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FRANKFURT (awp international) - Dank guter Vorgaben ist der Dax am Mittwoch weiter nach oben geklettert. Gut eine Stunde nach dem Börsenstart stand der deutsche Leitindex 0,17 Prozent höher bei 7.369,21 Punkten und setzte damit den Höhenflug der vergangenen vier Handelstage fort. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer erstmals seit Mitte Februar wieder über der Marke von 7.300 Punkten geschlossen. Für den MDax der mittelgrossen Werte ging es am Mittwoch um 0,10 Prozent auf 10.636,63 Punkte hoch, der TecDax gewann 0,23 Prozent auf 922,32 Punkte.
In Deutschland standen unter anderem einige Quartalsberichte aus der zweiten Reihe im Fokus. Zudem sorgten wieder Zahlen ausländischer Konkurrenten für Kursbewegungen bei den Aktien einiger Unternehmen. Am Nachmittag könnten noch US-Daten Impulse geben. Erst nach dem europäischen Handelsschluss steht der Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) auf der Agenda.
VW UND DAIMLER PROFITIEREN VON STARKEN VOLVO-ZAHLEN
Eine Gewinnverdoppelung beim schwedischen Nutzfahrzeughersteller Volvo liess die Vorzugsaktien des Wolfsburger Fahrzeugherstellers Volkswagen (VW) um 1,41 Prozent auf 122,40 Euro steigen. VW ist Grossaktionär bei den Lastwagenherstellern MAN und Scania und baut auch selbst Nutzfahrzeuge. Zudem profitierten die Aktien der Wolfsburger, die am heutigen Mittwoch ebenfalls noch Zahlen vorlegen wollen, von einer positiven Studie von JPMorgan. Die Titel des Stuttgarter Herstellers Daimler rückten indes um 0,56 Prozent auf 52,250 Euro vor. Dagegen notierten die MAN-Titel nur 0.08 Prozent höher bei 92,54 Euro.
Die Aktien der Deutschen Börse gewannen trotz eines laut einem Börsianer belastenden Zeitungsberichts zum geplanten Zusammenschluss mit der NYSE Euronext moderate 0,40 Prozent auf 55,46 Euro. Der Chef des transatlantischen Börsenbetreibers, Duncan Niederauer, sagte dem "Wall Street Journal", dass es mehrere Wege gebe, das Übernahmeangebot der Deutschen Börse zu verbessern, und dass vor einem Aktionärstreffen im Juli die Konditionen für die NYSE-Anteilseigner versüsst werden könnten, um so die Lücke zur höheren Offerte des US-Wettbewerbers Nasdaq OMX sowie der IntercontinentalExchange (ICE) zu schliessen. Laut einem Händler stellt sich nun die Frage, ob die Deutsche Börse ihr Angebot aufbessern wird.
KRONES LEIDEN UNTER GEWINNMITNAHMEN NACH STARKEN ZAHLEN
Ungeachtet starker Quartalszahlen büssten die im MDax gelisteten Krones-Titel nach anfänglichen Gewinnen zuletzt 0,87 Prozent auf 52,460 Euro ein. Händler verwiesen auf Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien des Getränkeabfüllanlagen-Hersteller zuletzt auf den höchsten Stand seit August 2008 gestiegen waren. Krones war dank einer wachsenden Nachfrage gerade aus China und Südamerika mit einem unerwartet starken Auftrags- und Umsatzplus ins Jahr gestartet. Auch die Gewinne hatten deutlich zugelegt. Mit den Zahlen übertraf das Unternehmen durch die Bank die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Ein Händler lobte insbesondere das Ergebnis je Aktie (EPS).
Eine rege Nachfrage und Kostensynergien aus dem Schulterschluss mit IDS Scheer bescherten der Software AG zum Jahresauftakt einen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Zahlen fielen einer ersten Händlereinschätzung zufolge besser als erwartet aus. Die Umsätze, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie der Nettogewinn hätten die Erwartungen übertroffen, sagte ein Börsianer. Zudem habe das Unternehmen seine Ziele für das laufende Jahr bestätigt. Für die Aktien ging es um 4,64 Prozent auf 128,60 Euro hoch, womit sie den ersten Platz im TecDax besetzten.
UMSATZT- UND GEWINNSCHUB HILFT KONTRON
Der Minicomputer-Hersteller Kontron verzeichnete im ersten Quartal einen starken Umsatz- und Gewinnschub, was die Papiere um 1,66 Prozent auf 8,290 Euro steigen liess. Der Umsatz fiel nach Einschätzung eines Händlers deutlich besser als die Konsensschätzungen aus. Dagegen hätten das EBIT sowie das Nettoergebnis die Erwartungen leicht verfehlt. "Dass Kontron es nicht schafft, ein höheres Umsatzvolumen in bessere Margen umzumünzen, könnte einige Investoren enttäuschen", sagte der Börsianer. Auch das nach oben konkretisierte Umsatzziel für das Gesamtjahr sei keine Unterstützung, da der Markt bereits mit mehr als den nun angestrebten rund 550 Millionen Euro rechne.
Die Solarwerte gerieten indes nach einer Senkung der Umsatzprognose des Konkurrenten LDK Solar unter Druck. Der US-Konzern begründete den Schritt mit geringer als erwartet ausgefallenen Auslieferungen von Modulen, was die Titel am Vortag nachbörslich deutlich hatte sinken lassen. Ein Börsianer betonte, dass die Prognosesenkung bei LDK für das erste Quartal mit dem italienischen Markt zusammenhänge. Dennoch wirke sich die Nachricht negativ auf die Titel der deutschen Wettbewerber aus. Solarworld büssten 3,27 Prozent auf 10,200 Euro ein, für Q-Cells ging es um 1,24 Prozent auf 2,777 Euro bergab. Q-Cells hatte zudem bekanntgegeben, in den Privatkundenmarkt in Japan einzusteigen./gl/chs

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