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FRANKFURT (awp international) - Mögliche Zugeständnisse an Griechenland und die boomende deutsche Wirtschaft haben dem Dax am Dienstag klar über die hart umkämpfte Marke bei 7.200 Punkten verholfen. Der Leitindex sprang in den ersten anderthalb Handelsstunden um 1,76 Prozent nach oben auf 7.286,27 Punkte, nachdem am Vortag ein weiterer Erholungsversuch noch ausgebremst worden war. Der MDax mittelgrosser Werte stieg am Morgen um 1,20 Prozent auf 10.858,77 Punkte und der TecDax kletterte um 0,98 Prozent auf 920,30 Punkte.
Die Bundesregierung rückt einem Pressebericht zufolge von ihrer Position weiterer Griechenlandhilfen nur mit einer "weichen Umschuldung" ab und gibt damit für Händler Andreas Lipkow von MBW Fairtrade positive Impulse für den Aktienmarkt. Bislang sieht die offizielle Position der Regierung neue Mittel für das hochverschuldete Euro-Land nur unter einer Beteiligung privater Investoren vor. Das Signal sei: "den Komapatienten so lange am Leben zu halten, bis die Organe wieder von alleine arbeiten können", so Lipkow. Derweil rutschte die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit sieben Monaten wieder unter die Drei-Millionen-Marke. An diesem Dienstag sind zudem die Börsen in Grossbritannien und den USA nach dem langen Wochenende wieder geöffnet, was für etwas mehr Schwung sorgen wird. Die Vorgaben aus Asien waren positiv.
BASF AN DAX-SPITZE - GOLDMAN ERHÖHT KURSZIEL
Bei ruhiger Nachrichtenlage aus den Unternehmen kletterten BASF-Papiere mit plus 3,31 Prozent auf 63,97 Euro an die Dax-Spitze. Die Chemietitel hatten seit Anfang Mai bis zu 15 Prozent verloren und Händler sehen entsprechend Erholungspotenzial. Analyst Richard Logan von Goldman Sachs hat am Morgen das Kursziel für den weltgrössten Chemiekonzern von 82 auf 93 Euro angehoben die Papiere auf der Empfehlungsliste belassen. Bayer-Aktien erholten sich derweil um 2,51 Prozent auf 57,22 Euro. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge gibt der Pharmakonzern die US-Produktion des Multiple-Sklerose-Mittels Betaferon 2013 auf und lagert sie komplett an den Konkurrenten Boehringer Ingelheim aus. Volkswagen legt am Dienstag wie erwartet das offizielle Übernahmeangebot für den Münchner Lastwagenbauer MAN vor. Die Aktie von MAN war mit plus 0,23 Prozent schwächster Dax-Wert.
Weitere Kaufempfehlungen von Goldman Sachs trieben die Anteile von von Fresenius und FMC an. Analystin Veronika Dubajova hat sowohl die Aktien des Gesundheitskonzerns als auch des Dialyse-Spezialisten mit "Buy" bewertet. Bei Fresenius sei das Kerngeschäft angesichts eines historisch überdurchschnittlichen Umsatzwachstumspotenzials unterbewertet. Ihr Kursziel liegt bei 85,00 Euro, die Aktien gewannen 0,62 Prozent auf 71,52 Euro. Bei FMC gefällt Dubajova insbesondere die gute Positionierung, um starke demographische Trends auszunutzen. Zudem sei auch hier das Wachstumspotenzial nicht ausreichend eingepreist. Die Expertin setzte ein Kursziel von 63 Euro an, die Aktien verteuerten sich um 0,69 Prozent auf 49,915 Euro.
ROTH & RAU ERTEILT ÜBERNAHMESPEKULATIONEN ABSAGE
Papiere von Roth & Rau liefen im TecDax mit plus 0,17 Prozent auf 23,240 Euro dem Markt hinterher. Der Solarzulieferer war bereits am Vorabend nach Handelsschluss Spekulationen über ein mögliches Übernahmeangebot des Schwarzwälder Solarunternehmers Jürgen Gutekunst entgegengetreten. Der Vorstand erachtet die Spekulationen für "haltlos". Zuvor hatte Gutekunsts Beteiligung an Roth & Rau die Schwelle von 15 Prozent überschritten. Ein Börsianer rechnete nach den Unternehmensaussagen erst einmal nicht mit einer ausgeprägten Kursreaktion.
Vorzugsaktien der Hornbach Holding büssten nach einem Pressebericht 0,98 Prozent ein auf 101,50 Euro. Index-Analysten sind sich der "Börsen-Zeitung" zufolge einig, dass die Papiere der Muttergesellschaft der Hornbach-Handelsgruppe nur noch bis zum 20.Juni dem SDax angehören werden. Die Aktie liegt auf der Indexrangliste der Deutschen Börse den Berechnungen zufolge beim Börsenumsatzvolumen nur noch auf Rang 111 und erfüllt somit die Voraussetzungen für eine Indexmitgliedschaft nicht mehr, hiess es. Dazu wäre mindestens Rang 110 erforderlich, der bis zum heutigen Stichtag aber nicht mehr erreichbar ist. "Das ist ist zwar keine echte Überraschung, aber mittelfristig auch nicht positiv", sagte ein Händler. Als Mögliche Nachfolger nennt die Zeitung GSW Immobilien, Norma Group, SMT Scharf, Schaltbau Holding, R. Stahl und Zooplus./ag/fa

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