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AKTIEN FRANKFURT/Dax wieder im Minus - Erholung ausgebremst, Anleger unsicher

Dieser Inhalt wurde am 20. Mai 2010 - 12:17 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach einer anfänglichen Kurserholung hat der Dax am Donnerstag wieder ins Minus gedreht. Der deutsche Leitindex verlor 0,22 Prozent auf 5.975,61 Punkte. Für den MDax ging es um 0,45 Prozent auf 7.989,10 Zähler nach unten, der TecDax sank um 0,02 Prozent auf 745,25 Punkte. "Es ist eine Mischung aus Politik und dem Blick auf die amerikanischen Futures", sagte Analyst Frank Geilfuss vom Bankhaus Löbbecke & Co.. Und weil etwa der Future auf den Dow Jones im Verlauf des Vormittags wieder nachgegeben habe, seien die Gewinne vom Vormittag wieder abgegeben worden. Zudem verunsicherten die zum Teil widersprüchlichen Meinungen vieler Experten zur Schuldenkrise und zu politischen Massnahmen die Anleger.
Um 1,63 Prozent auf 4,809 Euro nach oben ging es für Aktien des Chipherstellers Infineon Technologies . Das Unternehmen legte einen Patentstreit mit dem Konkurrenten Elpida Memory Inc bei. Infineon hatte im Februar 2010 ein Verfahren bei der US- Handelskommission angestrengt, um ein US-Importverbot für bestimmte DRAM-Halbleiter und andere Produkte von Elpida und dessen Kunden zu erreichen. Elpida hatte mit zwei Klagen am US-Bezirksgericht von Virginia gegen Infineon gekontert. Nun einigten sich beide Seiten auf ein Patentabkommen. Positiv auf Infineon-Papiere dürfte auch gewirkt haben, dass am Vorabend der US-Chipausrüster Applied Materials gute Zahlen vorgelegt hatte.
STAHLWERTE UNEINHEITLICH
Im Blick der Anleger standen zudem Stahlwerte. Ein Händler verwies auf einen Bericht der japanischen Zeitung "Nikkei", wonach sich die japanischen Stahlhersteller mit Minenbetreibern wie Vale und Rio Tinto auf eine Verdopplung der Preise für Eisenerz zwischen April und Juni geeinigt haben. Die Papiere deutscher Stahlunternehmen zeigten sich uneinheitlich. Im Dax sanken ThyssenKrupp um 0,82 Prozent auf 21,860 Euro, während Salzgitter um 0,17 Prozent auf 51,87 Euro stiegen. Dazu dürften auch unterschiedliche Kommentare in einer Branchenstudie von Merrill Lynch beigetragen haben. Während die Experten das Kursziel für ThyssenKrupp gesenkt hatten, hoben sie ihre Einschätzung von Salzgitter-Atkien von "Underperform" auf "Neutral" hoch.
Im MDax waren derweil Klöckner & Co (KlöCo) einer der grössten Verlierer mit einem Minus von 3,23 Prozent auf 16,310 Euro. Für diese Papiere hatte Merrill Lynch seine Einstufung in einem Doppelschritt von "Buy" auf "Underperform" und das Kursziel von 26,00 auf 19,00 Euro gesenkt. Insgesamt werde die günstig erscheinende Bewertung der Stahlwerte durch die verstärkte konjunkturelle Unsicherheit überlagert. Rheinmetall verloren sogar 4,70 Prozent auf 45,560 Euro. Händler verwiesen unter anderem auf einen Bericht, wonach die Bundesregierung die Verteidigungsausgaben kürzen wolle.
HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN IM PLUS - HOCHSTUFUNG
Offenbar studiengetrieben war auch ein Kursplus von 0,21 Prozent auf 7,205 Euro bei Aktien von Heidelberger Druckmaschinen . Equinet hatte das Kursziel nach einer Kapitalmarkttagung von 7,00 auf 10,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Präsentation des Unternehmens habe seine Einschätzung bestätigt, wonach dem Unternehmen die operative Kehrtwende im laufenden Geschäftsjahr gelingen sollte, schrieb Analyst Holger Schmidt. Zudem sieht er im schwachen Euro einen Kurstreiber für die Aktie. /chs/ag

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