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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Dax kaum verändert - Portugal, EZB im Blick

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat sich am Donnerstag kaum verändert gezeigt, nachdem Portugal die EU nun doch um Finanzhilfe bitten wird. Der Leitindex gewann zuletzt 0,03 Prozent auf 7.217,43 Punkte. Der MDax verlor 0,26 Prozent auf 10.549,65 Punkte, der TecDax büsste 0,06 Prozent auf 944,13 Punkte ein.
Portugals geschäftsführender Regierungschef José Sócrates hatte am Mittwochabend einen offiziell Antrag auf Finanzhilfe verkündet. Das rücke die Schuldenkrise wieder in den Fokus, sagten Börsianer. Dass die Reaktion des Marktes sich in Grenzen hielt, begründeten sie damit, dass der Schritt nicht ganz unerwartet geschehen sei. Ohne klare Impulse waren die Vorgaben aus Übersee. Während der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit dem Xetra-Schluss am Vorabend 0,05 Prozent verlor, machte der japanische Nikkei-225-Index 0,07 Prozent gut. Im Fokus der Anleger stehen im Tagesverlauf vor allem die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie die Sitzung der Bank von England.
COMMERZBANK UND BMW AM DAX-ENDE - STUDIEN BELASTEN
Schlusslicht im Dax waren die Titel der Commerzbank , die um 4,52 Prozent auf 5,448 Euro absackten. Belastend wirkten negative Analystenkommentare nach der am Vortag angekündigten, milliardenschweren Kapitalerhöhung. Unter anderem hatten die Experten des japanischen Analysehauses Nomura die Aktien von "Neutral" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 6,80 auf 4,90 Euro gesenkt.
Zu den Verlierern zählten auch BMW mit einem Minus von 1,91 Prozent auf 59,650 Euro. Die US-Bank Morgan Stanley hatte die Papiere von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft. Ein starkes erstes Quartal könnte auch wegen der Unsicherheit um die Absatzentwicklung in China die zunächst letzte positive Überraschung bringen, schrieb Analyst Stuart Pearson.
HOCHTIEF SEHR SCHWACH - NIMMT GEWINNPROGNOSE ZURÜCK
Am MDax-Ende rutschten die Aktien von Hochtief um 6,32 Prozent auf 71,20 Euro ab. Der Essener Baukonzern hatte seine Gewinnprognose für das laufende Jahr zurückgenommen. Grund hierfür sind bilanztechnische Unklarheiten bei der australischen Tochter Leighton. Es sei eine "signifikante Beeinträchtigung der Hochtief-Prognose" zu erwarten, hiess es. Damit dürfte sich dem Hochtief-Angreifer und -Grossaktionär ACS die Gelegenheit bieten, Aktien des deutschen Konzerns günstiger zu bekommen, kommentierte ein Händler.
Im vorderen MDax-Drittel lagen Gerresheimer mit plus 0,78 Prozent auf 33,105 Euro nach Zahlen. Der Hersteller von Spezialverpackungen und Medizintechnik hatte den Umsatz und den Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert. Börsianer nannten die Resultate einhellig etwas besser als erwartet. Ein Markteilnehmer lobte explizit den Gewinn je Aktie und die Entwicklung im Bereich Tubular Glass (Laborglas).
MERCK IM PLUS - TROTZ GEWINNRÜCKGANGS BEI SAMSUNG
Die Aktien der Merck KGaA legten trotz eines Gewinnrückgangs bei Samsung Electronics um 0,15 Prozent auf 65,57 Euro zu. Den Rückgang des operativen Gewinns hatte der südkoreanische Eletronikkonzern Berichten zufolge mit den niedrigen Preise sowie der schwachen Nachfrage nach Flachbildfernsehern erklärt. Samsung nutzt für seine Fernseher Flüssigkristalle, die wiederum Merck liefert.
Mit Blick auf BASF berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD), dass der Chemie- und Pharmakonzern die Gespräche über den Verkauf seiner Textil- und Lederchemiesparte abgebrochen habe, weil kein annehmbarer Preis zu erzielen gewesen sei. Die Titel verloren 0,35 Prozent auf 63,210 Euro und hinkten damit dem Gesamtmarkt etwas hinterher. Die Papiere von Lanxess , das angeblich als einer der Interessenten gegolten hatte, lagen im Index mittelgrosser Werte mit 0,66 Prozent bei 57,300 Euro im Minus.
Im TecDax sanken SMA Solar nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung des US-Konkurrenten Power-One um 0,71 Prozent auf 83,90 Euro. Die Power-One-Aktien waren in den USA im nachbörslichen Handel um fast fünf Prozent abgerutscht./chs/gl

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