Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Dienstag nach negativen Vorgaben der Überseebörsen wieder unter 6.000 Punkte gerutscht. Der deutsche Leitindex verlor am Morgen 0,90 Prozent auf 5.956,57 Punkte. Händler verwiesen darauf, dass der Dax nun auf die technisch wichtige 200-Tage-Linie gefallen ist. Für den MDax ging es um 1,13 Prozent auf 8.159,82 Punkte runter, der TecDax fiel um 0,95 Prozent auf 732,65 Punkte.
Die negative Vorgabe aufgrund der Schwäche des Nikkei in Japan - der mit einem Minus von 21 Prozent von seinem Hoch nun wieder in einen Bärenmarkt gefallen sei - und auch der negative Schluss an den US-Börsen belasteten den Dax, sagte ein Händler. Der Future auf den weltweiten Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Vortagesschluss 0,98 Prozent. Im Fokus stünden indes vor allem frische Konjunkturdaten. Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal stark in Schwung gekommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich dem Statistischen Bundesamt zufolge im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent erhöht und erreichte damit das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung. Von dpa-AFX befragte Experten hatten dies aber erwartet.
KABEL DEUTSCHLAND NACH GUTEM AUSBLICK SPITZE
Auf der Unternehmensseite hat sich die Nachrichtenlage indes etwas belebt: Kabel Deutschland hatte am Morgen seine Bilanz für das erste Quartal vorgelegt und einer ersten Händlereinschätzung zufolge vor allem mit seinem Ausblick gepunktet - die Aktien legten an der MDax-Spitze 1,44 Prozent auf 24,000 Euro zu. Mit Blick auf den operativen Gewinn wurde Konzernchef Adrian von Hammerstein überraschend optimistischer: Er werde 2010/11 nun am oberen Rand der zuvor ausgegeben Spanne von 715 bis 725 Millionen Euro erwartet. Die Quartalszahlen selbst hätten indes im Rahmen der Erwartungen gelegen, fügte der Börsianer hinzu. Analystin Heike Pauls von der Commerzbank diagnostizierte einen guten Start in das laufende Geschäftsjahr.
HeidelbergCement litten dagegen unter schlechten Zahlen des Wettbewerbers CRH . Der irische Baustoffkonzern hatte wie angekündigt im ersten Halbjahr 2010 einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet, blickt nun aber wegen des schwachen US-Marktes pessimistischer ins zweite Halbjahr. Die Zahlen von CRH sind einer ersten Händlereinschätzung zufolge mit einem etwas besser als erwarteten Umsatz und einem etwas schlechteren Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) "gemischt" ausgefallen. Der Ausblick sei aber schlecht und das belaste. Hinzu komme eine pessimistische Studie von Merrill Lynch zu Lafarge und Holcim aus dem Sektor. HeidelbergCement rutschten um 4,19 Prozent auf 32,250 Euro auf ein neues Jahrestief ab.
Die Aktien der Merck KGaA legten nach einem Studienergebnis zum Pfizer-Medikament Sunitinib 0,12 Prozent auf 68,82 Euro zu. Der Wirkstoff hat in einer Phase-III-Studie für die Indikation Lungenkrebs zwar signifikante Verbesserungen gezeigt, den primären Endpunkt aber verfehlt. Ein Börsianer sagte: "Das Medikament steht im Wettbewerb zu Erbitux von Merck. Dadurch, dass es aber in den USA zugelassen werden soll und Merck die Erbitux-Rechte nur ex USA haben, gibt es keinen direkten Bezug." Moderat positiv wertete er unterdessen eine erneute Ablehnung von Avastin von Roche in Grossbritannien, die von der Gesundheitsbehörde NICE erneuert worden sei. Avastin konkurriere ebenfalls mit Erbitux.
SOLARWERTE WEGEN SORGE UM FRANKREICH UNTER DRUCK
Das Übernahmethema trat unterdessen am Markt etwas in den Hintergrund. Deutsche Börse gaben 0,84 Prozent auf 49,78 Euro ab. Ein Bieter habe sich der alternativen Handelsplattform Chi-X genähert und könnte ein Angebot vorlegen, berichtet die "Financial Times". Chi-X ist der Zeitung zufolge in den vergangenen anderthalb Jahren immer mal wieder zum Verkauf gestellt worden. Nasdaq OMX sowie die Deutsche Börse seien als potenzielle Interessenten genannt worden. Die Unternehmen hätten den Bericht am Vorabend nicht kommentiert. Ein Börsianer sagte optimistisch: "Konsolidierungsfantasie hat der Aktie der Deutschen Börse noch nie geschadet." K+S-Papiere verloren trotz des anhaltenden Übernahmestreits um Potash 0,99 Prozent.
Im TecDax gerieten unterdessen die Solarwerte wie SMA Solar , deren Aktien 3,44 Prozent auf 81,51 Euro einbüssten, und Roth & Rau unter Druck. Händler verwiesen auf mögliche Subventionskürzungen in Frankreich. Der Zeitung "Les Echos" zufolge könnte die Regierung bis zum Jahresende eine Kappungsgrenze für die Einspeisevergütung einführen. Da Frankreich bislang als starker Markt für viele Solarfirmen galt, ist dies den Analysten von Cheuvreux zufolge eine negative Nachricht für den Sektor./fat/chs

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???