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FRANKFURT (awp international) - Nach einem moderat freundlichen Start ist der deutsche Aktienmarkt am Montag abgerutscht. Damit konnte er zunächst nicht mehr an seine jüngst starke Entwicklung anknüpfen. Im frühen Handel notierte der Dax zuletzt prozentual unverändert bei 6.065,51 Punkten. Der MDax mittelgrosser Werte sank um 0,10 Prozent auf 8.210,36 Punkte und der Technologiewerteindex TecDax verlor 0,19 Prozent auf 771,59 Punkte. In der vergangenen Woche war der deutsche Leitindex vier Tage in Folge gestiegen und hatte insgesamt knapp vier Prozent gewonnen.
Die Vorgaben fielen nur verhalten aus. Die Wall Street hatte zwar am Freitag fester geschlossen, der Future auf den US-Leitindex Dow Jones gab jedoch zuletzt seine Kursgewinne ab. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index ebenfalls mit moderaten Verlusten. Mit Spannung warten Börsianer auf die am Abend nach US-Handelsschluss beginnende US-Berichtssaison, die traditionell von Alcoa eingeläutet wird. Davor hielten sich die Investoren nach Aussage der Experten von Vontobel zurück.
VERSORGER UND VW IM DAX VORN
Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) gewannen 1,07 Prozent auf 72,89 Euro. Goldman Sachs hob das Kursziel für die VW-Vorzüge an und blieb beim Kaufvotum. Konzernlenker Martin Winterkorn will zudem schnell einen neuen USA-Chef ernennen. "Die USA ist wichtig, da können wir uns derzeit keinen Schrittfehler leisten", sagte Winterkorn der "Süddeutschen Zeitung". Nach dem Abgang von USA-Chef Stefan Jacoby sucht VW eine Lösung des Personalproblems. Indes sieht VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh grosse Vorteile durch eine bessere Kooperation im Lastwagengeschäft von VW, Scania und MAN .
Auch Versorgertitel legten nach Presseberichten zu. Eon verteuerten sich um 1,21 Prozent auf 23,010 Euro und RWE stiegen um bescheidenere 0,42 Prozent auf 55,15 Euro. Wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf Aussagen von RWE-Chef Jürgen Grossmann berichtete, ist der Versorger gegen die von der Regierung geplante Brennelementesteuer. RWE favorisiere stattdessen Einzahlungen in einen Fonds für erneuerbare Energien, so das Magazin. "Es ist nicht überraschend, dass die deutschen Versorger gegen eine solche Steuer sind", kommentierte ein Händler. Zudem berichtetet das "Handelsblatt", der russische Gasriese Gazprom kämpfe mit allen Mitteln gegen die von mehreren europäischen Energiekonzernen initiierte Nabucco-Pipeline, die Europas Abhängigkeit von russischem Gas reduzieren soll. Wie das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, hat Gazprom-Vizechef Alexander Medwedjew den Essener RWE-Konzern eingeladen, sich am Nabucco-Konkurrenzprojekt South Stream zu beteiligen.
FRAPORT PROFITIEREN VON VERKEHRSZAHLEN
Im MDax setzte sich Fraport-Aktien nach Verkehrszahlen mit plus 1,54 Prozent auf 37,325 Euro an die Spitze. Der Flughafenbetreiber hat im Juni bei Passagieren und Fracht neue Rekordmarken erreicht. Die Zahl der Passagiere wuchs im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,0 Prozent auf 4,85 Millionen Beförderte. Das Fracht- und Luftpost-Aufkommen legte um 28,8 Prozent auf 195.955 Tonnen zu. Ein Händler lobte: "Die Zahlen zeigen überzeugend, dass die Krise überwunden und die Luftfahrtindustrie wieder auf dem Weg ist, die Resultate aus der Vorkrisenzeit zu erreichen oder sogar zu übertreffen." Allerdings könnte die Einführung einer Umweltsteuer die positive Branchenentwicklung schwächen. Ein anderer Börsianer sah nach den sehr guten Lufthansa-Verkehrszahlen vergangene Woche allerdings keine grosse Überraschung mehr.
Im TecDax stürzten indes die Anteilsscheine von Kontron um 16,55 Prozent auf 6,310 Euro ab. Wie der Minicomputer-Hersteller bereits am Freitag nach Börsenschluss mitgeteilt hatte, bildet er wegen säumiger Kunden in Malaysia, Taiwan und Hongkong eine Risikovorsorge über 34 Millionen Euro. Der Vorstand sehe sich dazu gezwungen, da Bankgarantien nicht innerhalb der vereinbarten Frist (9. Juli) vorgelegt werden konnten, so das Unternehmen. Das sei überraschend, kommentierte ein Händler. Vor allem bedeute das nun einen Verlust sowohl im zweiten Quartal als auch im Gesamtjahr. Analysten hatten indes einen Jahresgewinn erwartet. Analystin Yasmin Moschitz von der Commerzbank schrieb in einem ersten Kommentar, dass die Rückstellung laut Unternehmensaussagen den schlimmsten Fall darstelle.
Eine nahezu verdoppelte Ergebnisprognose von Centrosolar liess die Titel des Solarunternehmens um 9,84 Prozent auf 5,327 Euro steigen und stützte den gesamten Sektor. Bremsend wirkten dagegen laut einem Händler geplante deutliche Subventionskürzungen im italienischen Solarsektor. Manz Automation legten um 0,92 Prozent auf 49,50 Euro zu und Roth & Rau gewannen 0,85 Prozent auf 24,890 Euro. Dagegen gaben Q-Cells um 1,52 Prozent auf 5,902 Euro nach./gl/ag

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