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FRANKFURT (awp international) - Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag mit Verlusten in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex Dax knüpfte an seine Vortagsverluste an und verlor 0,86 Prozent auf 5.861,56 Punkte. Für den MDax ging es um 1,01 Prozent auf 8.026,31 Punkte abwärts. Der TecDax gab um 1,16 Prozent auf 734,29 Punkte nach.
Börsianer begründeten den schwachen Auftakt mit den teils deutlichen Kursrückgängen an der Wall Street, wo US-Präsident Barack Obama die Sorgen der Anleger nicht mildern konnte. Obama stellte zwar zusätzliche Schritte zur Stimulierung der Wirtschaft in Aussicht, Händler beurteilten dies aber als nicht konkret genug, um für Entlastung zu sorgen. Der Future auf den US-Leitindex rutschte daraufhin unter die 10.000 Punkte ab. In Tokio gab der Nikkei 225 zudem um mehr als 3,5 Prozent nach. Am Nachmittag dürften US-Konjunkturdaten wie der Chicago-Einkaufsmanagerindex und das Verbrauchervertrauen im August als neue Indikatoren für den Zustand der US-Wirtschaft über die Stimmung der Börsianer entscheiden. Am Abend folgt noch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed.
BAYER PROFITIERT VON XARELTO-STUDIE
Die Aktien von Bayer waren mit plus 2,01 Prozent auf 47,98 Euro der einzige Gewinner im Dax. Der Pharmakonzern kommt offenbar bei der Entwicklung seines Gerinnungshemmers Xarelto zur Behandlung von Venenthrombosen voran. In Stockholm vorgelegte detaillierte Studiendaten bestätigten die bereits Anfang August gemeldeten ersten Ergebnisse. Demnach hat das Mittel ähnlich gut abgeschnitten wie bereits zur Therapie eingesetzte Produkte einiger Konkurrenten. Beim klinischen Nutzen zeigte sich der Wirkstoff Rivaroxaban der Studie zufolge im Vergleich zur Standardtherapie aber überlegen. Stützend wirke zudem eine Lizenzvereinbarung der auf Hauterkrankungen spezialisierten Tochter Intendis mit Kythera Biophrmaceuticals.
Metro hielten sich nach positiv eingeschätzten Zahlen des französischen Konkurrenten Carrefour besser als der Markt. Die Papiere des deutschen Handelskonzerns fielen um vergleichsweise geringe 0,49 Prozent auf 39,73 Euro. Der europaweit grösste Einzelhändler Carrefour profitierte im ersten Halbjahr vom Wachstum seines Geschäfts in den Schwellenländern und erwirtschaftete einen Überschuss aus dem fortgeführten Geschäft. Analyst Arnaud Joly von Cheuvreux stufte die Bilanz für das erste Halbjahr als "erwartungsgemäss und ermutigend" ein.
THYSSENKRUPP MIT GRIECHISCHER WERFT IM BLICK
Die Aktien von ThyssenKrupp büssten hingegen 1,20 Prozent auf 21,35 Euro ein. Ein Händler verwies auf einen Bericht der "Börsen-Zeitung", dem zufolge der Stahlkonzern am diesem Tag in die finale Phase der Verhandlungen über die Zukunft der griechischen Werft Hellenic Shipyards (HSY) tritt. Scheiterten die Gespräche, werde spätestens in der kommenden Woche Insolvenz angemeldet, hiess es. Ein weiterer Börsianer machte zudem darauf aufmerksam, dass nachlassende Stahlimporte in China die Preise beeinflussen könnten.
Lanxess gaben um 2,39 Prozent auf 33,745 Euro nach und waren damit im MDax unter den schwächeren Werten. "Es gibt Gerüchte, dass Dodge & Cox ihren Anteil platzieren könnten", sagte ein Börsianer. Die US-amerikanische Investmentgesellschaft ist mit knapp 10 Prozent der grösste Einzelaktionär des Spezialchemiekonzerns. Die Unsicherheit darüber überschatte die Zukaufsempfehlung der Experten des Platow-Börsenbriefs für ihr Musterdepot./tih/ck

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