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FRANKFURT (awp international) - Nach einem richtungslosen Handelsauftakt ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag in die Verluste gerutscht. Der Leitindex Dax verlor zuletzt 0,50 Prozent auf 6.955,09 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte sank um 0,27 Prozent auf 10.164,45 Punkte und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,19 Prozent auf 858,45 Punkte nach unten.
Analyst Ben Potter von IG Markets verwies auf die leicht negative US-Vorgabe als Belastung. Die US-Börsen hatten zwar fester geschlossen, doch der Future auf den Leitindex Dow Jones verlor seit dem Xetra-Vortagsschluss 0,30 Prozent. Mit den Börsianern in London sollte nach dem Feiertag zum Wochenstart nun wieder etwas mehr Aktivität und Liquidität in den Markt kommen, auch wenn die Agenda noch nicht so viel hergebe.
METRO PROFITIEREN VON ASIEN-ZIELEN
Die Metro-Titel konnten an der Dax-Spitze um 1,45 Prozent auf 55,860 Euro zulegen. Der Düsseldorfer Handelskonzern will in seinem Asiengeschäft bis 2013 in jedem Land profitabel werden, wie aus einem Artikel im "Handelsblatt" hervorgeht. Börsianer werteten dies als positiv für die Aktien. Kursneutral seien indes Aussagen von Unternehmenschef Eckhard Cordes in der "Bild"-Zeitung, dass er auch nach dem Einstieg des Investors Nicolas Berggruen beim krisengeschüttelte Karstadt-Konzern weiter für eine Deutsche Warenhaus AG aus Karstadt und der Metro-Tochter Kaufhof wirbt. Analyst John Kershaw von Merrill Lynch sprach in einer Sektorstudie von einem schwierigen Jahr für den Einzelhandel. Er sieht aber Metro und Tesco als seine bevorzugten Branchenwerte und erhöhte das Kursziel für die weiter zum Kauf empfohlene Metro-Aktie von 60 auf 64 Euro.
Dahinter gewannen die Aktien der Deutschen Bank 0,62 Prozent auf 39,805 Euro. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) strebt der deutsche Branchenprimus in diesem Jahr einen Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro an. Ein Händler sagte: "Dass die Deutsche Bank zehn Milliarden verdienen will, ist bekannt. Das würde Konzernchef Josef Ackermann allerdings einen glänzenden Abgang verschaffen und die Bekräftigung der Ziele sollte positiv auf die Stimmung wirken. Analysten rechnen schliesslich noch mit einem deutlich niedrigeren operativen Gewinn von rund acht Milliarden."
HOCHTIEF SCHWACH: ACS-BETEILIGUNG STEIGT AUF MEHR ALS 30%
Die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) verloren hingegen nach Bekanntgabe eines Zukaufs moderate 0,09 Prozent auf 42,995 Euro. Der Dialysespezialist expandiert nach Osteuropa und übernimmt für 485 Millionen Euro das Dialysedienstleistungsgeschäft von Euromedic International. Der Zukauf wird zunächst aus dem Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und vorhandenen Kreditlinien finanziert, nach Abschluss der Übernahme plant Fresenius Medical Care nach eigenen Angaben eine langfristige Refinanzierung. Laut einem Händler könnte die Expansion nach Russland leicht positiv wirken. Allerdings erscheine der Kaufpreis nicht ganz billig, gab er zu bedenken.
Im MDax büssten die Aktien von Hochtief 1,29 Prozent auf 63,43 Euro ein, nachdem der spanische Baukonzern ACS eine Erhöhung seiner Beteiligung am Essener Konkurrenten auf mehr als 30 Prozent bekanntgegeben hatte. Nun muss ACS kein weiteres eventuell kostspieligeres Pflichtangebot an die anderen Aktionäre mehr unterbreiten, sondern kann weitere Anteile über den Markt kaufen. Am morgigen Mittwoch beginnt die erweiterte Annahmefrist für einen Tausch von Hochtief- in ACS-Papiere, die bis zum 18. Januar läuft. Im "Handelsblatt" hatte es zuvor geheissen, die Essener hofften, dass die deutsche Finanzaufsicht BaFin das ACS-Angebot für unzulässig erklären könnte, da sie dem Grossaktionär Southeastern Asset Management eine Absprache mit ACS vorwerfen. Sollte die BaFin sich diese Sicht zu eigen machen, müsste ACS doch ein neues Pflichtangebot vorlegen.
gl/chs

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