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FRANKFURT (awp international) - Die Sorgen um die Schuldenkrise in Europa haben den Dax zum Wochenauftakt deutlich ins Minus gedrückt. Der deutsche Leitindex verlor 1,60 Prozent auf 7.150,88 Punkte, nachdem er in der vergangenen Woche insgesamt bereits ein Minus von 1,85 Prozent hinnehmen musste. Für Unruhe sorge etwa die Diskussion um eine mögliche Umschuldung Griechenlands, hiess es. Zudem zweifelt die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die künftige Kreditwürdigkeit Italiens an. S&P hatte den Ausblick für die langfristige Beurteilung am Wochenende von "stabil" auf "negativ" gesenkt. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es indes am Montag um 1,66 Prozent auf 10.598,88 Punkte nach unten, der TecDax sank um 1,09 Prozent auf 906,76 Punkte.
Jenseits der Schuldenkrise hatten zudem schwache US-Konjunkturdaten zuletzt neue Fragezeichen hinter das Wachstum der Wirtschaft in den USA gesetzt. Auch aus China kamen eher enttäuschende Stimmungsindikatoren, so war etwa der von Markit und HSBC herausgegebene Einkaufsmanagerindex für China im Mai auf den niedrigsten Stand seit Juli 2010 gesunken. Entsprechend negativ waren die Vorgaben aus Übersee. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Schluss vom Freitag 0,82 Prozent. In Asien sackten die Kurse am Morgen noch deutlicher ab. Der japanische Nikkei-225-Index etwa büsste mehr als anderthalb Prozent ein.
COMMERZBANK-TITEL AM DAX-ENDE - BLICK AUF KAPITALERHÖHUNG
Im Dax lagen alle Einzelwerte im Minus. Am Index-Ende rutschten die Papiere der Commerzbank mit minus 4,91 Prozent auf 3,756 Euro. Der zweite Teil der Mega-Kapitalerhöhung bei der staatlich gestützten Bank wird für Altaktionäre zum befürchtet schmerzhaften Einschnitt. Nach dem Kursrutsch der vergangenen Wochen gibt das teilverstaatlichte Institut die neuen Papiere zum Preis von 2,18 Euro je Stück auf den Markt, wie es am Sonntagabend mitgeteilt hatte. Damit liegt der Ausgabepreis rund 45 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag (3,95 Euro) - vor der Ankündigung der Kapitalerhöhung Anfang April hatte die Aktie noch mehr als fünf Euro gekostet.
Schwach zeigten sich auch die Aktien von ThyssenKrupp , sie verbilligten sich um 2,37 Prozent auf 31,895 Euro. Händler verwiesen auf einen Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) zum geplanten Verkauf der Werft Blohm + Voss an die arabische Schiffbaugruppe Abu Dhabi Mar. Das Blatt berichtet mit Verweis auf informierte Kreise, dass es Probleme mit der Finanzierung gibt, die das Geschäft noch scheitern lassen könnten. Zwischen Vertretern des Staatsfonds und Abu-Dhabi-Mar-Geschäftsführer Iskandar Safa herrschten unterschiedliche Auffassungen über die Einhaltung von Verträgen, hiess es.
THYSSEN IM MINUS - 'FAZ'-BERICHT ZU BLOHM + VOSS
Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vom Samstag zufolge will die Bundesregierung die Photonik in den kommenden zehn Jahren mit einer Milliarde Euro unterstützen. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wolle dies am heutigen Montag auf der Messe Laser World of Photonics bekanntgeben. Die Photonikbranche hatte der Zeitung zufolge eigentlich auf eine höhere Unterstützung von 1,5 Milliarden Euro oder durchschnittlich 150 Millionen Euro im Jahr gehofft. In Folge dessen ging es für die Aktien von Siemens um 1,77 Prozent auf 90,13 Euro nach unten, die Titel von Aixtron verloren 1,81 Prozent auf 26,780 Euro.
Im MDax gaben die Aktien von Gagfah um 1,75 Prozent auf 5,502 Euro nach. Die Papiere hatten in der vergangenen Woche bereits eine Talfahrt hingelegt und am Freitag knapp elf Prozent verloren. Laut Händlern bleiben die Titel wegen der ausgesetzten Quartalsdividende im Blick. Nachdem das Immobilienunternehmen am vergangenen Donnerstag bekanntgegeben hatte, dass die Aktionäre keine Dividende für das erste Quartal erhalten sollen, stehe Gagfah nun vor der Streichung aus dem "Dow Jones Germany Select Dividend 20 Index". Die Änderung wird nach Angaben eines Händlers am 25. Mai vor dem Handelsstart erfolgen.
SOLARWERTE NACH STUDIE UNTER DRUCK
Solarwerte gerieten derweil nach einer Studie der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) unter Druck. Demnach sind die Aussichten für Deutschlands Solarindustrie alles andere als sonnig. "Die deutschen Unternehmen werden auf ihrem Heimatmarkt von ausländischen Anbietern förmlich überrannt", prognostizierte der Energieexperte der HTW, Wolfgang Hummel, in der "WirtschaftsWoche". Die Solarzellenhersteller weiteten in diesem Jahr weltweit ihre Produktionskapazitäten enorm aus - zugleich stagniere jedoch die globale Nachfrage. Die Aktien von Solarworld rutschten angesichts dessen mit einem Abschlag von 5,45 Prozent auf 9,160 Euro an das Ende des TecDax. Q-Cells verloren 2,34 Prozent auf 2,006 Euro und Phoenix Solar sanken um 1,45 Prozent auf 15,300 Euro.
chs/ag

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