Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

FRANKFURT (awp international) - Der Abwärtstrend am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag zum Handelsauftakt fortgesetzt. In der ersten Handelsstunde verlor der Leitindex Dax 0,87 Prozent auf 7.132,33 Punkte und gab damit den vierten Tag in Folge nach. Der MDax der mittelgrossen Werte büsste 0,76 Prozent auf 10.044,97 Punkte ein. Abschläge von 1,16 Prozent auf 870,74 Punkte gab es beim TecDax . Analyst Andre Sänger von IG Markets sprach von einer Fortsetzung der laufenden Korrektur. Er verwies auf eine eingetrübte Stimmung der Anleger, wie sie sich etwa in einer aktuellen Stimmungsumfrage der Deutschen Börse niederschlage.
Belastet durch die Krise in Libyen und weiter steigende Ölpreise ging auch der Dow Jones Industrial weiter in die Knie. Der Future auf den US-Leitindex büsste seit dem Xetra-Schluss am Vortag 0,82 Prozent ein. Neben den geopolitischen Nachrichten steht die Berichtssaison weiter im Fokus. Alleine im Dax legten mit der Allianz, RWE, BASF und Henkel vier Unternehmen ihre Bilanzen vor, die den weiteren Tagestrend massgeblich bestimmen dürften. Zudem stehen am Nachmittag noch einige Konjunkturdaten aus den USA auf der Agenda.
ENTTÄUSCHENDER AUSBLICK DRÜCKT RWE ANS DAX-ENDE
Die RWE-Titel fielen als Dax-Schlusslicht um 5,26 Prozent auf 49,35 Euro zurück. Der Energieversorger konnte zwar 2010 den bereinigten Gewinn und den Umsatz erneut steigern. Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer ruht aber laut Händlern auf dem laufenden Jahr und dem mittelfristigen Ausblick. RWE drosselte die Ziele für 2011 und 2013 deutlich. Dass der Konzern seinen Ausblick senken würde, sei zwar erwartet worden, sagte ein Börsianer. Allerdings seien die neuen Ziele deutlich schwächer als bislang von Analysten befürchtet. Europas grösster Versicherer Allianz hat im abgelaufenen Jahr trotz hoher Katastrophenschäden einen deutlichen Gewinnsprung erzielt und will die Dividende deutlich anheben. Händler monierten aber den fehlenden Ausblick, der voraussichtlich erst im Laufe des Vormittags kommen wird. Den Aktien halfen die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen nicht: Sie gaben um 1,82 Prozent auf 102,70 Euro nach.
Der Konsumgüterkonzern Henkel konnte 2010 seinen Überschuss beinahe verdoppeln und auch operativ zulegen. Händler sahen die Zahlen zum vierten Quartal allerdings etwas unter den Erwartungen. Für die Aktien ging es um 3,22 Prozent auf 42,740 Euro bergab. "Gemischte Zahlen" gab es laut einem Börsianer von BASF , worauf sich die Aktien vergleichsweise stark mit minus 0,02 Prozent bei 58,740 Euro präsentierten. Der weltgrösste Chemiekonzern verzeichnete im Schlussquartal dank einer weiterhin starken Nachfrage einen Ergebnissprung, verfehlte jedoch operativ die Schätzungen der Analysten.
RISIKEN FÜR FUSION BELASTEN PORSCHE
Die Aktien von Porsche brachen um 9,37 Prozent auf 55,830 Euro ein. Die Fusion des Sportwagenbauers mit Volkswagen (VW) gerät in Gefahr. Durch die länger als geplant andauernden Ermittlungsverfahren gegen zwei ehemalige Porsche-Vorstände sei die Wahrscheinlichkeit, die Fusion wie bisher vorgesehen im laufenden Jahr auf den Weg zu bringen, von 70 auf 50 Prozent gesunken, teilte Porsche mit. Ein Börsianer nannte dies "eine grauenhafte Nachricht für Porsche". Für die VW-Vorzüge ging es um 2,80 Prozent auf 112,65 Euro nach unten.
Aus dem TecDax gab es Jahreszahlen des Glasfaserkabelspezialisten Adva Optical Networking . Während Adva 2010 deutlich zulegen konnte, war der laut Händlern lediglich verhaltene Ausblick dafür verantwortlich, dass die Aktien 6,67 Prozent auf 6,300 Euro verloren. Nach endgültigen Jahreszahlen und einem präzisierten Ausblick gaben die Morphosys-Titel um 5,44 Prozent auf 18,350 Euro nach. Ein Börsianer wertete die Zahlen des Biotechnologie-Unternehmens als "neutral". Der Wechsel des Finanzvorstands bringe aber etwas Unsicherheit und belaste die Aktien.
Die im MDax gelistete Optikerkette Fielmann hat 2010 Umsatz und Gewinn gesteigert und blickt mit Zuversicht auf das gerade gestartete Geschäftsjahr. Ein Börsianer sah keine eindeutigen Impulse: Die Ergebnisse lägen leicht unter den Erwartungen, dafür sei die Dividende höher als gedacht. Mit minus 0,13 Prozent auf 63,07 Euro hielten sich die Aktien vergleichsweise gut. Die Papiere des Agrar- und Baustoffhandelskonzerns Baywa reagierten mit Verlusten von 3,16 Prozent auf 31,220 Euro auf die Zahlenvorlage./gl/rum

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???