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FRANKFURT (awp international) - Nach den Gewinnen der vergangenen Tage hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag wieder etwas nachgegeben. Der Dax sank bis zum Nachmittag um 0,71 Prozent auf 6.112,62 Punkte. Hier belasteten insbesondere die schwachen Finanzwerte und deutliche Abschläge bei der Infineon-Aktie. Für den MDax ging es um 0,68 Prozent auf 8.450,21 Punkte nach unten und der TecDax wurde von schwachen Solarwerten um 1,31 Prozent auf 759,51 Punkte nach unten gezogen.
Analyst Christoph Schmidt vom Vermögensverwalter N.M.F. AG sprach von einer Konsolidierung. "Marktbewegende Nachrichten gibt es nicht, auch wenn die Umsätze etwas höher sind als zum Wochenstart." Am Montag waren die US-Börsen wegen des Feiertags "Labor Day" geschlossen geblieben. Auch von der Eröffnung der Wall Street am späteren Nachmittag erwartet Schmidt wenig Impulse, zumal keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda stünden.
KEINE SONDERAUSSCHÜTTUNG BEI INFINEON: ANLEGER ENTTÄUSCHT
Aktien von Infineon verloren nach einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" mit Konzernchef Peter Bauer als Dax-Schlusslicht 3,41 Prozent auf 4,337 Euro. Der Halbleiterkonzern erwartet aus dem Verkauf seiner Mobilfunkchipsparte an Intel einen ausserordentlichen dreistelligen Millionengewinn, plant aber entgegen den Hoffnungen etlicher Anleger keine Sonderausschüttung. Cheuvreux-Analyst Bernd Laux sprach von einer strategisch sinnvollen Transaktion zu einem günstigen Zeitpunkt, sieht aber aktuell keine Kurstreiber für die Aktie. Die Kursverluste bei K+S erklärten Händler mit Spekulationen, die Ergebniserwartungen am Markt könnten zu optimistisch sein. Nachdem ein Sprecher des Salz- und Düngerherstellers den Jahresausblick bekräftigte, dämmten die Aktien die Verluste aber ein und standen zuletzt noch 2,36 Prozent tiefer bei 41,325 Euro.
Bankentitel litten unter negativen Presseberichten. Deutsche Bank büssten 1,63 Prozent auf 49,340 Euro ein und Commerzbank verloren 2,12 Prozent auf 6,340 Euro. Banken müssen laut "Zeit-Online" künftig mit harten Eigenkapitalregeln rechnen, wie aus einer ihr vorliegenden Entscheidungsgrundlage für den Basler Ausschuss hervorgehe. Danach müssten die Institute künftig eine Eigenkapitalquote ("Tier 1") von neun Prozent vorhalten. Für Aufruhr sorgt laut Händlern auch ein Artikel im "Wall Street Journal", demzufolge im europäischen Bankenstresstest die möglichen Belastungen durch den Ausfall staatlicher Kreditnehmer ("sovereign risks") nicht in ausreichendem Masse berücksichtigt worden seien.
SMA SOLAR LEIDEN UNTER DROHENDER BILLIG-KONKURRENZ
Im TecDax mussten Aktien von SMA Solar nach einem negativen Pressebericht deutliche Verluste von 3,41 Prozent auf 81,41 Euro hinnehmen. Das "Handelsblatt" (HB) verweist auf eine bereits am Montag veröffentlichte Studie des Fachmagazins "Photon", das in seiner kommende Woche erscheinenden Ausgabe schreibt, dem deutschen Weltmarktführer für Solaranlagen-Wechselrichter drohe Billig-Konkurrenz aus Asien. "Nun gibt es Ängste, SMA könnte das gleiche Schicksal erleiden wie andere deutsche Solarunternehmen", kommentierte ein Händler. Andere Sektortitel wie Q-Cells und Manz Automation standen ebenfalls deutlich unter Druck. Aktien der Software AG büssten 2,98 Prozent auf 82,03 Euro ein. Deutschlands zweitgrösster Softwarweanbieter setzt auch nach der Übernahme von IDS Scheer weiter auf Zukäufe, wie Vorstandschef Karl-Heinz Streibich der "Financial Times Deutschland" sagte.
Im SDax liessen indes gute Verkehrszahlen und Übernahmefantasien die Aktien von Air Berlin um 1,16 Prozent auf 3,480 Euro steigen. Die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft hat im August 8,7 Prozent mehr Passagiere befördert als vor einem Jahr. Die Zahlen deuteten auf eine unveränderte hohe Nachfrage hin, kommentierte LBBW-Analyst Per-Ola Hellgren. Zudem wäre das Unternehmen laut einem HB-Bericht eine gute Ergänzung für den britischen Konkurrenten British Airways ./gl/rum
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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