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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch von seinen anfänglichen Verlusten etwas erholen können. Der Dax näherte sich bis zum Nachmittag wieder ein wenig an die psychologisch wichtige Marke von 6.000 Punkten an und notierte zuletzt mit 5.970,59 Punkten noch 0,46 Prozent Prozent im Plus. Für den MDax ging es um 0,67 Prozent auf 7833,65 Punkte nach oben. Besser erging es dem Technologiesektor: Der TecDax kletterte nach gut aufgenommenen Zahlen von Dialog Semiconductor um 1,11 Prozent auf 851,40 Punkte.
Matthias Jasper, Chefhändler der WGZ Bank, gibt sich optimistisch für die kommende Entwicklung an den Börsen: "Die Verunsicherung hat einige Anleger zu Gewinnmitnahmen verleitet, nachdem die europäischen Märkte technisch etwas angeschlagen sind und man doch etwas zu sorglos ins neue Jahr ging. Ich möchte dies aber nicht überbewerten. Trotz der schwachen Zahlen von Alcoa rechne ich im ersten Quartal 2010 mit einem konstant positiven Newsflow sowohl von den Unternehmen als auch auf konjunktureller Seite. Vor allem Banken dürften auf Grund der 'Money for Nothing'-Politik sehr gute Zahlen abliefern, wie es ja auch die Abschöpfungspläne der Regierungen in England und den USA andeuten."
Bankenaktien wurden schon vortags an der Wall Street von US-Präsident Barack Obama in Aufruhr versetzt, der den Instituten eine Sonderabgabe für die staatlichen Rettungsprogramme aufdrücken will. Zudem wirkte sich eine Gewinnwarnung der französischen Bank Societe Generale negativ aus, genauso wie eine Erhöhung der Anforderungen an die Mindestreserven durch die chinesische Notenbank. Die Aktien der Deutschen Bank führten am Morgen lange Zeit die Verliererliste an und verloren am Nachmittag noch 1,33 Prozent auf 50,52 Euro. Die Commerzbank-Aktie büsste nach einem charttechnisch getriebenen Zwischenhoch 0,52 Prozent auf 6,561 Euro ein.
Infineon Technologies setzten sich mit einem Plus von 4,39 Prozent auf 4,160 Euro an die Dax-Spitze. Goldman Sachs nahm die Aktie des Halbleiterkonzerns auf die "Conviction Buy List" und erhöhte das Kursziel von 4,30 auf 6,00 Euro. Analyst Simon S. Schafer hob in einer Sektorstudie seine Gewinnschätzungen für Halbleiterwerte an, da er mit robusten Ergebnissen für das vierte Quartal 2009 rechnet. Auch seien die Titel aus dem Sektor trotz der zuletzt freundlichen Kursentwicklung noch attraktiv bewertet. Händler sagten zudem, Nomura habe die Infineon-Aktie von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft.
Titel des Rüstungskonzern Rheinmetall rückten nach anfänglichen Verlusten mit positiven Analystenkommentaren und einem Plus von 5,63 Prozent unter die Top-Performer im MDax. Credit Suisse hatte an diesem Mittwoch das Kursziel für Rheinmetall von 50,00 auf 58,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Outperform" belassen, nachdem Rheinmetall am Dienstag ein Joint Venture mit dem Lastwagenbauer MAN zum Bau militärischer Radfahrzeuge bekanntgegeben hatte. Das Joint Venture werde für Umsätze von insgesamt über einer Milliarde Euro sorgen, schrieb Analyst Pascal Spano.
Darüber hinaus rückten vor allem Unternehmen aus dem Technologiesektor in den Fokus: Im TecDax etwa fielen die Anteilsscheine von Freenet am Index-Ende um 1,41 Prozent auf 9,110 Euro. Die vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Telco Holding trennt sich von ihrem verbliebenen 10,1 Prozent am Mobilfunkanbieter. Nach Aussagen des Finanzinvestors wurden 12,9 Millionen Aktien zu 8,90 Euro am Markt platziert und 115 Millionen Euro erlöst. Noch am Dienstag hatte Permira selbst den Wert der Anteile auf 119 Millionen Euro beziffert.
Bei Dialog Semiconductor sorgte Verwirrung um die Umsatzerwartungen für beachtliche Kursschwankungen. Nach anfänglichen Verlusten stiegen die Papiere zuletzt um satte 10,21 Prozent auf 10,690 Euro. Der Schaltkreis-Hersteller steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen um rund ein Drittel auf 218 Millionen US-Dollar. Die Verwirrung stiftete eine unterschiedliche Auslegung der Konsenserwartungen: Das anfängliche Fazit eines Börsianers, dass die Umsätze unter den Erwartungen lägen, wurde schnell von anderen Marktteilnehmern widerlegt. Demnach habe die Mehrzahl der Schätzungen deutlich unter den von Dialog vermeldeten 218 Millionen US-Dollar gelegen.
Bei Salzgitter und Gea Group sorgten indes Abstufungen durch Merrill Lynch für Kursverluste. Die Titel von Douglas Holding drehten dank positiv aufgenommener Geschäftszahlen anfangs ins Plus, kamen aber am Nachmittag wieder zurück und rutschten zuletzt mit 33,250 Euro um 0,30 Prozent in die Verlustzone. Einem Händler zufolge fielen der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen und der Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 etwas besser als erwartet aus, wohingegen der Reingewinn etwas enttäuscht habe./thx/gl

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