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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag im frühen Geschäft für keine klare Richtung entscheiden können. Börsianer warten auf neue Impulse auch durch eine Reihe von Konjunkturdaten aus dem In- und Ausland. Der Dax stieg am Morgen bis auf 6.279,15 Punkte, fiel aber zuletzt um 0,35 Prozent auf 6.239,59 Punkte ab. Der Leitindex war am Vortag gut in die Woche gestartet, knüpfte an seine jüngsten Gewinne an und kletterte auf ein neues Monatshoch. Der MDax mittelgrosser Werte gab zuletzt ebenfalls 0,23 Prozent auf 8.719,55 Punkte ab. Der TecDax rückte indes um 0,18 Prozent vor auf 776,42 Punkte.
Positive Nachrichten vom Wochenende wie das gute Wachstum in China und die Einigung auf Basel III stützten den Markt weiter, sagte ein Börsianer. Andererseits stünden wichtige Konjunkturdaten aus den USA und auch Deutschland an, so dass nach den zuletzt starken Kursgewinnen einige Anleger abwarteten und Gewinne mitnehmen. Von den Weltbörsen kämen unterdessen keine klaren und starken Impulse. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,10 Prozent seit dem Vortagesschluss auf Xetra. In Japan gab der Leitindex Nikkei 225 belastet vom erneut starken Yen leicht nach.
VERSORGER UND KONSUMGÜTERHERSTELLER UNTER DRUCK
Versorgerwerte zählten nach negativen Analystenkommentaren zu den grössten Verlierern im Dax. Eon-Aktien rutschten mit minus 3,01 Prozent auf 22,705 Euro ans Indexende, nachdem die Societe Generale (SocGen) die Lage der deutschen Elektrizitätsversorger in einer Branchenstudie wegen der CO2-Regelungen, neuen Steuern und dem Druck seitens der Anbieter erneuerbarer Energien negativ besprach und die Branche mit "Underweight" einstufte. Das Kursziel für Eon senkten die Experten von 28 auf 27 Euro. Ein Händler verwies zudem noch auf eine Abstufung durch die Unicredit auf "Hold" von "Buy". RWE-Aktien , die von der SocGen von "Buy" auf "Sell" abgestuft wurden, verloren zuletzt 2,13 Prozent auf 52,39 Euro.
Die Aktien der Konsumgüterhersteller Henkel und Beiersdorf büssten 2,08 Prozent und 0,72 Prozent ein. Händler begründeten die schwächere Tendenz mit enttäuschten Markterwartungen durch den Wettbewerber H.B.Fuller . Das Unternehmen blieb mit den Ergebnissen des dritten Geschäftsquartals unter den Prognosen von Analysten zurück und senkte obendrein das eigene Ziel für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr. Für die Aktien ging es im nachbörslichen US-Handel um mehr als 5 Prozent nach unten.
POST UND TELEKOM TROTZEN NEGATIVEN NACHRICHTEN
Auch die Ex-Monopolisten standen im Fokus und hielten sich besser als der Markt: Deutschen Post sackten nach anfänglichen Gewinnen trotz mahnender Worte von Post-Chef Frank Appel in der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" mit zuletzt 0,04 Prozent ins Minus auf 13,535 Euro. Die Rahmenbedingungen für die Post haben sich Appel zufolge "in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert". Börsianer stuften die Aussagen zwar "leicht negativ" ein, sahen aber keine grösseren Auswirkungen auf den Kurs.
Eigentlich schlechte Nachrichten gab es laut Händlern auch für die Telekom : Das superschnelle Internet der neuen Generation soll der "Financial Times Deutschland" zufolge nach dem Willen der EU-Kommission allen interessierten Anbietern offenstehen ? und nicht nur den grossen Telekomkonzernen. T-Aktien konnten ihre anfänglichen Gewinne auch dank einer Hochstufung des europäischen Telekomsektors durch Morgan Stanley nicht halten und rutschten mit zuletzt 0,05 Prozent ins Minus auf 10,495 Euro.
HEIDELBERGER DRUCK UND SKY EX BEZUGSRECHT
Nach der Festlegung der Konditionen für die Kapitalerhöhungen werden die Aktien von Heidelberger Druckmaschinen und von Sky Deutschland ex Bezugsrecht gehandelt. Das Bezugsrecht für Heideldruck wurde am Morgen in Berlin bei 2,80 Euro gehandelt. Die Aktie notierte bei 4,149 Euro und liegt nur optisch stark im Minus. Analysten reduzierten ihre Kursziele für die Aktien und passten sie an den Abschlag der Bezugsrechte an. JPMorgan hat ein neues Kursziel von 4,25 Euro, Merrill Lynch setzt das Ziel auf 4,00 Euro.
Die Bezugsrechte für die Aktien des Bezahlfernsehsenders Sky seien theoretisch wertlos, da die Papiere mit einem Kurs von zuletzt 1,001 Euro unter dem Bezugspreis notierten, sagte ein Börsianer. Hier werde aber ein Optionswert angesetzt und die Bezugsrechte wurden zuletzt bei 0,015 Euro in Stuttgart gehandelt./fat/tih

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