeugmaschinenbauer blickt zwar nach einem erfolgreichen Geschäft 2010 optimistisch auf das laufende Jahr. In der nun für das erste Halbjahr geplanten Kapitalerhöhung allerdings sieht ein Börsianer eine Belastung. Es fehlten Details, obwohl der Schritt bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt worden war.
GUTE ZAHLEN VON TUI
Europas grösster Reisekonzern Tui startet derweil dank anziehender Nachfrage und gesunkener Kosten mit einem verringerten Verlust in das neue Geschäftsjahr. Die Container-Schifffahrtssparte Hapag-Lloyd habe gut abgeschnitten, meinte Analyst Johannes Braun von der Commerzbank. Die Tui-Papiere zogen um 0,67 Prozent auf 10,515 Euro an. Die Papiere des Bonner Immobilienunternehmens IVG legten nach überraschend vorgelegten Eckdaten um 1,11 Prozent zu auf 7,449 Euro. Insgesamt seien die Ergebnisse durchwachsen, hätten aber einen leicht positiven Anstrich, meinte Analyst Jochen Rothenbacher von der Frankfurter Investmentbank Equinet.
Zu den Verlierern im Index der mittelgrossen Werte zählten die Aktien von Douglas , die um 0,66 Prozent auf 39,68 Euro sanken. Der Handelskonzern hatte die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten verfehlt. Die Titel von Aurubis sanken nach der Vorlage endgültiger Zahlen um 1,92 Prozent auf 41,29 Euro. Im Lichte des schwachen operativen Ergebnisses im ersten Quartal bekomme die jüngste Kapitalerhöhung einen faden Beigeschmack, sagte ein Börsianer./la/chs

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