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FRANKFURT (awp international) - Die Hoffnung auf Erfolge im Kampf gegen die Atomkatastrophe in Japan hat den Dax am Donnerstag angeschoben. Nach dem Kursrutsch der letzten Tage stieg der Leitindex nun im frühen Handel um 1,35 Prozent auf 6.601,96 Punkte. Für den MDax ging es um 1,09 Prozent auf 9.669,58 Punkte nach oben, der TecDax gewann 1,29 Prozent auf 865,88 Punkte.
Der Kampf gegen die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins wird nun aus der Luft geführt: Zwei Armee-Hubschrauber warfen für ein Kühlmanöver Tonnen von Wasser über dem Reaktor 3 ab, wie der Fernsehsender NHK zeigte. Zusätzlich gingen Wasserwerfer in Stellung. Zudem soll die Stromversorgung wiederhergestellt werden.
Von den Börsen in Übersee kamen zuletzt unterschiedliche Signale. Der Nikkei-225-Index sank am Morgen wieder um 1,44 Prozent. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial aber legte gegenüber dem Xetra-Daxschluss am Vortag um 0,24 Prozent zu. Weitere Bewegung könnten einige US-Konjunkturdaten liefern, die am Nachmittag veröffentlicht werden.
SIEMENS UND LUFTHANSA GEFRAGT
Konjunktursensible Aktien gehörten zu den grössten Gewinnern im Dax. Sie waren zuletzt angesichts der Atomkatastrophe stark unter Druck geraten. Nun stiegen etwa die Siemens-Titel - auch dank einer positiven Studie - an der Dax-Spitze um 2,23 Prozent auf 88,36 Euro. Ein Börsianer verwies auch auf die starke Positionierung im Bereich Alternativer Energien. Somit sollte der Elektrokonzern von dem positiven Schub für den Sektor wegen der Atomkrise in Japan nach dem Erdbeben profitieren.
Für die Papiere der Lufthansa ging es um 1,40 Prozent auf 13,755 Euro nach oben. Die Fluggesellschaft erwartet im laufenden und im kommenden Jahr trotz harter Zeiten einen höheren operativen Gewinn. Auch der Umsatz soll weiter zulegen. Dieser Ausblick sei zwar wie gewohnt wenig konkret, meinte ein Händler. Dass jedoch eine weitere Erholung in Sicht sei, stütze die Papiere, sagte ein anderer Börsianer.
HEIDELBERGCEMENT WILL WEITER WACHSEN - AKTIEN STEIGEN
Die Titel von HeidelbergCement stiegen um 1,06 Prozent auf 45,225 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Baustoffkonzern weitere Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis an.
Auch die Versorgertitel RWE und Eon blieben im Blick, sie gewannen beide mehr als 1 Prozent. Nach dem Beschluss der Bundesregierung, die sieben ältesten Meiler vorübergehend vom Netz zu nehmen, prüfen Atomkraftwerksbetreiber laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" rechtliche Schritte. So erwägt nach Informationen der Zeitung Eon eine Klage gegen die entsprechende Verfügung des Umweltministeriums. Branchenkreisen zufolge ziehen auch weitere Konzerne dies in Betracht, hiess es in dem Bericht.
SGL GROUP IM MDAX SEHR FEST
Im MDax zählten die Papiere der SGL Group zu den Favoriten, sie kletterten um 2,58 Prozent auf 33,025 Euro. Der Kohlenstoffspezialist erfüllte mit einem kräftigem Umsatz- und Gewinnplus seine Jahresziele 2010 und will im laufenden Jahr deutlich zulegen.
Die Eckdaten von Krones zum Geschäftsjahr 2010 fielen derweil einem Händler zufolge etwas besser als gedacht aus. So hätten die Umsätze und die Gewinnkennziffern des Getränkeabfüllanlagen-Herstellers ein wenig über den durchschnittlichen Markterwartungen gelegen. Die Anteile legten um 0,80 Prozent auf 44,795 Euro zu. Der Spezialchemiekonzern Lanxess schliesslich liess dank starker Kautschuk- und Kunststoffgeschäfte die Krise 2010 mit einem Rekordergebnis hinter sich. Insbesondere die hohe Nachfrage der Autoindustrie sorgte für einen Gewinnsprung. Händler beurteilten das Zahlenwerk aber unter dem Strich eher negativ. In der Folge sanken die Aktien um 1,25 Prozent auf 48,49 Euro./la/rum

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