Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Angesichts eines überraschenden Handelsbilanzdefizits von China ist der Dax am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gerutscht. Die Daten aus dem Reich der Mitte seien ein weiterer Nackenschlag für die Zuversicht der Anleger, sagte ein Marktstratege. In der ersten halben Stunde des Handels verlor der Leitindex 1,00 Prozent auf 7.060,34 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte sank um 1,11 Prozent auf 10.176,30 Punkte, und der TecDax büsste 1,08 Prozent ein auf 885,21 Punkte.
Für China ist es das erste Defizit seit März vergangenen Jahres und zudem das deutlichste seit Februar 2004. Gemeinsam mit der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit und belastenden Reaktionen im Ölpreis würden die Investoren immer tiefer ins Bärenlager getrieben, so der Stratege. Entsprechend schwach sind auch die Vorgaben: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,70 Prozent, auch in Asien dominierten Kursverluste. Neben dem Monatsbericht der EZB und der US-Handelsbilanz richten sich die Augen der Anleger vor allem auf zahlreiche Quartalsberichte.
K+S, LINDE, DEUTSCHE POST UND MUNICH RE IM DAX MIT ZAHLEN
Alleine im Dax legten mit K+S , Linde , der Deutschen Post und Munich Re vier Unternehmen ihre Zahlen vor. Dabei konnten sich die Papiere von K+S dem negativen Trend mit plus 0,63 Prozent auf 55,600 Euro besonders deutlich entziehen. Der Düngemittel- und Salzproduzent hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr etwas erhöht und auch die Ergebnisse des Vorjahres wurden von Marktteilnehmern positiv aufgenommen. Commerzbank-Analyst Lutz Grüten kündigte eine Überprüfung seiner "Hold"-Einstufung an.
Die Linde-Aktien verbesserten sich noch um 0,09 Prozent auf 112,75 Euro. Der Industriegase-Spezialist hatte das Jahr 2010 mit einem neuen Spitzenwert beim Gewinn und Umsatz abgeschlossen und nach dem vorherigen Stillstand für 2010 wieder eine Dividendenerhöhung angekündigt. Auch Post-Anteile hielten sich mit minus 0,58 Prozent auf 12,860 Euro nach besser als der Markt. Die Logistik-Titel profitierten vor allem von der unerwartet hohen Dividende. Die Bilanz für 2010 selbst wurde trotz eines Rekordgewinns als "gemischt" bewertet.
Deutlich nach unten ging es mit minus 2,62 Prozent dagegen für die Papiere der Munich Re , die bei 115,30 Euro gehandelt wurden. Der weltgrösste Rückversicherer sieht sein Gewinnziel wegen der bereits aufgelaufenen Kosten für Naturkatastrophen in Gefahr.
GEA UND TOGNUM IM MDAX IM FOKUS
Auch im MDax standen Unternehmen mit Geschäftsergebnissen im Fokus. Dabei ging es für die zuletzt vom Übernahmeinteresse von Daimler und Rolls-Royce bereits deutlich nach oben getriebenen Tognum-Aktien um weitere 1,27 Prozent gen Norden auf 25,215 Euro. Der heiss umworbene Dieselmotoren- und Energieanlagenspezialist ist nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 operativ wieder in Fahrt. Börsianer lobten die Zahlen.
Der Maschinenbau-Konzern Gea hat sich für das laufende Jahr mindestens fünf Prozent organisches Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz vorgenommen. Zunächst lag der Fokus der Anleger aber wohl auf dem Gewinn des Vorjahres. Unter dem Strich fiel der Rückgang stärker aus als von den von dpa-AFX befragten Analysten erwartet worden war. Entsprechend rutschten die Aktien um 2,63 Prozent auf 22,000 Euro ab. Analyst Tobias Loskamp von Kepler Equities sah den Ausblick für 2011 unter den Schätzungen.
Manz gehörten im TecDax mit minus 1,54 Prozent auf 44,75 Euro zu den schwächsten Werten. Der auf die LCD- und Solarindustrie spezialisierte Maschinenbauer hat es dank einer wieder erstarkten Nachfrage 2010 operativ wieder in die Gewinnzone geschafft. Allerdings gerade so, monierte ein Analyst, der mit einem deutlich höheren Ergebnis gerechnet hatte. Am 21. März müssen die Papiere zudem ihren Platz im Technologie-Auswahlindex räumen./ag/chs

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???