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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Fester - Jahreshochs in Dax und MDax

Dieser Inhalt wurde am 16. Oktober 2009 - 09:50 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Gestützt auf freundliche US-Vorgaben hat der Dax zum Wochenausklang am dritten Tag in Folge ein neues Jahreshoch erreicht. Der Leitindex gewann am Freitag in der ersten halben Stunde 0,90 Prozent ein auf 5.883,33 Punkte. Der neue höchste Stand seit September 2008 liegt nun bei 5.885 Zählern. Der MDax stieg um 0,97 Prozent auf 7.669,51 Zähler. Auch der Index mittelgrosser Werte kletterte damit auf das höchste Niveau seit September des Vorjahres. Der TecDax verbesserte sich um 0,44 Prozent auf 779,52 Punkte.
Die anhaltende Stärke der US-Börsen ? insbesondere, dass der Dow die Marke von 10.000 Punkten verteidigt habe ? gebe weiter den Ton an, sagte ein Händler. Dabei bleibt die US-Berichtssaison das Zünglein an der Waage, bevor auch in Deutschland die Quartalsberichterstattung an Fahrt aufnimmt. Nachdem Google und IBM bereits am späten Vorabend Zahlen vorgelegt hatten, stehen mit General Electric (GE) und der Bank of America weitere US-Unternehmen auf der Agenda. Aus Konjunktursicht geben US-Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan am Nachmittag neue Impulse.
An der Dax-Spitze gewannen Henkel nach einer weiteren positiven Studie 2,62 Prozent auf 32,54 Euro. Nomura hatte die Titel des Konsumgüterkonzerns von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel von 25,60 auf 39,00 Euro gesetzt. Der Markt unterschätze weiterhin das Kostensenkungspotenzial und die Geschwindigkeit des operativen Wandels sowie Änderungen in der Unternehmenskultur. Damit dürfte Henkel seine Profitabilitäts- und Umsatzziele erreichen. Bereits zur Wochenmitte hatte die Citigroup die Titel mit "Buy" gestartet.
Auch Infineon Technologies folgten entgegen der ersten Händlereinschätzung dem positiven Trend und legten um 1,94 Prozent auf 3,945 Euro zu. Trotz eines höheren Ausblicks und Gewinns von IBM hatten Anleger die Aktie nachbörslich in den USA nach unten geschickt und auch AMD gaben nach. "Der Markt stört sich derzeit an Kleinigkeiten und straft jede Enttäuschung gnadenlos ab ? bei IBM sorgte der gesunkene Wert der Service-Neuverträge für die verschnupfte Reaktion", kommentierte ein Händler. Die Deutsche Bank hob jedoch inzwischen ihr Kursziel für IBM an.
Aktien der Deutschen Post legten um 1,47 Prozent auf 13,120 Euro zu. Ein Börsianer verwies auf ein Interview, in dem der unter anderem für das Europageschäft verantwortliche Vorstand des US-Paketdienstes FedEx von einer Stabilisierung des Geschäfts und positiven Anzeichen für den Markt gesprochen hat. Im aktuell positiven Umfeld geben die Kommentare des Wettbewerbers auch Post-Aktien Impulse, sagte der Börsianer.
Im MDax zogen Aktien von IVG Immobilien um 5,51 Prozent an auf 8,04 Euro. Händler verwiesen auf den Verkauf von Immobilien im Wert von 470 Millionen Euro über die vergangenen Wochen mit einem lediglich geringen Abschlag zum Nettovermögenswert. Zudem berichte der "Platow Brief", dass der 20-prozentige Anteil von Sal. Oppenheim an IVG an die Allianz verkauft worden sein soll. Der Preis habe bei etwa neun Euro gelegen. Spekulationen um einen grossen Anteilswechsel zu einem Preis deutlich über dem aktuellen Aktienkurs wirkten positiv, so ein Händler.
Continental-Aktien liefen nach Pressemeldungen mit plus 0,35 Prozent auf 42,60 Euro der Marktentwicklung hinterher. Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zufolge verschiebt sich die Kapitalerhöhung des Autozulieferers ins nächste Jahr. Dem "Handelsblatt" zufolge sucht Grossaktionär Schaeffler intensiv nach Wegen, eine Verwässerung ihres Anteils zu verhindern. Gehe es nach den Vorstellungen Schaefflers, soll Conti wohl statt rund 1,5 Milliarden Euro weniger als eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt aufnehmen. Die Differenz würden die Franken durch Hybrid- und Fremdkapital decken wollen. "Wenn Schaeffler sich damit durchsetzt, wird es ziemlich teuer für Conti", sagte ein Börsianer. Die Unsicherheit dürften dem Markt nicht schmecken.
ag/tw

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