Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Markt baut Verluste etwas ab

Dieser Inhalt wurde am 27. November 2009 - 10:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt konnte am Freitag einen Grossteil seiner Eröffnungsverluste wieder abbauen. Der Dax fiel um 0,44 Prozent auf 5.589,28 Zähler. Nach dem Vortagesminus von 3,25 Prozent war der Leitindex in den ersten Handelsminuten bis auf 5.519,48 Zähler abgesackt. Der MDax gab 0,20 Prozent auf 7.047,37 Punkte ab und für den TecDax ging es um 0,80 Prozent auf 762,73 Zähler nach unten.
"Die Probleme in Dubai als systemrellevant zu bezeichnen halte ich für übertrieben", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Seiner Meinung nach handelt es sich im Fall von Dubai World und den Auswirkungen für das arabische Emirat um Liquiditätsprobleme und nicht primär um Bonitätsprobleme. Die Märkte seien am Vortag wegen der Zahlungsschwierigkeiten in Dubai aber auch wegen der fehlenden Vorgabe der feiertagsbedingt geschlossenen Wall Street abgerutscht, sagte IG Markets-Analyst Ben Potter.
Titel von Eon fielen mit einem Abschlag von 1,02 Prozent auf 26,17 Euro etwas stärker als der Gesamtmarkt. Die EU-Kommission geht laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) dem Verdacht wettbewerbswidrigen Verhaltens am Gasmarkt durch den Energiekonzern nach. Die Kartellbehörde werfe der Tochter Eon-Ruhrgas vor, Transportkapazitäten im Ferngasnetz verknappt zu haben, hiess es in dem Artikel unter Berufung auf Branchenkreisen. Weder Eon noch die EU-Kommission wollten dies gegenüber der Zeitung kommentieren. Einem Händler zufolge ist derzeit schwer abzuschätzen, in welcher Höhe Eon eventuell Konzessionszahlung leisten könnte, damit die Kommission kein formales Verfahren eröffnet. Seiner Meinung nach sind die neuen Untersuchungen nicht förderlich für die Stimmung gegenüber den Eon-Titeln.
K+S-Aktien notierten bei zuletzt bei 39,96 Euro. Die Aktien werden ex Bezugsrecht gehandelt. Der Düngemittel- und Salzhersteller gibt in seiner Kapitalerhöhung 26,4 Millionen neue Aktien zu einem Bezugspreis von je 26,00 Euro aus. Die Kapitalerhöhung entspricht demnach 16 Prozent des bisherigen Grundkapitals. Das Bezugsverhältnis liegt bei 6,25. Der Wert des Bezugsrechts errechnet sich Börsianern zufolge bei 2,17 Euro auf Basis des Schlusskurses.
Papiere von Infineon Technologies konnten sich derweil innerhalb der ersten Handelsstunde von den anfänglichen Verlusten erholen und gewann 0,49 Prozent auf 3,090 Euro hinzu. Damit machten sich die optimistischen Vorstandsaussagen doch bemerkbar. Vorstandschef Peter Bauer und Finanzvorstand Marco Schröter sagten dem "Handelsblatt", sie seien grundsätzlich an Übernahmen interessiert, hätten aber derzeit nichts Konkretes im Auge. Zudem kündigten die beiden Manager an, die kommenden drei bis vier Jahre dürften starke für die Chipindustrie sein. Ein Börsianer kommentierte das Interview mit den Worten, man könne nur hoffen, dass Infineon in diesen kommenden drei bis vier Jahren denn auch einen Nettogewinn erwirtschafte, in Kontrast zu den vergangenen Jahren. Neben Infineon schafften noch einige weitere Aktien den Sprung ins positive Terrain, darunter Werte wie BMW , Deutsche Bank und Volkswagen .
Die Anteilsscheine des Wolfsburger Autobauers stiegen um 0,38 Prozent auf 81,31 Euro. Merrill Lynch hat am Morgen die "Underweight"-Empfehlung für die Stammaktien von VW bestätigt und das Kursziel von 100 auf 85 Euro gesenkt. Damit lägen die Analysten aber weiter über dem aktuellen Kurs, betonte ein Börsianer, und der Grundton der Analyse lese sich nicht so negativ. Zudem habe das Papier am Vortag schon 6,23 Prozent verloren. Unterdessen investieren die Wolfsburger bis 2014 rund 2,3 Milliarden Euro in den Ausbau der Fabriken und neue Produkte in Brasilien. Das ist einem Börsianer zufolge Teil eines bereits vor einer Woche bekannt gegebenen Investitionsprogrammes und somit nicht neu./rum/la

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?