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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Moderates Plus - Vorgaben stützen

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag dank positiver Vorgaben ein moderates Plus verbucht. Der Dax gewann im frühen Handel 0,27 Prozent auf 7.378,13 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg um 0,34 Prozent auf 10.803,33 Punkte, für den TecDax ging es um 0,14 Prozent auf 921,90 Punkte nach oben.
Für Rückenwind sorgten die grösstenteils freundlichen Vorgaben aus Übersee. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann seit dem Xetra-Schluss 0,40 Prozent, und auch aus Asien kam trotz eines gemischten Bildes zumindest keine Belastung. In New York hatte am Vortag zudem der Börsengang von LinkedIn, dem weltgrössten Online-Netzwerk für berufliche Kontakte, die Stimmung gehoben. Ansonsten ist die Agenda am Freitag abgesehen vom Kleinen Verfall an den Terminbörsen sehr übersichtlich.
DEUTSCHE POST NACH POSITIVER STUDIE IM PLUS
Zu den stärkeren Einzelwerten im Dax zählten die Papiere der Deutschen Post . Sie stiegen angesichts einer positiven Studie um 0,62 Prozent auf 13,755 Euro. JPMorgan hatte die Einstufung für die Aktien des Logistikkonzerns mit "Overweight" und einem Kursziel von 18,00 Euro gestartet. Die US-Bank setzte die Papiere zudem auf die "Analyst Focus List".
Mit 0,13 Prozent im Minus bei 93,72 Euro lagen indes die Siemens-Aktien nach einer Schiedsgerichtsentscheidung. Der Elektrokonzern muss seinem ehemaligen Partner Areva 648 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Hintergrund des Verfahrens ist der Verkauf des Siemens-Anteils an dem zusammen mit Areva betriebenen kerntechnischen Gemeinschaftsunternehmen Areva NP an die Franzosen. Im Zusammenhang mit dem Verkauf hatte Siemens einen positiven Ergebnisbeitrag von 1,52 Milliarden Euro vor Steuern erzielt. Nun müsse Siemens einen Grossteil der Summe zurückzahlen, kommentierte ein Börsianer.
LUFTHANSA NACH BERICHT ZU CHINA IM MINUS
Ein Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zu einer möglichen Zwangsabgabe für europäische Fluggesellschaften in China bescherte den Anteilsscheinen der Lufthansa ein unterdurchschnittliches Plus von 0,13 Prozent auf 15,640 Euro. Dem Blatt zufolge will das asiatische Land im Gegenzug zu Klimaschutzauflagen der EU nun europäische Fluggesellschaften mit Strafzahlungen belegen. Airlines wie die Lufthansa könnten somit doppelt getroffen werden, und zwar von einer europäischen und einer chinesischen Abgabe, sagte ein Börsianer.
Die Anteilsscheine von Gagfah rutschten nach Zahlen vom Vorabend am MDax-Ende um 8,70 Prozent auf 5,738 Euro ab. Das Immobilienunternehmen hatte für das erste Quartal sinkende Gewinne und Mieteinnahmen bekanntgegeben. Zudem will Gagfah für das abgelaufene Quartal keine Dividende ausschütten.
STADA WILL IN DER SCHWEIZ ZUKAUFEN
Der Pharmakonzern Stada möchte sich das Generika-Geschäft seines Schweizer Mitbewerbers Spirig einverleiben. Der Vorstand von Stada hatte am Donnerstagabend beschlossen, in konkrete Verhandlungen mit den Schweizern zu treten. Stada-Titel reagierten darauf mit einem Plus von 1,15 Prozent auf 29,570 Euro und platzierten sich damit im vorderen MDax-Drittel.
Prozentual stärkster Wert im Index mittelgrosser Werte waren Rhön-Klinikum mit plus 3,85 Prozent auf 17,265 Euro nach einer positiven Studie der Deutschen Bank. Analyst Holger Blum hatte die Papiere des Klinikbetreibers von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 16,80 auf 21,00 Euro angehoben. Das Chance/Risiko-Verhältnis sei wieder attraktiv, schrieb er in einer Studie.
Nach dem fulminanten Börsenstart von LinkedIn in New York am Vortag wurde zudem auf die Titel von Xing geschaut. Auf die LinkedIn-Papiere des weltgrössten Online-Netzwerks für berufliche Kontakte hatte es in den USA einen wahren Ansturm gegeben. Sie hatten am Ende des ersten Handelstages bei bei 94,25 US-Dollar geschlossen, nachdem der Ausgabepreis bei 45 Dollar gelegen hatte. Die in keinem wichtigen Index gelisteten Xing-Aktien gaben einen Teil der Gewinne vom Vortag wieder ab und lagen mit 1,07 Prozent im Minus bei 54,40 Euro./chs/ck

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