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FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist am Mittwoch den dritten Handelstag in Folge mit Verlusten gestartet. Im frühen Geschäft sank der deutsche Leitindex um 0,26 Prozent auf 7.299,03 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte gab um 0,89 Prozent auf 10.212,36 Punkte nach und der TecDax büsste 0,57 Prozent auf 894,30 Punkte ein. Die Spannungen in Nordafrika und dem Nahen Osten drückten weiter auf die Stimmung und trieben eine Korrektur voran, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets. Zusammen mit den steigenden Ölpreisen, die Konjunktursorgen bringen dürften, habe das zu einem deutlichen Verkaufsdruck an der Wall Street gesorgt.
Entsprechend schlecht fiel die Vorgabe aus: Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones verlor 0,44 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Unterdessen band die in Gang kommende Berichtssaison die Aufmerksamkeit: Mit der Commerzbank, Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) legten allein aus dem Dax drei Unternehmen Zahlen vor. Am Nachmittag könnten zudem einige US-Daten etwa vom Immobilien- und Ölmarkt neue Impulse geben.
MILLIARDENGEWINN HILFT COMMERZBANK AN DIE DAX-SPITZE
Die Aktien der Commerzbank legten an der Dax-Spitze um 2,11 Prozent auf 6,350 Euro zu. Das teilverstaatlichte Institut hat 2010 wie erwartet einen Milliardengewinn erwirtschaftet und die Erwartungen der Analysten sogar ein wenig übertroffen. Im laufenden Jahr will die Commerzbank einen Teil der Staatsgelder zurückzahlen und den operativen Gewinn deutlich steigern. Dazu sollen die Kosten sowie die Risikovorsorge weiter sinken. Einer Händlereinschätzung zufolge fielen die Zahlen "auf allen Ebenen besser als erwartet" aus. Zudem sei die Bank gut in das neue Jahr gestartet. Von einem anderen Händler hiess es, die jüngst relativ gute Entwicklung der Aktien setze sich im Kielwasser der Bilanzvorlage fort.
Die Zahlen des Medizinkonzerns Fresenius fielen laut Händlereinschätzungen "wie erwartet" aus, was die Aktien um 0,59 Prozent auf 63,370 Euro vorrücken liess. Der Konzern konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn steigern und rechnet 2011 ebenfalls mit Wachstum. Insgesamt liege das Zahlenwerk aber im Rahmen dessen, was der Markt für das Unternehmen vorhergesagt hatte. Ein Börsianer fügte hinzu, dass Fresenius ein sehr transparentes Unternehmen sei, das eine "offene" Unternehmenspolitik verfolge. Die Zahlen der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) seien indes "zum Teil besser als erwartet" ausgefallen. Vor allem die Gewinne sähen "sehr stark" aus, kommentierte ein Börsianer. Die Umsätze seinen hingegen leicht hinter den Schätzungen zurückgeblieben. Die Papiere gewannen 1,95 Prozent auf 48,400 Euro.
MTU ENTTÄUSCHT - FREENET UND CENTROTHERM POSITIV
Beim Triebwerksbauer MTU sorgten schwächer als erwartete Zahlen für Kursverluste von 4,64 Prozent auf 48,015 Euro. Damit landeten die Aktien im MDax auf dem zweitletzte platz. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) sowie der Überschuss stiegen im vergangenen Jahr zwar, aber nicht so stark wie von Analysten erwartet. Gleiches galt für den Umsatz. Händler zeigten sich von Zahlen und Ausblick des Unternehmens enttäuscht.
Besser als erwartete Zahlen liessen hingegen die Aktien von Freenet im TecDax um 1,13 Prozent auf 8,860 Euro steigen. Sowohl der Umsatz des Mobilfunkbetreibers als auch der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) und Sonderposten gingen im vergangenen Jahr wegen des anhaltenden Kundenschwunds zurück. Experten hatten allerdings bei beiden Werten mit stärkeren Rückgängen gerechnet, und ein Börsianer zeigte sich von der Ergebnisqualität positiv überrascht. Für 2010 sowie 2011 schlägt Freenet als Dividende 80 Cent je Aktie vor. Hier hatten sich Analysten indes mehr erhofft.
Der auf die Solarindustrie spezialisierte Anlagenbauer Centrotherm konnte dank einer starken Nachfrage aus Asien im vergangenen Jahr bei Umsatz und operativem Gewinn deutlich zulegen. Die vorläufigen Zahlen überraschten positiv, so dass die Titel ein Plus von 0,36 Prozent auf 33,800 Euro schafften. Dagegen musste Conergy im vergangenen Jahr erneut Verluste hinnehmen. Grund waren nach Angaben des Solarunternehmens unter anderem ausserplanmässige Abschreibungen bei Tochterfirmen im Zuge der finanziellen Sanierung sowie negative Steuereffekte. Zudem hätten hohe Kosten für Berater belastet. Im operativen Geschäft profitierten die Hamburger indes vom Solarboom. Die Aktien verloren 0,49 Prozent auf 0,406 Euro./gl/rum

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