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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt ist am Mittwoch mit weiteren Verlusten in den Handel gestartet. Der Dax rutschte gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,15 Prozent auf 7.140,44 Punkte ab, nachdem er am Vortag seine zweitägige Aufwärtsbewegung abgebrochen und letztlich im Minus geschlossen hatte. Der MDax der mittelgrossen Werte lag mit 1,81 Prozent im Minus bei 10.118,03 Punkten und der TecDax büsste gar 1,72 Prozent auf 884,68 Punkte ein.
Laut Händlern belasteten vor allem die erneut anziehenden Ölpreise, die auch für sehr schwache Vorgaben aus den USA und Asien gesorgt hätten. Am Markt kursierende Gerüchte über eine weitere Straffung der Geldpolitik in China liessen die Indizes dann noch weiter abrutschen. Diskutiert wurde eine weitere Anhebung der Mindestreserven. Am Nachmittag kommen noch US-Daten wie der ADP-Arbeitsmarktbericht und der wöchentliche Ölbericht. Im Fokus der Anleger dürfte aber vor allem die politische Lage in Nordafrika und im Nahen Osten und die damit zusammenhängende aktuelle Entwicklung der Rohstoffpreise bleiben, hiess es am Markt.
ADIDAS LEGEN NACH ZAHLEN ZU ? DIVIDENDE ÜBER DEN ERWARTUNGEN
Zahlen gab es am Mittwochmorgen bereits von Adidas . Der Sportartikelhersteller hat im WM-Jahr 2010 wie erwartet einen Umsatzrekord eingefahren und sein Ergebnis mehr als verdoppelt, worauf die Papiere an der Dax-Spitze mit 1,09 Prozent auf 47,015 Euro im Plus lagen. Börsianer hoben die deutlich über den Erwartungen liegende Dividende und den Umsatz positiv hervor.
Am Ende vom Dax versammelten sich indes vor allem die Aktien der Autobauer, obwohl die deutschen Hersteller ihre Verkäufe im Februar auf dem US-Markt erneut teilweise zweistellig gesteigert haben. Angesichts des schwachen Marktumfelds sahen Börsianer die Absätze in den USA aber ohnehin nicht als Impulsgeber. Daimler büssten am Dax-Ende 3,24 Prozent auf 49,365 Euro ein, BMW-Titel rutschten um 2,77 Prozent auf 58,02 Euro ab und Volkswagen (VW) verloren 2,48 Prozent auf 117,95 Euro ein.
MERCK MIT CLADRIBIN IM FOKUS ? SPRINGER RUTSCHEN NACH ZAHLEN AB
Merck KGaA konnten anfängliche Verluste wieder ausgleichen. Sie lagen zuletzt gar mit 0,20 Prozent im Plus bei 65,13 Euro, obwohl die US-Gesundheitsbehörde FDA mitgeteilt hatte, dass über den Zulassungsantrag für das Multiple-Sklerose-Medikament Cladribin in seiner jetzigen Form nicht positiv entschieden werden kann. Von der Behörde wurden weitere Angaben über die Risiken und den Nutzen angefordert. Laut Martin Possienke von Equinet war der Rückschlag für Cladribin in den USA aber erwartet worden.
Weiter nach oben ging es im MDax bei den 3,08 Prozent festeren Papieren der SGL Group . Grossaktionär Skion sieht sich nach dem am Vortag bekannt gewordenen Einstieg von VW in Alarmstimmung versetzt. Ein Sprecher des Investmentvehikels der BMW-Grossaktionären Susanne Klatten stellte daraufhin eine Aufstockung der Anteile auf eine Sperrminorität in Aussicht. Händler sahen darin den Beginn einer möglichen Übernahmeschlacht. Papiere der Verlagsgruppe Axel Springer rutschten indes nach gemischt ausgelegten Zahlen am Indexende um 5,83 Prozent auf 113,00 Euro ab. Insbesondere der bereinigte Nettogewinn sei etwas höher erwartet worden, hiess es./tih/ag

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