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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Dax legt weiter zu - Griechenland wirkt nach

FRANKFURT (awp international) - Die Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket der Regierung hat auch am Donnerstag für eine freundliche Stimmung am deutschen Aktienmarkt gesorgt: Der Dax gewann in der ersten Handelsstunde 0,20 Prozent auf 7.308,75 Punkte, nachdem er am Vortag bereits um 1,73 Prozent geklettert war. Damit steuert der Leitindex auf einen sehr positiven Abschluss des ersten Halbjahres mit einem Plus von insgesamt knapp sechs Prozent zu. Im Vergleich dazu kommt EuroStoxx 50 voraussichtlich gerade einmal auf ein Halbjahresplus von knapp einem Prozent. Für den MDax ging es an diesem Donnerstag um 0,81 Prozent auf 10.835,19 Punkte nach oben, und der TecDax rückte um 0,31 Prozent auf 884,72 Punkte vor.
Positiv waren zudem die Vorgaben aus Übersee, sowohl die US-Börsen als auch die asiatischen Märkte hatten nach dem Ja der griechischen Abgeordneten vom Vortag Gewinne eingefahren. Der Future auf den US-Leitindex gewann seit dem Xetra-Schluss 0,49 Prozent. "Die Griechen haben den 'worst case' vermieden und damit für die Marktstimmung Wunder bewirkt", sagte Marktstratege Ben Potter von IG Markets. Das lasse die Risikolust der Anleger steigen. Allerdings muss in Athen am Donnerstag noch ein Ausführungsgesetz für das Rettungspaket das Parlament passieren. Zum Ende des ersten Halbjahres und zweiten Quartals sollten ungeachtet dessen am deutschen Markt einige Werte unter dem Eindruck von Portfoliobereinigungen (Window Dressing) bewegt bleiben.
K+S AN DAX-SPITZE - ERHÖHTER AUSBLICK VON MONSANTO
Die Bankenwerte setzten ihre jüngste Erholung mit gedrosseltem Tempo fort. Die Titel der Commerzbank gewannen 0,31 Prozent auf 2,949 Euro, die der Deutschen Bank stiegen um 0,61 Prozent auf 40,415 Euro. An der Dax-Spitze lagen mit plus 1,19 Prozent auf 54,33 Euro die Titel von K+S . Ein Analyst verwies auf den erhöhten Ausblick des US-Konkurrenten Monsanto sowie auf die Preisvereinbarung chinesischer Kali-Importeure mit Canpotex und BPC für das zweite Halbjahr. Der Preis je Tonne liege um 18 Prozent über dem des ersten Halbjahres.
Mit minus 0,25 Prozent auf 37,640 Euro entwickelten sich die dagegen die Aktien von RWE unterdurchschnittlich. Belastet wurden sie von einer Abstufung der Unicredit. Die Analysten der italienischen Grossbank betonten, dass die Titel auch nach dem Atomkonsens in Deutschland nicht zur Ruhe kommen dürften. Sie verwiesen unter anderem auf die Pläne für eine neue Energiesteuer in Finnland.
GEA NACH AUSSAGEN ZUM AUFTRAGSEINGANG IM MDAX VORN
Nach positiven Aussagen zum Auftragseingang kletterten die Papiere der Gea Group im MDax an der Spitze um um 4,61 Prozent auf 24,970 Euro. Der Maschinenbauer hatte am Vortag auf einer Analystenveranstaltung bekanntgegeben, dass die Bestellungen von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent geklettert waren. Die Aktien von Praktiker verbuchten ein Plus von 3,31 Prozent auf 5,865 Euro nach überzeugenden Zahlen des Konkurrenten Hornbach Holding .
Die Papiere von Fuchs Petrolub lagen nur optisch mit mehr als 65 Prozent im Minus. Hintergrund ist, dass die Aktien des Schmierstoff-Herstellers am Donnerstag auf einen geringeren Nennwert umgestellt worden waren. Die Folge ist sowohl für die im MDax gelisteten Vorzugsaktien als auch für die Stämme ein Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 3.
BRANCHENSTUDIE BEWEGT SOLARTITEL
Stark bewegt zeigten sich zudem die Solartitel im Tecdax angesichts einer Branchenstudie der Deutschen Bank. Die Analysten der Bank hatten unter anderem die Titel von Phoenix Solar ab- und die von SMA Solar hochgestuft. In der Folge fielen Phoenix Solar mit minus 2,37 Prozent auf 17,275 Euro an das Index-Ende, während SMA mit plus 2,15 Prozent auf 76,15 Euro zu den stärksten Werten zählten.
Ein Plus von 1,33 Prozent auf 12,175 Euro verbuchten Wirecard . Börsianer verwiesen auf einen Vorschlag einer internen Arbeitsgruppe der US-Notenbank Fed, wonach der zulässige Gebührensatz für Händler bei Kartenzahlungen auf 22 Cent pro Zahlungsvorgang angehoben werden soll. Dies wären 10 Cent mehr als noch im Dezember vorgeschlagen./chs/rum

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