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FRANKFURT (awp international) - Negative Konjunkturdaten aus der Eurozone haben den Dax am Donnerstag ins Minus gedrückt. Nach einen positiven Handelsauftakt fiel der deutsche Leitindex gegen Mittag um 0,66 Prozent auf 6.167,58 Punkte. Am Mittwoch hatte der Dax bereits unter Gewinnmitnahmen gelitten und 1,08 Prozent verloren. Für den MDax ging es um 0,87 Prozent auf 8.638,41 Punkte nach unten, der TecDax sank um 0,67 Prozent auf 768,60 Punkte.
"Der Markt braucht eine Konsolidierung", sagte Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck. Am Dienstag hatte sich der Dax zwischenzeitlich immerhin noch bis auf knapp 50 Punkte an sein Jahreshoch von 6386 Punkten herangetastet. An nachrichtenarmen Tagen wie diesen suchten die Anleger nach Anlässen, die einen Verkauf rechtfertigen. Insofern hätten die Investoren negativ auf die Nachricht reagiert, dass sich die Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone im September weiter eingetrübt hat. Andere Börsianer begründeten die Kursverluste mit vagen Gerüchten, wonach die irische Anglo Irish Bank Besitzer nachrangiger Anleihen nicht auszahle. Auch Spekulationen um einen Verkauf europäischer Aktien im grossen Stil von Seiten mehrerer Banken machten die Runde.
VOR ALLEM STAHLWERTE WERDEN VERKAUFT
Stahlwerte gerieten in ihren jeweiligen Indizes besonders deutlich unter Druck. ThyssenKrupp etwa verloren 2,00 Prozent auf 23,27 Euro und Klöckner & Co (KlöCo) sackten am MDax-Ende um 5,75 Prozent ab auf 15,73 Euro. Händler verwiesen auf negative Kommentare der UBS und von Merrill Lynch. Laut der letztgenannten Bank fallen die Stahlpreise. Vor allem für Karbonstahl-Spezialisten wie die Deutschen seien die Nachrichten zunehmend negativ.
Chemie- und Pharmawerte aber waren gefragt. So stiegen die Aktien von BASF um 0,99 Prozent auf 46,025 Euro. Morgan Stanley erklärte in einer aktuellen Studie, der Chemiesektor sehe nach wie vor günstig aus. Selbst wenn man davon ausgehe, dass die Weltwirtschaft nochmals in die Rezession abrutscht (Double-Dip), sei der Sektor trotz der zu erwartenden Umsatz- und Gewinnrückgänge nicht teuer.
Papiere von Bayer legten um 1,10 Prozent zu auf 51,33 Euro. Das Unternehmen startet die Vermarktung seines Multiple Sklerose-Mittels Betaferon in China. Es soll bei der Behandlung der schubförmig verlaufenden Form der MS eingesetzt werden.
PROSIEBENSAT.1 SEHR FEST - COMMERZBANK HEBT AUF 'BUY'
An der MDax-Spitze gewannen die Titel von ProSiebenSat.1 2,63 Prozent auf 16,81 Euro. Die Commerzbank stufte die Papiere des Fernsehkonzerns von "Add" auf "Buy" hoch und erhöhte das Kursziel von 17,00 auf 19,70 Euro. Die TV-Werbeausgaben dürften sich laut Analyst Dirk Voigtländer weiter erholen, sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Zudem seien die Papiere immer noch attraktiv bewertet, vor allem mit Blick auf seine Schätzungen für 2011.
Aktien von Wirecard verloren nach einem Analystenkommentar 1,41 Prozent auf 9,455 Euro und zählten damit zu den grössten Verlierern im TecDax. Goldman Sachs bewertete die Titel in einer Ersteinschätzung mit "Neutral" und einem Kursziel von 11,60 Euro. Der Anbieter von Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr sei zwar in einem attraktiven Markt gut aufgestellt, schrieb Analyst Benjamin Moore. Andere Branchenwerte aber hätten mehr Aufwärtspotenzial./la/ag

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