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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Donnerstag den deutlichen Gewinnen der letzten zwei Tage Tribut zollen müssen. Im frühen Handel pendelte der deutsche Leitindex um seinen Vortagsschluss und verlor zuletzt 0,07 Prozent auf 7.063,75 Punkte. Das Dezember-Hoch bei 7.087,84-Punkten blieb damit aber in Sichtweite. Die anderen Indizes zeigten ein ähnliches Bild. Der MDax der mittelgrossen Werte, der am Mittwoch auf dem höchsten Stand seit November 2007 geschlossen hatte, gab 0,21 Prozent auf 10.288,23 Punkte ab, und der vortags ebenfalls auf ein Dreijahreshoch gestiegene TecDax sank um 0,16 Prozent auf 887,12 Punkte.
Die wichtigsten US-Aktienindizes waren am Mittwoch getrieben von einer guten Stimmung im Bankensektor freundlich aus dem Handel gegangen. Auch in Asien tendierten die Märkte am Morgen überwiegend freundlich. Der Future auf den Dow Jones gab allerdings seit dem Xetra-Schluss am Vortag um 0,20 Prozent nach. Analyst Ben Potter von IG Markets hob hervor, dass der gute Emissionsverlauf portugiesischer Staatsanleihen am Vortag dem Markt wieder etwas Vertrauen gegeben habe. Neben weiteren Anleihen-Auktionen in Italien und Spanien stehen am Nachmittag noch Konjunkturdaten aus den USA und am Abend nach Börsenschluss die Zahlen von Intel auf dem Programm.
KAPITALERHÖHUNGEN BELASTEN COMMERZBANK UND AURUBIS
Die vortags starken Titel der Commerzbank rutschten nach einer angekündigten Kapitalerhöhung am Dax-Ende um 3,39 Prozent auf 5,449 Euro ab. Das teilverstaatlichte Institut will bis zu 118 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren unterbringen. Händlern zufolge sollen die neuen Papiere für 5,15 bis 5,35 Euro platziert werden. Die Kapitalerhöhung würde damit etwas mehr als 600 Millionen Euro bringen. Der Staat soll trotzdem mit mehr als einem Viertel an der zweitgrössten Bank Deutschlands beteiligt bleiben. Dazu solle ein entsprechender Teil der Stillen Einlagen von 16,2 Milliarden Euro des staatlichen Rettungsfonds Soffin in Aktien gewandelt werden.
Auch Aurubis-Titel büssten 5,89 Prozent auf 43,085 Euro ein. Der im MDax notierte Kupferhersteller will gegen Bareinlagen und unter Ausschluss des Bezugsrechts bestehender Aktionäre bei institutionellen Anlegern gut 4,086 Millionen neue Stückaktien platzieren, mit denen das Grundkapital um rund 10,5 Millionen Euro steigen soll. Ein Händler hatte angesichts eines von ihm erwarteten Rabatts für die neuen Aktien bereits vorbörslich bereits mit der negativen Kursreaktion gerechnet.
K+S PROFITIERT VON KURSPLUS DER US-KONKURRENTEN
K+S-Aktien verteuerten sich hingegen nach deutlichen Kursgewinnen von US- Konkurrenten als einer der besten Dax-Werte um 0,68 Prozent auf 57,360 Euro. Ein überraschend negativer Ausblick des US-Agrarministeriums habe vor allem die Preise für Mais und Sojabohnen in die Höhe schiessen lassen, erklärten Börsianer. Das habe die Aktien von Monsanto , Potash und Mosaic deutlich nach oben getrieben und sorge auch bei den Titeln des deutschen Salz- und Düngemittelherstellers für Rückenwind.
Die Zahlen von Südzucker fielen laut ersten Händlereinschätzungen wie erwartet aus. Wie ein Börsianer hervorhob, sei lediglich das Nachsteuerergebnis für das dritte Quartal neu gewesen und habe über dem Vorjahreswert gelegen. Ein weiterer kommentierte, er sehe keinen Kurstreiber in den Zahlen und halte Gewinnmitnahmen für möglich. Die Aktien verloren 0,77 Prozent auf 20,000 Euro.
AKTIENVERKÄUFE BELASTEN PROSIEBENSAT.1
Die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 gaben nach der Bekanntgabe von Aktienverkäufen zweier Grossaktionäre um 1,33 Prozent auf 24,200 Euro nach. Die Finanzinvestoren KKR und Permira machen bei dem von ihnen kontrollierten TV-Konzern zumindest teilweise Kasse und wollen acht Millionen der Vorzugsaktien an institutionelle Investoren verkaufen. Dies seien 3,7 Prozent des Grundkapitals. Nach Abschluss der Transaktion werden KKR und Permira 53 Prozent des Grundkapitals halten. "Dies sorgt heute morgen zunächst für etwas Druck auf die Aktien", sagte ein Händler. Zuvor habe es Marktgerüchte gegeben, dass die beiden Finanzinvestoren in grossem Umfang Stammaktien von ProSiebenSat.1 hätten platzieren wollen. Damit müssten sie nun aber mindestens 90 Tage warten.
Im TecDax gewannen die Papiere von Evotec 0,98 Prozent auf 3,400 Euro, hatten zuvor aber schon deutlicher im Plus gelegen. Das Biotechnologie-Unternehmen hat für einen Entwicklungsschritt in der Allianz mit dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim eine Millionenzahlung verbucht. Durch den Fortschritt im Programm für Krebsmedikamente werde eine Zahlung in Höhe von zwei Millionen Euro ausgelöst, teilte Evotec mit./gl/tih

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