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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Uneinheitlich - Bilanzenflut im Fokus

Dieser Inhalt wurde am 12. November 2009 - 10:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit einer Flut von Unternehmensdaten im Fokus uneinheitlich gestartet. Der letzte grosse Tag der Berichtssaison mit 16 Berichtsunternehmen aus dem 110 Werte umfassenden HDAX binde die Aufmerksamkeit der Börsianer, sagte ein Händler. Während sich der Dax am Morgen mit minus 0,01 Prozent auf 5.667,79 Punkte nahezu unverändert zeigte, legte der MDax um 0,42 Prozent auf 7.313,37 Zähler zu. Der TecDax stieg um 0,27 Prozent auf 762,54 Punkte.
Händlern zufolge wird die Luft für die Standardwerte nach oben dünner, nachdem der Leitindex Dax seit Monatsbeginn bis zu 7,45 Prozent gewonnen hatte. So trübe die insgesamt eher negative Vorgabe der Börsen aus Übersee zusammen mit einigen enttäuschenden Bilanz die Stimmung am Markt etwas ein, sagten Händler. "Die Wall Street hat zwar im Plus, aber unter Tageshoch geschlossen. Das sorgt für einen gemischten Start", so Analyst Ben Potter von IG Markets. Der Future auf den Dow Jones verlor seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,06 Prozent. Erneut halten die zahlreichen Bilanzvorlagen die Anleger aber in Atem, bevor am Nachmittag die wöchentlichen Erstanträge aus den USA und Zahlen von Wal-Mart Stores für Bewegung sorgen könnten.
Salzgitter verloren nach Zahlen zum dritten Quartal 0,73 Prozent auf 62,84 Euro. Der Stahlkonzern stoppte zwar den Abwärtstrend und reduzierte seine Verluste im Vergleich zu den Vorquartalen - dennoch fiel das Minus höher aus als von Experten erwartet. Die Aktien von RWE reagierten ebenfalls mit Kursverlusten auf die vorgelegten Zahlen. Der zweitgrösste deutsche Energiekonzern blieb ebenfalls etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Aktien büssten 0,33 Prozent auf 61,20 Euro ein.
Die Zahlen von K+S führten unterdessen nicht zu der von Börsianern erwarteten negativen Kursreaktion - zuletzt stiegen die Anteile des Düngemittelherstellers mit plus 1,59 Prozent auf 38,45 Euro an die Indexspitze. Einer ersten Händlereinschätzung zufolge fiel die Bilanz wie erwartet aus. Es gebe aber viele Unsicherheiten für 2010.
Der im MDax notierte Bau- und Dienstleistungskonzern Hochtief bekam unterdessen auch im dritten Quartal dank guter Geschäfte seiner australischen Tochter Leighton die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise kaum zu spüren - der Ausblick wurde angehoben. Börsianer lobten den deutlich höher als erwarteten Auftragseingang und besser als erwartete Gewinnziffern. Die Aktien rutschten aber mit 0,61 Prozent ins Minus auf 56,82 Euro.
Lanxess wartete laut Händlern mit guten Zahlen und einem schwachen Quartalsausblick auf. Die Aktien legten um 0,92 Prozent auf 24,03 Euro zu. Einem Händler zufolge fielen das Nachsteuerergebnis und der Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) besser als erwartet aus.
Am MDax-Ende sammelten sich unterdessen die Aktien anderer Berichtsunternehmen. Sky Deutschland brachen nach enttäuschenden Zahlen um 6,13 Prozent auf 2,91 Euro ein. Der krisengeschüttelte Bezahlsender ist im dritten Quartal noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als von Experten befürchtet. Der Hafenbetreiber HHLA musste im dritten Quartal wegen der Flaute des Welthandels kräftige Einbrüche hinnehmen. Die Titel reagierten mit einem Abschlag von 3,78 Prozent auf 25,74 Euro. Der Pharmagrosshändler Celesio rutschte wegen Wertberichtigungen in seinem Apothekengeschäft im dritten Quartal ebenfalls wie erwartet in die roten Zahlen. Die Papiere verbilligten sich um 1,95 Prozent auf 18,10 Euro.
Im TecDax stehen Solarwerte mit den Zahlen von Q-Cells, Phoenix Solar und Conergy im Fokus. Phoenix Solar gehen die Solarmodule aus und das Unternehmen hat die Umsatzprognose gekippt, Q-Cells fuhr auch im dritten Quartal hohen Verlust ein und Conergy kämpfte mit einem Umsatzrückgang im dritten Quartal, konnte aber den Verlust deutlich reduzieren. Phoenix Solar rutschten in Reaktion auf den gekippten Ausblick am TecDax-Ende um 6,02 Prozent auf 34,68 Euro ab, Q-Cells büssten 3,87 Prozent auf 10,93 Euro ein. Die Papiere von Conergy fielen um 5,06 Prozent auf 0,750 Euro./fat/ck

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