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FRANKFURT (awp international) - Im Kielwasser einer Stabilisierung der Wall Street und gestützt auf eine Belebung der Übernahmeaktivitäten vor allem in den USA haben die deutschen Aktienindizes am Montag Kursgewinne verzeichnet. Der Dax legte bis zum Nachmittag 0,28 Prozent auf 6.022,20 Punkte zu. In der Vorwoche hatte der Leitindex noch 1,72 Prozent eingebüsst. Für den MDax ging es zuletzt um 0,80 Prozent auf 8.254,70 Punkte nach oben, der TecDax gewann 0,11 Prozent auf 742,98 Punkte.
"Die Erholung der Wall Street im späten Handel am Freitag und die Erwartung einer positiven Eröffnung zum Wochenbeginn haben eine Stabilisierung der deutschen Börsen ermöglicht", sagte Heino Ruland von Ruland Research. Der Future auf den weltweiten Leitindex Dow Jones Industrial gewann seit dem Xetra-Schluss vom Freitag 0,71 Prozent. Insgesamt fehlen Ruland zufolge bisher aber die weiteren Impulse auch von der Konjunkturseite. Dies dürfte sich im Wochenverlauf mit frischen Daten aus den USA und auch mit dem am Mittwoch erwarteten ifo-Index aus Deutschland ändern. Interessant sind laut Ruland allerdings auch die jüngsten Entwicklungen bei den Übernahmen, die für Fantasie in einigen Sektoren und bei Einzelwerten sorgen. Aktuell entbrenne ein Kampf zwischen Dell und HP um 3PAR, der positiv auf den Markt wirke.
An der Dax-Spitze standen K+S dank der anhaltenden Fantasie um eine weitere Konsolidierung in dem Sektor mit plus 2,06 Prozent auf 43,505 Euro. Der Minenkonzern BHP Billiton ist an Potash interessiert, der kanadische Kalidüngerproduzent und K+S-Wettbewerber wehrt sich aber gegen die Übernahmeofferte. HeidelbergCement-Aktien verteuerten sich um 1,33 Prozent auf 33,975 Euro. Händler begründeten das Kursplus technisch. Im Verlauf der Vorwoche sei die Aktie des Baustoffkonzerns als einer der Zykliker im DAX wieder in Richtung ihres Jahrestiefs gefallen. Nun komme es zu einer technischen Reaktion, nachdem die Unterstützung durch das bisherige Tief bei 33,025 Euro gehalten habe. Neue fundamentale Nachrichten seien unterdessen nicht zu erkennen. Am Indexende standen dagegen Linde , die laut Händlern "ohne Nachrichten" 0,64 Prozent auf 90,73 Euro verloren.
Bankenwerte wurden unterdessen als Branche lebhaft gehandelt. Aktien der Deutschen Bank standen zeitweise an der Dax-Spitze und legten zuletzt 1,02 Prozent auf 51,360 Euro zu, Commerzbank verteuerten sich um 0,27 Prozent auf 6,746 Euro. Die von der Bundesregierung geplante Bankenabgabe zur Verhinderung künftiger Finanzkrisen nimmt konkrete Formen an, wie es am Montag aus dem Finanzministerium verlautete. Versicherer und Hedge Fonds bleiben demnach ausgenommen. Ein Händler sagte: "Das ist aber nicht das Thema am Markt. Börsianer spielen nun verstärkt die zunehmende M&A-Aktivität, die positiv speziell auf Investmentbanken wirkt." Aktien der Deutschen Bank hätten zuletzt stark unter Druck gestanden und erholten sich nun, auch aufgrund einer positiven Charttechnik. Commerzbank rückten auch wieder wegen des erwarteten Ausstiegs des Staats in den Blick, was laut Händlern aber "nicht neu" ist.
Bei den Werten aus der zweiten Reihe standen Sky Deutschland mit plus 11,48 Prozent auf 1,020 Euro an der MDax-Spitze. Der angeschlagene Bezahlsender will sich dem "Handelsblatt" zufolge mit Kabelnetz-Betreibern verbünden, um mehr Abonnenten zu gewinnen. Händler konnten dem Bericht zwar insgesamt "nicht viel Neues" entnehmen, da grosse Kabelkonzerne bereits Produktpakete zusammen mit Sky anböten. Sie sprachen dennoch von einem positiven Impuls, der Sky-Aktien nach zuletzt massiven Verlusten eine Reaktion nach oben ermögliche. Vossloh legten 1,97 Prozent auf 77,11 Euro zu, nachdem der Verkehrstechnik-Konzern nach einer längeren Durststrecke wieder einen bedeutenden Auftrag aus China bekommen hat.
Im Kleinwertesegment SDax verteuerten sich Air Berlin um 0,29 Prozent auf 3,420 Euro. Laut "WirtschaftsWoche" will Deutschlands zweitgrösste Fluglinie ihren Service auf der Langstrecke verbessern. Der Umbau sei dem Vorstandsvorsitzenden Joachim Hunold aufgrund der Branchenkrise Anfang 2008 noch zu teuer gewesen, nun seien die Neuerungen eine Reaktion auf den Umbau der Fluglinie vom Billigflieger zum Konkurrenten etablierter Airlines wie der Lufthansa . Um auf der Langstrecke mit dem Erzrivalen mithalten zu können, habe sich Air Berlin Partner wie die Oneworld-Allianz gesucht. Analyst Johannes Braun von der Commerzbank zufolge zeigt der Bericht, dass der Beitritt in die Allianz der strategisch richtige Schritt sei, dieser aber auch bisher noch nicht spezifizierte Integrationskosten verursache./fat/tih

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