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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Verlusten in die neue Woche gestartet. Mangels richtungsweisender Impulse lag der deutsche Leitindex Dax im frühen Handel moderat mit 0,01 Prozent im Minus bei 7.075,12 Punkten. Etwas deutlicher waren die Abschläge bei den übrigen Indizes: Der Index mittelgrosser Werte MDax gab um 0,36 Prozent auf 10.264,26 Punkte nach und für den TecDax ging es um 0,49 Prozent nach unten auf 875,45 Punkte.
Die Vorgaben gaben keinen klaren Trend vor: Der Future auf den Leitindex Dow Jones gewann seit dem Xetra-Schluss am Freitag moderate 0,15 Prozent und in Tokio ging der Nikkei 225 ebenfalls nur ein wenig höher aus dem Handel. Zudem bleibt die Wall Street am Montag wegen eines Feiertages geschlossen, so dass von dieser Seite im Tagesverlauf keine weiteren Impulse folgen dürften. Die Agenda zum Wochenstart ist entsprechend spärlich bestückt, bevor die US-Berichtssaison im weiteren Wochenverlauf das Marktgeschehen verstärkt beeinflussen dürfte.
THYSSENKRUPP UND DAIMLER WEITERHIN VOM HIPPE-ABSCHIED BEWEGT
Schwach zeigten sich die Papiere von ThyssenKrupp , die nach dem am Freitag vermeldeten Weggang von Finanzvorstand Alan Hippe mit minus 0,85 Prozent auf 30,44 Euro an ihre Verluste zum Wochenausklang anknüpften. Analysten bewerteten den Abschied negativ: Nik Oliver von Merrill Lynch etwa stufte die Aktien daraufhin von "Buy" auf "Neutral" ab und reduzierte das Kursziel von 41,00 auf 34,00 Euro. Hippe habe dafür gesorgt, dass der Wert des Stahlkonzerns mittels Restrukturierungen und Veräusserungen gestiegen sei, doch nun sei die weitere Strategie vorerst nicht klar zu erkennen. Auch Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank sah den Weggang als grundsätzlich negativ für den Stahlkonzern an, wertete die jüngste Kursreaktion jedoch als übertrieben.
Mit den Nachwehen des Hippe-Abschieds standen auch Daimler-Aktien im Fokus, die 0,27 Prozent auf 55,80 Euro leichter notierten. Die Papiere hatten am Freitag von Spekulationen profitiert, dass Hippe vom Stahlkonzern ThyssenKrupp zum Stuttgarter Autobauer wechseln könnte. Wie nun bekannt wurde, wird Hippe allerdings zum Schweizer Pharmakonzern Roche gehen und dort künftig die Finanzen leiten.
INFINEON NACH STUDIE FESTER - EADS UND MTU VON BERICHT ZUM A400M BEWEGT
Positiv wirkte sich ein Analystenkommentar bei den Papieren von Infineon aus, die an der Spitze vom Dax 0,87 Prozent auf 7,404 Euro gewannen. Analyst Jerome Ramel von Exane BNP Paribas hatte das Kursziel für die Aktien des Halbleiterkonzerns von 8,00 auf 8,50 Euro angehoben und das Votum auf "Outperform" belassen. Laut seinen Informationen dürfte die Nachfrage der Autoindustrie nach Halbleitern weiter hoch bleiben. Er gehe daher davon aus, dass das zweite Quartal deutlich besser als üblich verlaufen dürfte und auch die Jahresprognose vor diesem Hintergrund zu konservativ sein könnte.
Im MDax litten die Aktien von EADS und MTU unter einem Bericht des "Handelsblatts". Demnach steht die Finanzierung für das militärische Transportflugzeug A400M vor einer entscheidenden Haushaltssitzung der Bundesregierung am kommenden Mittwoch auf der Kippe. EADS verloren 0,02 Prozent auf 20,685 Euro, Papiere des Triebwerkherstellers MTU rutschten um 0,86 Prozent auf 54,03 Euro ab.
ZAHLEN IM TECDAX IM FOKUS
Kräftige Kursverluste gab es insbesondere bei einigen Einzelwerten im TecDax . Dialog Semiconductor rutschten nach Umsatzzahlen um 3,72 Prozent auf 18,10 Euro ab. Der Schaltkreis-Hersteller verbuchte zwar im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz und übertraf seine eigene Prognose. Ein Händler sah die Zahlen aber lediglich im Rahmen der Erwartungen und als Auslöser für Gewinnmitnahmen. Für das vierte Quartal wurde zudem ein ausserordentlicher Aufwand von etwa drei Millionen US-Dollar für aktienbasierte Vergütungsprogramme angekündigt, was ein anderer Börsianer negativ hervorhob.
Die Papiere des Kleincomputerherstellers Kontron gaben um 3,93 Prozent auf 8,906 Euro nach, nachdem dieser am Freitag nach Börsenschluss vorläufige Zahlen präsentiert hatte. Trotz eines Rekordumsatzes im vierten Quartal rutschte Kontron im vergangenen Jahr operativ in die roten Zahlen. Ein Börsianer zeigte sich von der operativen Marge im vierten Quartal und dem Margenausblick enttäuscht./tih/ag

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