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AKTIEN FRANKFURT/Eröffnung: Verluste - BASF-Titel gefragt

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 10:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Gewinnmitnahmen haben am Montagmorgen die Richtung am deutschen Aktienmarkt bestimmt. Nach einem kräftigen Wochenplus von etwas mehr als zwei Prozent sank der Leitindex Dax im frühen Handel um 0,97 Prozent auf 5.761,10 Punkte. Der MDax mittelgrosser Werte verlor 0,93 Prozent auf 7.349,19 Punkte. Der TecDax gab um 0,81 Prozent auf 802,69 Zähler nach. Die Vorgaben der Börsen in Übersee fielen gemischt aus: Der US-Leitindex Dow Jones war zwar mit Gewinnen in das Wochenende gegangen, doch gab der Dow-Future bis zum Morgen nach. In Japan ging der Nikkei-225-Index dagegen auf einem Sechs-Wochen-Hoch aus dem Handel.
Händler rechnen insgesamt mit einem ruhigen Handelstag, da erst im weiteren Wochenverlauf neue Konjunkturdaten anstehen. "Die überraschend starken US-Arbeitsmarktdaten beendeten eine wirklich nervenaufreibende Woche. Nun ist es ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm", sagte Marktanalyst James Hughes von CMC Markets. Allerdings fehlen laut Marktanalyst Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandels GmbH "die ganz grossen Highlights". Es ragen vor allem die US-Einzelhandelsumsätze und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan heraus, die allerdings erst am Freitag zur Veröffentlichung anstehen.
Unter den deutschen Einzelwerten ragten die BASF-Aktien wegen eines Interviews der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) mit Vorstandschef Jürgen Hambrecht positiv hervor. Mit plus 0,26 Prozent auf 42,00 Euro zählten sie zu den Favoriten im Dax. "Wir werden im Ergebnis vor Sondereinflüssen voraussichtlich das Niveau des dritten Quartals 2009 erreichen", sagte Hambrecht der "FAS" und rechnet folglich mit einem besseren Ergebnis als bisher. Bislang hatte der grösste Chemiekonzern der Welt einen Rückgang erwartet. Für 2010 erwartet Hambrecht aber erneut ein schwieriges Jahr.
Die Aktien von Bayer gaben dagegen um 1,69 Prozent auf 52,82 Euro nach. Der Chemie- und Pharmakonzern will in diesem Jahr keine weiteren Informationen zur Zulassung seines Hoffnungsträgers Rivaroxaban bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen. Die Behörde hatte Ende Mai zusätzliche Daten zur Bewertung des Nutzen-Risiko-Profils eingefordert, die Bayer bislang zusammen mit seinem US-Kooperationspartner Johnson & Johnson frühestens für das vierte Quartal dieses Jahres angekündigt hatte. Über den aktuellen Stand der Zulassung will Bayer nun zur Bilanzpressekonferenz Ende Februar informieren.
Nach einer Abstufung sanken die Anteilsscheine von Siemens um 2,00 Prozent auf 62,23 Euro. Die US-Bank Morgan Stanley hatte das Papier des Industrieunternehmens auf "Equal-weight" abgestuft und das Kursziel von 80 auf 70 Euro gesenkt. Während die Märkte für industrielle Automation und Medizintechnik sich 2010 erholen sollten, dürften die Randbereiche des Konzerns die Gewinnentwicklung weiterhin belasten, schrieb Analyst Scott Babka. Zudem erschienen die Restrukturierungsbemühungen nicht mehr so deutlich wie bei den Wettbewerbern. Unterdessen hielt die Citigroup an der Kaufempfehlung fest. Auf einem Analystentreffen sei der konservative Charakter der Ziele des Managements unterstrichen worden.
Im TecDax waren die Titel von SMA Solar nach einer positiven Studie Favorit mit plus 3,55 Prozent auf 95,89 Euro. Die Citigroup hob das Kursziel für die Aktie von 82,00 auf 110,00 Euro an und bestätigte ihre Einstufung auf "Buy". Der Grund für das neue Kursziel und seine angehobenen Ergebnisschätzungen sei der sich verbessernde Nachfrageausblick, schrieb Analyst Vidya Anant.
Die Ausübung von Aktienoptionen durch Vorstandschef Peter Tan Boon belastete die Anteilsscheine von Dialog Semiconductor kräftig. Sie sanken an das TecDax-Ende und verloren dort 3,05 Prozent auf 6,99 Euro. Händler verwiesen darauf, dass Vorstandschef Peter Tan Boon laut diverser Pflichtmitteilungen am Freitag insgesamt rund 119.000 Aktien über die Ausübung von Aktienoptionen verkauft hat. Nachdem die Aktie in der vergangenen Zeit sehr gut gelaufen sei, sähen einige Investoren diesen Schritt von Boon wohl als Signal, ihre Aktien ebenfalls zu verkaufen, sagte ein Händler. Im SDax gaben die Aktien von Air Berlin nach Verkehrszahlen für November um 0,52 Prozent auf 3,81 Euro nach./ck/ag

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