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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag deutlich zugelegt. Der Leitindex Dax gewann in der ersten Handelsstunde 1,02 Prozent auf 7.186,75 Punkte und startete damit dank freundlicher Vorgaben einen neuen Erholungsversuch. Der MDax mittelgrosser Werte legte um 0,83 Prozent auf 10.712,71 Punkte zu. Der TecDax gewann 0,43 Prozent auf 896,79 Punkte.
Ben Potter, Analyst bei IG Markets, sieht den positiven Handelsverlauf der Wall Street am Vorabend als Zeichen weiter nachlassender Risikoscheu. Die US-Börsen waren nach schwachem Start wegen enttäuschender Konjunkturdaten dank positiv aufgenommener Unternehmenszahlen ins Plus geklettert. Die Vorgabe ist somit positiv: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann 0,68 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Mit Blick auf den Dax erinnerten technisch orientierte Börsianer an eine offene Kurslücke (Gap) bei 7.266 Punkten, die von dem Leitindex geschlossen werden sollte. Diese Faktoren dürften an Gewicht gewinnen, da das Nachrichtenaufkommen relativ dünn sei. Einzelwerte aus der zweiten Reihe wie Praktiker könnten von Aussagen auf der Hauptversammlung bewegt werden, hinzu kommen US-Daten am Nachmittag.
T-AKTIEN LEIDEN UNTER OTE UND USA, METRO DAGEGEN SPITZE
Alle 30 Dax-Werte bewegten sich am Morgen im Plus, zuletzt rutschten aber T-Aktien wegen der Spekulation um eine Anteilsausweitung an der griechischen OTE und aus Sorge um Probleme bei der Genehmigung des geplanten Verkaufs von T-Mobile USA mit 0,25 Prozent ins Minus aus 10,135 Euro. An der Dax-Spitze standen dagegen Metro-Aktien mit einem Aufschlag von 1,80 Prozent auf 45,170 Euro. Händler verwiesen auf eine positive Studie von JPMorgan.
Die Titel der Deutschen Bank , die zum Wochenschluss ex Dividende gehandelt werden, konnten indes die Ausschüttung von 0,75 Euro je Aktie mehr als wettmachen. Zu den Favoriten zählten auch Infineon-Papiere mit einem Aufschlag von 1,14 Prozent auf 7,869 Euro. Händler verwiesen auf die gute Vorgabe der New Yorker Börsen, an denen Technologiewerte am Vorabend zu den Favoriten gezählt hatten. Zudem habe der US-Konkurrent Marvell Technology am Vortag einen optimistischen Ausblick für das laufende Quartal gegeben.
Versorgerwerte wie Eon und RWE legten mit plus 0,98 Prozent und plus 0,66 Prozent nach weiteren Presseberichten über die Zukunft der Brennelementesteuer nur unterdurchschnittlich zu. Laut der "Süddeutschen Zeitung" ist Angela Merkel offenbar zum Verzicht auf die Brennelementesteuer bereit. Die Bundeskanzlerin sondiere vor den entscheidenden Beratungen der Koalition bei der Opposition die Chancen für einen Atomkonsens. Händlern zufolge geht dies in die gleiche Richtung wie die jüngsten Berichte zu dem Thema und somit sei die Kursrelevanz gering. Der Sektor habe aber wegen der jüngsten Schwäche Erholungspotenzial. Barclays hatte indes die Kursziele für Eon und RWE gesenkt. Das bremse den Sektor aus, hiess es.
KLÖCKNER & CO. EX BEZUGSRECHT GEHANDELT
Am Ende des MDax lagen optisch stark im Minus die Papiere von Klöckner & Co., die allerdings ex Bezugsrecht gehandelt werden. Der Stahlhändler hatte am Vortag die Details zu seiner erwarteten Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Demnach liegt der Bezugspreis je neuer Aktie bei 15,85 Euro, der Brutto-Emissionserlös beträgt damit rund 527 Millionen Euro. Ein Händler bezifferte den theoretischen Wert der Bezugsrechte auf 1,92 Euro. Zuletzt wurden in Berlin aber 2,09 Euro bezahlt und zusammen mit dem Aktienkurs von 20,080 Euro ergibt sich im Vergleich zum Vortagesschlusskurs bei 21,61 Euro ein klares Plus.
Solarwerte lagen indes wieder am Ende des TecDax. Teilweise verwiesen Händler zwar auch hier auf den Dividendenabschlag wie bei SMA Solar . Aber auch Q-Cells setzten mit minus 1,75 Prozent auf 1,798 Euro ihre Talfahrt fort. Macquarie-Analyst Robert Schramm hatte sein Kursziel von 2,30 auf 1,50 Euro eingestampft und war bei seinem Votum "Underperform" geblieben. Die Berichte in dem Sektor zum ersten Quartal hätten seine Einschätzung bestätigt, dass die Geschäftsmodelle von Q-Cells, Solarworld und auch REC unter zunehmendem Konkurrenzdruck stünden.
Die Aktien der KWS Saat gaben im SDax 0,72 Prozent auf 157,85 Euro ab. Das Saatzucht-Unternehmen legte Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2010/2011 vor und bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Analyst Dennis Schmitt von der Commerzbank stufte die Quartalsergebnisse als "gut" ein, sieht sie aber im Rahmen der Erwartungen. Seine Empfehlung liess er auf "Hold" mit dem Ziel 166 Euro./fat/chs

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