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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch deutlich ins Minus gerutscht. Mehrere Händler nannten als belastenden Faktor Berichte über eine Weigerung der Schweizer Nationalbank, irische Staatsanleihen als Sicherheit zu akzeptieren. Zudem warteten die Anleger auf eine Versteigerung von Staatsanleihen des angeschlagenen Euro-Mitglieds Portugal.
Rund eine Stunde nach Handelsbeginn stand der Leitindex Dax 1,24 Prozent tiefer bei 6.889,09 Punkten. Der MDax der mittelgrossen Werte büsste 0,87 Prozent auf 10.089,75 Punkte ein und der TecDax verlor 0,50 Prozent auf 857,93 Punkte.
Am Nachmittag könnte noch der Bericht des privaten US-Arbeitsmarkt-Dienstleisters ADP als Vorbote des am Freitag mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktberichts für den Dezember den Markt bewegen. Und auch der ISM-Index Dienste lasse im Verlauf eine Belebung der Nachrichtenlage erwarten, hiess es. Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage dünn.
Die Papiere von Beiersdorf legten an der Dax-Spitze um 0,97 Prozent auf 42,175 Euro zu. Händler verwiesen auf erneut kursierende Gerüchte, dass Procter & Gamble (P&G) bei dem Kosmetikkonzern einsteigen wolle und eventuell den Anteil der Familie Hertz kaufen könnte. Ein Sprecher von Maxingvest - die Finanzholding der Familie Hertz - sagte indes auf Anfrage von dpa-AFX: "Beiersdorf ist für die Familie Hertz ein langfristiges Investment". Ein Händler schenkte dieser "immer wieder aufkommenden Spekulation" ebenfalls wenig Glauben. Die Analysten von Nomura hätten in einer Studie zu den möglichen Übernahmekandidaten 2011 auch Beiersdorf genannt - womöglich sorge auch das für Fantasie, hiess es aus dem Markt.
Für die Infineon-Aktien ging es um 0,30 Prozent auf 7,041 Euro hoch. Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel von 5,00 auf 7,50 Euro angehoben, war aber bei ihrer Halteempfehlung für die Titel des Halbleiterkonzerns geblieben. Die Aktien des Salz- und Düngemittelherstellers K+S verloren dagegen trotz besser als erwartet ausgefallener Zahlen eines Konkurrenten 1,88 Prozent auf 55,880 Euro. Der US-Konzern Mosaic hatte am Vorabend nach der Schlussglocke an der Wall Street über die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal berichtet. Laut Händlern fielen sowohl der Umsatz als auch der Gewinn je Aktie (EPS) besser als vom Markt erwartet aus. Belastend für K+S dürfte gewirkt haben, dass Merrill Lynch die Titel von seiner "Europe 1 List" genommen hatte.
Die Papiere der 2010 sehr gut gelaufenen Autobauer konnten nicht von den am Vorabend vorgelegten Absatzzahlen aus den USA profitieren. Daimler gaben um 0,17 Prozent auf 51,900 Euro nach, womit sie aber noch zu den besseren Werten im Dax zählten. Für die Titel des Wolfsburger Herstellers Volkswagen (VW) ging es um 1,78 Prozent auf 126,75 Euro bergab. BMW mussten sogar Verluste von 2,60 Prozent auf 59,160 Euro hinnehmen und Porsche verbilligten sich um 1,20 Prozent auf 67,600 Euro. Dabei hatten die deutschen Hersteller ihre Verkäufe auf dem US-Markt im Dezember erneut teilweise zweistellig gesteigert.
Die Aktien von HeidelbergCement büssten 2,97 Prozent auf 45,835 Euro ein, was Händler auf einen Beschluss des US-Repräsentantenhauses zurückführten, einem Komitee die Ausgabenbeschränkung für Highway-Baumassnahmen zu ermöglichen. Commerzbank-Analyst Norbert Kretlow sah das als Belastungsfaktor für den Kurs. Immerhin sei die erwartete Erholung in den USA eine wichtige Triebkraft für HeidelbergCement. Der Baukonzern ist nach Einschätzung von Kretlow umsatzmässig im mittleren einstelligen Prozentbereich im US-Highway-Bau engagiert. Die Commerzbank bewertet die Aktie mit "Buy"./gl/chs

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