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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Fester dank freundlicher Vorgaben

FRANKFURT (awp international) - Freundliche Vorgaben aus Übersee haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag Gewinne beschert. Der Dax legte um 0,70 Prozent auf 7.228,83 Punkte zu, nachdem er am Vortag noch moderat verloren hatte. Der MDax gewann am Freitag 0,64 Prozent auf 10.555,88 Punkte, der TecDax kletterte um 0,20 Prozent auf 939,31 Punkte.
Für Rückenwind sorgte der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial , der seit dem Xetra-Schluss am Vorabend um 0,77 Prozent zulegte. Das neuerliche Erdbeben in Japan habe die Anleger an der Wall Street am Vortag zwar kurzzeitig verunsichert. Da der US-Leitindex aber bis zur Schlussglocke am Vortag sein Minus wieder deutlich verringern konnte und auch in Asien die wichtigsten Börsen Gewinne verzeichneten, stünde einem freundlichen Auftakt wenig im Wege, erklärte ein Händler. Das Programm ist zum Wochenausklang auf Unternehmens- und Konjunkturseite indes dünn.
DEUTSCHE BÖRSE IM DAX VORN - 'FOX BUSINESS' ZU NASDAQ
Die Titel der Deutschen Börse setzten sich mit plus 2,10 Prozent auf 54,04 Euro an die Spitze des Dax. Händler verwiesen auf einen Bericht des US-Senders "Fox Business", dem zufolge die Gremien der umworbenen NYSE Euronext am Sonntag das Übernahmeangebot des Rivalen Nasdaq OMX diskutieren wollen. Am Vortag hatte es zudem aus Finanzkreisen geheissen, dass die Deutsche Börse ihrerseits nicht über eine Nachbesserung ihrer Offerte für die NYSE Euronext nachdenke.
Die Titel der Commerzbank , die am Vortag kräftig verloren hatten, gewannen 1,09 Prozent auf 5,483 Euro. Die "Financial Times Deutschland" (FTD) schreibt, dass Spekulanten mit Hilfe von Leerverkäufen in Milliardenhöhe eine Wette auf einen Kursverfall der Titel aufgebaut hätten. Dabei beruft sich das Blatt auf Berechnungen des Londoner Finanzdatendienstleisters Dataexplorer. Derzeit seien rund 17 Prozent aller Commerzbank-Aktien leer verkauft - viermal mehr als noch Anfang Februar. "Deshalb haben wir vor zwei Tagen einen Short Squeeze gesehen", kommentierte ein Händler. Dabei müssen diejenigen Anleger, die zunächst auf fallende Kurse gesetzt haben, kaufen.
ROTH & RAU NACH ZAHLEN AM TECDAX-ENDE
Die bereits am Vortag heftig unter Druck geratenen Titel von Hochtief rutschten nach einem Bericht der Zeitung "The Australian" um weitere 0,21 Prozent auf 69,84 Euro ab. Das australische Blatt schreibt, dass die Hochtief-Tochter Leighton möglicherweise eine Kapitalerhöhung von 600 bis 800 Millionen australischen Dollar (rund 439 bis 585 Millionen Euro) vornehmen muss. Grund hierfür seien Abschreibungen bei Projekten in Australien und im Nahen Osten.
Im TecDax rutschten Roth & Rau nach Zahlen mit minus 4,83 Prozent auf 18,245 Euro an das Ende. Bei dem auf die Solarbranche spezialisierten Anlagenbauer steht 2010 wegen millionenschwerer Abschreibungen unter dem Strich ein Verlust von 25,81 Millionen Euro. Im laufenden Jahr strebt das Unternehmen eine EBIT-Marge von vier bis sieben Prozent an. Ein Marktteilnehmer sprach von einer grossen Spanne, die die Unsicherheiten unterstreiche. Zudem lägen die Markterwartungen eher am oberen Ende des Unternehmensausblicks.
NORMA STEIGEN ÜBER AUSGABEPREIS
Die Aktien des Börsenneulings Norma notierten zuletzt bei 21,190 Euro und lagen damit über dem Ausgabepreis von 21,00 Euro. Mit einem Gesamtvolumen von 386,4 Millionen Euro ist der Börsengang des hessischen Industrieausrüsters die grösste Neuemission seit der Platzierung von Titeln des Chemikalienhändlers Brenntag im März 2010./chs

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