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FRANKFURT (awp international) - Unerwartet schwache Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Dax am Mittwochnachmittag tiefer ins Minus gedrückt. Der fester gestartete Leitindex rutschte ins Minus und verlor 0,45 Prozent auf 7.260,67 Punkte. Damit gab er einen Teil seiner deutlichen Vortagesgewinne wieder ab. Der MDax mittelgrosser Werte stieg hingegen um 0,17 Prozent auf 10.902,19 Punkte, während der TecDax um 0,22 Prozent auf 914,66 Punkte nachgab.
Börsianer verwiesen auf den unerwartet schwachen Anstieg der Beschäftigung im US-Privatsektor im Mai. Dem Wachstum der US-Wirtschaft gilt neben der Schuldenkrise in der Eurozone die Hauptsorge der Anleger. Entsprechend genau werden die Daten beobachtet, die als Indikator für den grossen Arbeitsmarktbericht am Freitag gelten. Für Robert Halver, Marktstratege bei der Baader Bank, stimmt das fundamentale Bild allerdings insgesamt - auch wenn eine jahreszeitbedingt ruhigere Nachrichtenlage, das Rettungspaket für Griechenland und die Aussagen der Ratingagenturen zwischenzeitlich immer wieder für Verunsicherung sorgen. "Es macht aber keinen Sinn, dem Aktienmarkt den Rücken zu kehren", sagte er.
BAYER IM MINUS - FDA ÜBERPRÜFT ANTI-BABYPILLEN
Bayer-Aktien büssten 0,30 Prozent ein auf 56,78 Euro. Sie reagierten damit kaum auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die US-Gesundheitsbehörde FDA die Überprüfung von Anti-Babypillen angekündigt hat. Offenbar gebe es Studien, wonach "Yaz" und "Yasmin" von Bayer noch stärker als die Produkte von Wettbewerbern Blutgerinnsel auslösen können. Wirklich neu sind die Studienergebnisse einem Börsianer zufolge zwar nicht, dennoch dürften die Schritte der FDA das Sentiment für Bayer-Aktien erst einmal eintrüben.
An der Dax-Spitze lagen VW-Vorzugsaktien mit einem Gewinn von 0,93 Prozent auf 124,55 Euro. Commerzbank-Papiere sanken nach festerem Start um 2,11 Prozent auf 3,113 Euro. Am Mittag endete der Handel in den Bezugsrechten der laufenden Kapitalerhöhung mit deutlich niedrigerem Kurs.
LANXESS MIT ZUKAUFSPLÄNEN - BIOTECH-WERTE GEFRAGT
Die Aktien von Lanxess zogen mit einem Pressebericht das Interesse auf sich und verloren nach anfänglichem Zuwachs 1,88 Prozent auf 58,86 Euro. Der Spezialchemiekonzern steht der "Financial Times Deutschland" zufolge vor der milliardenschweren Übernahme der belgischen Chemiefirma Taminco. Ein Sprecher des Unternehmens wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Akquisition mit einem Volumen von einer Milliarde Euro wäre die grösste in der Firmengeschichte von Lanxess. Ein Händler wertet die Pläne positiv, zumal Lanxess den Kauf ohne Kapitalerhöhung stemmen wolle. Zudem baut Lanxess eine neue Produktionsanlage für Hochleistungs-Kautschuk in Singapur.
An der MDax-Spitze lagen Rational-Aktien. Die Papiere des Grossküchengeräte-Herstellers verteuerten sich um 3,94 Prozent auf 187,25 Euro. Biotech-Werte lösten im TecDax die zuletzt kräftig erholten Aktien aus dem Bereich Erneuerbare Energie als Favoriten ab. Der Start eines Aktienrückkaufprogramms trieb Morphosys-Aktien um 4,31 Prozent auf 21,540 Euro nach oben. Das Biotechunternehmen kauft zwischen dem 1. und dem 30. Juni über die Börse bis zu 100.000 Morphosys-Anteile. Evotec kletterten nach Bekanntgabe einer Übernahme und angehobener Umsatzprognose für 2011 gar um 5,92 Prozent auf 2,775 Euro.
MEDION SPRINGEN NACH ÜBERNAHMEOFFERTE AN
Medion-Aktien sprangen nach einem Übernahmeangebot um 17,56 Prozent auf 12,990 Euro an. Der chinesische Computerhersteller Lenovo will den für den Aldi-Computer bekannten deutschen Elektronikproduzenten für rund 629 Millionen Euro kaufen. Den Aktionären werden 13 Euro je Aktie in bar geboten, teilte Lenovo mit. Die Chinesen wollen Medion am liebsten komplett übernehmen - mindestens sollen es aber 51 Prozent des Grundkapitals sein. Auf dem Weg dazu hat Lenovo bereits einen grossen Schritt mit der Zustimmung des Unternehmensgründers, Mehrheitseigentümers und Vorstandschefs, Gerd Brachmann, gemacht. Er hat das Angebot zu grossen Teilen bereits angenommen und wird knapp 17,75 Millionen Aktien für rund 230,7 Millionen Euro an die Chinesen abgeben. Ein Händler bezeichnete den gebotenen Preis als passend./ag/sf

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