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FRANKFURT (awp international) - Nach vier Verlusttagen in Folge hat sich der Dax am Freitag zunächst etwas stabilisieren können. Im frühen Handel stieg der deutsche Leitindex um 0,11 Prozent auf 7.138,60 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte gewann 0,42 Prozent auf 10.058,89 Punkte und der TecDax rückte um 1,12 Prozent auf 885,88 Punkte vor.
Analyst Ben Potter von IG Markets sieht vor allem die Entspannung am Ölmarkt und die späte Erholung an der Wall Street als Stütze für den Markt. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,15 Prozent. Auch in Asien tendierten die Aktienmärkte am Morgen wieder freundlicher. Potter hält die Stimmung allerdings angesichts der geopolitischen Nachrichten für angeschlagen, weshalb die Anleger sich zurückhielten. Von Seiten der Berichtssaison stehen vor allem die Zahlen der Telekom im Fokus.
ÜBERRASCHENDER VERLUST DRÜCKT TELEKOM-AKTIE ANS DAX-ENDE
Der Nettoverlust der Deutschen Telekom im vierten Quartal war für einige Händler eine negative Überraschung. Dies drückte die Aktien mit 1,25 Prozent auf 9,796 Euro ins Minus und damit ans Dax-Ende. Da dieser Verlust aber überwiegend aus einer Abschreibung in Griechenland resultiere, wollten sie dies zunächst nicht überbewerten. Sie warteten vielmehr auf Details zum Ausblick aus der am Nachmittag anberaumten Telefonkonferenz. Die Dividende von 70 Cent entspreche den Prognosen. Ein Börsianer rechnet indes mit einer fortwährend unterdurchschnittlichen Entwicklung der Aktien und sieht keinen Grund, diese aufgrund des Geschäftsberichts zu kaufen.
Die MAN-Aktien legten hingegen nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) um 1,34 Prozent auf 87,00 Euro zu. Demnach will Volkswagen-Patriarch Ferdinand Piech ein Übernahmeangebot der VW-Lkw-Tochter Scania für MAN noch in diesem Frühjahr durchsetzen. Nach FTD-Informationen aus Finanz- und Unternehmenskreisen soll der schwedische Lkw-Bauer für den Münchner Rivalen im April, spätestens aber Anfang Mai die seit langem geplante Offerte vorlegen. Voraussetzung dafür sei aber, dass MAN zuvor den Streit mit dem arabischen Staatsfonds IPIC über die korruptionsgeplagte Ex-Tochter Ferrostaal beilegt. "Das sind zwar keine wirklichen Neuigkeiten mehr, ein Vorstoss scheint aber wirklich kurz bevor zu stehen", sagte ein Börsianer.
Eine zusätzliche Stütze kam für den Fahrzeugsektor von den aktuellen Absatzzahlen im Nutzfahrzeugmarkt. Nach Angaben des europäischen Branchenverbands ACEA beschleunigte sich der Absatz in der Europäischen Union zum Jahresauftakt. Entsprechend gewannen VW und Daimler ebenfalls hinzu.
GUTE DIVIDENDE STÜTZT FUCHS PETROLUB
Die Zahlen von Fuchs Petrolub für das vergangene Jahr fielen nach Einschätzung eines Händlers wie erwartet aus, und der Ausblick klinge wie gewohnt konservativ. "Die höher als erwartet ausgefallene Dividende stützt die Aktie aber, auch wenn sie für gewöhnlich nicht stark auf Zahlen reagiert", schrieb er in einer ersten Einschätzung. Die Titel des Schmierstoff-Herstellers gewannen 1,85 Prozent auf 98,00 Euro und gehörten damit zu den Favoriten der Anleger im MDax .
Der Einkaufscenter-Betreiber Deutsche Euroshop hat 2010 stärker zugelegt als angekündigt und rechnet 2011 mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus. Laut einem Börsianer lagen die Eckdaten am oberen Ende der Unternehmensziele und fielen "wie gewohnt sehr solide" aus. Da die Aktien aber schon über ihrem Net Asset Value (NAV - Nettoinventarwert) gehandelt würden, erscheine das Aufwärtspotenzial begrenzt. Zuletzt gewannen die Titel 0,56 Prozent auf 27,020 Euro.
AUFTRAGSSCHLAPPE BELASTET EADS
Die Aktien von EADS verloren indes nach der Schlappe bei einem Grossauftrag am MDax-Ende 2,97 Prozent auf 20,235 Euro. Der US-Konkurrent Boeing hat sich den 35 Milliarden Dollar schweren "Jahrhundert-Auftrag" für 179 Tankflugzeuge gesichert. "Boeing war der klare Sieger", sagte der stellvertretende US-Verteidigungsminister William Lynn am späten Donnerstagabend im Pentagon. Wegen der starken politischen Unterstützung sei Boeing bei dem Auftrag zwar der klare Favorit gewesen, schrieb Analyst Frank Skodzik von der Commerzbank. Da die Europäer aber das bessere Flugzeug zu einem Kampfpreis angeboten hätten, habe es doch Spekulationen gegeben, dass sie eine faire Chance bekämen. Entsprechend reagiere die Aktie negativ auf die Nachricht.
gl/rum

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