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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Dax dreht ins Minus - US-Future belastet

Dieser Inhalt wurde am 30. November 2009 - 10:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Belastet durch sinkende US-Futures und damit eine schwächere Erwartung für den Auftakt an der Wall Street hat der Dax seine Eröffnungsgewinne am Montag abgegeben. Der Leitindex fiel nach der ersten Handelsstunde um 0,34 Prozent auf 5.666,02 Zähler, nachdem er zunächst noch bis auf 5.718 Punkte zugelegt und die Erholungsrally vom Freitag fortgesetzt hatte. Der MDax gab 0,25 Prozent auf 7.169,74 Punkte ab und der TecDax stand nahezu unverändert bei 782,95 Zählern.
Ein dickes Plus an den asiatischen Börsen und die moderate Reaktion im US-Handel vom Freitag hätten Hoffnungen genährt, dass die Sorgen um die Zahlungsschwierigkeiten Dubais schnell ad acta gelegt werden könnten, sagten Börsianer. Diese hielten sich jedoch hartnäckiger als erhofft. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones , der zwischenzeitlich gegenüber dem Xetra-Schluss am Freitag etwas fester tendiert hatte, drehte zuletzt ins Minus. Auch der mit seiner Rückkehr über 1,50 US-Dollar als Stütze gesehene Euro gab zuletzt nach.
Mit Blick auf Einzelwerte spielte die Musik vor allem im Automobilsektor, nach zahlreichen Berichten zu MAN und einer Branchenstudie aus dem Haus Goldman Sachs. Die Artikel drehen sich um die Zukunft des Lkw-Herstellers in Bezug auf Volkswagen (VW) und Scania und um die Schmiergeldaffäre. Ein Händler sagte: "Am wichtigsten ist der Artikel der 'Wirtschaftswoche', demzufolge Hans Dieter Pötsch die Integration der Lkw-Marken Scania und MAN in den Volkswagen-Konzern verantwortet - das dürfte aus meiner Sicht wieder Übernahmefantasie in die Aktie von MAN bringen." Die neue Struktur des VW-Konzerns soll bis 2011 stehen, wie das Wirtschaftsmagazin unter Berufung auf Informationen von mit der Sache vertrauten Personen berichtet. Andere Artikel wie der der "Süddeutschen Zeitung", demzufolge die Schmiergeldaffäre den Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern im Extremfall bis zu 300 Millionen Euro kosten kann und der "Welt am Sonntag" über eine weiter geringe Lkw-Produktion 2009 kamen weniger gut an. MAN-Aktien verloren nach anfänglichem Plus 0,83 Prozent auf 56,24 Euro.
Mit plus 2,14 Prozent ging es indes für die Volkswagen-Stammaktien an die Dax-Spitze auf 88,70 Euro. Goldman Sachs sieht den VW-Konzern als "langfristigen globalen Gewinner". Die mit einer Kaufempfehlung gestarteten Vorzugsaktien des Autobauers setzten die Experten gleich auf die "Conviction Buy Liste". Die Aktie reagierte mit einem Gewinn von 2,39 Prozent auf 55,80 Euro. Immerhin signalisiert auch das Kursziel mit 107 Euro knappes Verdopplungspotenzial. Bei MAN starteten die Experten ihre Bewertung mit "Neutral". Etwas negativer ist die Tendenz der Studie für Daimler und vor allem BMW . Beide verlieren ihren Platz auf der "Conviction Buy"-Empfehlungsliste, letztere wurden sogar auf "Neutral" abgestuft. BMW verzeichneten entsprechend einen Abschlag von 0,96 Prozent auf 31,970 Euro. Porsche wurden mit "Buy" gestartet und gewannen 1,53 Prozent auf 47,88 Euro.
Schwach präsentierten sich die Versorgertitel. Dabei büssten RWE 1,26 Prozent auf 61,31 Euro ein. Als leichte Enttäuschung werten Börsianer, dass der Versorger seine Aktionäre nicht am Verkaufserlös für die letzten Anteile des US-Wassergeschäfts beteiligen will. "Das schütten wir diesmal nicht aus", sagte Finanzvorstand Rolf Pohlig der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Unsere Aktionäre haben mit der Dividende für 2008 schon vom ersten Teil des Verkaufs profitiert." Stattdessen sollen mit dem Erlös Schulden zurück gezahlt werden. Darüber hinaus sagte RWE-Chef Jürgen Grossmann in einem Interview mit der "Welt am Sonntag", dass in seiner Amtszeit bis 2012 der Ausstoss der RWE-Kraftwerke von 180 auf 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid reduziert werden soll. "Dazu gehört auch, dass wir 16 Kraftwerksblöcke abschalten, die zu unseren ältesten gehören. Wir werden dann mit den erneuerbaren Energien ebenso gut verdienen, wie wir es heute tun."/ag/gl

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