Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Schwache Vorgaben der Wall Street haben den Dax am Dienstag belastet. Der deutsche Leitindex gab im frühen Handel um 0,47 Prozent nach auf 7.492,61 Punkte, nachdem er am Montag noch auf dem höchsten Stand seit Mitte Januar 2008 geschlossen hatte. Für den MDax mittelgrosser Werte ging es am Dienstag um 0,61 Prozent auf 10.733,90 Punkte nach unten, und der TecDax sank um 0,80 Prozent auf 925,13 Punkte.
Die positive Reaktion auf die Nachricht vom Tod des Terroristenführers Osama bin Laden sei am Vorabend in New York verpufft und schliesslich als "Non Event" eingestuft worden, sagte Stratege Ben Potter von IG Markets. Vor allem drücke aber die negative Vorgabe auf die Stimmung: Der Future auf den Dow Jones verlor 0,48 Prozent seit dem Xetra-Schluss am Vortag. Die Agenda ist mit der auf ihren Höhepunkt zustrebenden Berichtssaison prall gefüllt. Am Nachmittag könnten auch die Auftragseingänge der Industrie aus den USA den Markt nochmals beeinflussen.
AUTOWERTE LEIDEN UNTER 'FTD'-BERICHT ZU DIENSTWAGEN-GUTACHTEN
Im Dax gerieten die Automobilwerte besonders unter Druck. So fielen BMW um 2,59 Prozent auf 62,77 Euro und Daimler um 2,00 Prozent auf 51,46 Euro. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) sanken um 2,89 Prozent auf 130,85 Euro. Börsianer verwiesen auf ein Gutachten für das Bundesumweltministerium, das laut "Financial Times Deutschland" die Steuersubvention für Dienstwagen als ökonomisch und ökologisch unsinnig einstuft.
Zu den Schlusslichtern im Dax zählten auch die Titel der Metro , die 2,57 Prozent auf 48,17 Euro verloren. Deutschlands führender Handelskonzern hatte wegen des fehlenden Ostergeschäfts seinen Umsatz im ersten Quartal nur stabil halten können. Laut Analyst Jürgen Elfers von der Commerzbank blieb zudem der Umsatzzuwachs in Osteuropa hinter den Markterwartungen zurück.
MAN SCHWACH - ZAHLEN NUR 'WIE ERWARTET'
Um 1,20 Prozent auf 92,72 Euro nach unten ging es für die Titel von MAN . Der Lkw- und Dieselmotorenbauer profitierte zwar im ersten Quartal kräftig von der Erholung der weltweiten Lastwagenmärkte und zeigte laut Händlern eine signifikante Verbesserung im operativen Ergebnis. Die Bilanz von MAN sei aber "insgesamt wie erwartet" ausgefallen und das habe einige Marktteilnehmer nach den zuletzt sehr positiven Kommentaren zu dem Sektor etwas enttäuschen, sagte ein Aktienhändler.
Als einer der besten Werte im Leitindex stiegen die Titel von Infineon Technologies um 1,12 Prozent auf 7,827 Euro. Der Halbleiter-Spezialist setzte seinen guten Lauf dank starker Nachfrage aus der Industrie und der Autobranche auch in der Zeit zwischen Januar und März fort. Wegen der weiterhin hohen Nachfrage schraubte der Konzern seinen Ausblick für das Geschäftsjahr erneut nach oben. Händler werteten sowohl die Anhebung der Jahresprognose als auch die Quartalszahlen positiv.
HANNOVER RÜCK UND MTU NACH ZAHLEN IM MINUS
Die Aktien der Hannover Rück starteten im Plus, drehten dann aber ins Minus und fielen zuletzt am MDax-Ende um 4,01 Prozent auf 39,42 Euro. Der weltweit drittgrösste Rückversicherer verdiente im ersten Quartal trotz hoher Kosten für die Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland Geld. Ferner sanken die Titel von MTU um 1,96 Prozent auf 50,98 Euro. Der Umsatz des Münchner Triebwerksbauers im ersten Quartal enttäuschte leicht.
Auch einige im TecDax notierten Unternehmen legten Zahlen vor. In der Folge fielen zum Beispiel die Titel des Spezialpumpenherstellers Pfeiffer Vacuum um 0,32 Prozent. Die des Biotechnologie-Unternehmens Stratec Biomedical Systems hingegen stiegen um 0,16 Prozent. Darüber hinaus sackten die Aktien des Solarunternehmens Centrotherm Photovoltaics am Indexende um 5,36 Prozent auf 37,855 Euro ab. Händlern zufolge wirkt eine Abstufung durch HSBC vom Vortag, die zum Teil erst aktuell neu verarbeitet werde, noch negativ nach./la/rum

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.










???source_awp???