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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Fester - Dax über 6.000 Punkte

Dieser Inhalt wurde am 28. Dezember 2009 - 09:40 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Am Montag nach Weihnachten ist der Dax erstmals seit September 2008 über die viel beachtete Marke von 6.000 Punkten geklettert. Gute Vorgaben der Übersee-Börsen trieben den Leitindex im frühen Handel um 0,80 Prozent auf 6.005,32 Zähler an. Der MDax rückte um 0,37 Prozent auf 7.500,03 Punkte vor und der TecDax legte um 0,48 Prozent auf 816,24 Zähler zu.
Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) stieg seit Xetra-Schluss der verkürzten Handelswoche vor Weihnachten um 0,70 Prozent. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index am Morgen auf dem höchsten Stand seit vier Monaten. Auch die bevorstehende Handelswoche ist angesichts des bevorstehenden Jahreswechsels verkürzt. Börsianer rechnen daher erneut mit einem ruhigen Verlauf, zumal mit dem US-Verbrauchervertrauen am Dienstag und dem US-Einkaufsmanagerindex am Mittwoch nur zwei marktbewegende Termine auf der Agenda stehen. Viele Marktteilnehmer haben ohnehin bereits ihre Bücher geschlossen, so dass auch die Umsätze weiter ausdünnen dürften. Der "Bank Holiday" in London lässt zum Wochenauftakt weitere Aufträge wegfallen.
Grösste Gewinner im Leitindex waren Papiere von Infineon , die mit plus 1,72 Prozent auf 3,855 Euro ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzten. In der Spitzengruppe folgten Papiere von E.ON und K+S mit ebenfalls festen Kursen.
Nach dem versuchten Terroranschlag in den USA liefen Luftfahrtaktien wie die der Deutschen Lufthansa und Fraport dagegen wie von Händlern erwartet der Marktentwicklung etwas hinterher. Lufthansa-Papiere verteuerten sich um 0,59 Prozent auf 12,025 Euro, Fraport stiegen gar nur um 0,06 Prozent auf 35,64 Euro. In den USA konnte am ersten Weihnachtsfeiertag ein Terroranschlag auf eine US-Passagiermaschine verhindert werden. Das dürfte Luftfahrtaktien nach Ansicht des Börsianers belasten.
MAN legten nach Aussagen des Vorstandschefs des schwedischen Lkw-Herstellers Scania, Leif Östling, ebenfalls nur um unterdurchschnittliche 0,20 Prozent auf 54,59 Euro zu. Östling sieht kaum Möglichkeiten, bei einer Allianz mit dem Münchner Konkurrenten kurzfristig Milliarden einzusparen. "Bei einer Fusion von MAN und Scania ist es derzeit unrealistisch, Synergien von einer Milliarde Euro oder gar nur 500 Millionen Euro zu erreichen", sagte Östling der "Welt am Sonntag". Einem Händler zufolge klingen die Aussagen des Scania-Chefs sehr viel vorsichtiger als die Schätzungen einiger Analysten, die ein hohes Synergiepotenzial sähen. Aktien der Merck KGaA gaben nach einem Presseinterview als einer von zwei Dax-Verlierern gar um 0,23 Prozent auf 64,76 Euro nach. Demnach prüft der Pharma- und Chemiekonzern derzeit Akquisitionen für das Kerngeschäft.
Anteilsscheine von Stada gewannen im MDax dagegen 1,03 Prozent auf 24,63 Euro. Händler verwiesen auf die US-Gesundheitsreform, die der Senat am Heiligabend mit klarer Mehrheit verabschiedet hatte. Bislang hätten Stada-Aktien recht vernünftig auf jegliche Nachrichten reagiert. Dabei hob der Börsianer hervor, dass mit der Reform möglicherweise auch ausländische Unternehmen Generika in den USA verkaufen dürfen./ag/la

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