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AKTIEN FRANKFURT/Gewinne dank fester Bank- und Stahlaktien

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 15:00 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Starke Finanz- und Rohstoffwerte haben dem deutschen Aktienmarkt am Montag den Wochenauftakt versüsst und für freundliche Vorzeichen bei den wichtigsten Indizes gesorgt. Der Dax stieg um 1,59 Prozent auf 5.753,41 Zähler. Von den 30 Index-Werten notierte gerade einmal eine Aktie im Minus. Der MDax kletterte um 2,51 Prozent auf 7.329,13 Punkte und der TecDax gewann 1,53 Prozent auf 773,51 Zähler.
"Die Dynamik hat zwar zuletzt etwas nachgelassen, aber gerade aus Asien haben die jüngsten Konjunkturdaten wieder für Konjunkturoptimismus gesorgt", erklärte Tilmann Galler, Aktienexperte bei JPMorgan. Im Schlepptau der wieder gestiegenen Zuversicht hätten die Rohstoffpreise und mit ihnen dann die Aktien angezogen.
Aktien deutscher Finanzinstitute wie die der Deutschen Bank , Commerzbank und Aareal Bank gehörten zu den gefragtesten Werten. Deutsche Bank gewannen 2,31 Prozent auf 50,195 Euro hinzu, Commerzbank 1,98 Prozent auf 6,685 Euro und Aareal verteuerten sich gar um 6,36 Prozent auf 14,54 Euro. Ein Händler verwies auf Aussagen von James Bullard, einem Mitglied der US-Notenbank Fed. Seiner Meinung nach sollte die Notenbank ihr Anleihe-Ankaufprogramm über das bislang geplante Datum hinweg beibehalten, da es den Politikern mehr Flexibilität gebe, um die Wirtschaftserholung voranzutreiben. Das stütze Bank-Aktien, sagte der Börsianer.
Salzgitter und ThyssenKrupp legten um 2,76 Prozent auf 64,77 Euro und 1,60 Prozent auf 24,70 Euro zu. Klöckner & Co (KlöCo) rückten um 4,26Prozent auf 16,40 Euro vor. Steigende Metallpreise sorgten für Kauflaune. In Europa war der Subindex für Rohstoffwerte absoluter Spitzenreiter mit einem Aufschlag von knapp 3 Prozent. Aurubis profitierten von einem 14-Monatshoch beim Kupferpreis und zogen um 5,11 Prozent auf 30,05 Euro an.
Darüber hinaus verbuchten im Nebenwertesegment MDax Douglas Holding und Vossloh deutliche Kursausschläge. Douglas sprangen um 5,49 Prozent auf 32,84 Euro in die Höhe und damit auf den höchsten Stand seit Januar. Der Drogeriemarkt-Unternehmer Erwin Müller ist mit einem kleinen Anteil beim Handelskonzern eingestiegen. Douglas-Vorstandschef Henning Kreke bestätigte am Montag einen Bericht des "Focus", wonach Müller drei Prozent an Douglas halte. Die Schweizer Privatbank Sarasin & Cie. habe ausserdem in den vergangenen Monaten weitere gut 14 Prozent erworben, die Müller ebenfalls kaufen wolle, hiess es im "Focus". Sarasin & Cie. dementierte aber, heimlich weitere Douglas-Aktien für Müller gekauft zu haben. Die Privatbank habe zwar im Sommer ihren Anteil auf 10,8 Prozent der Stimmrechte an Douglas ausgebaut, der Aktienkauf sei aber weder heimlich noch im Auftrag von Müller oder eines Dritten erfolgt, sagte ein Sprecher am Morgen.
Vossloh verteuerten sich um 5,86 Prozent auf 70,24 Euro und knüpften damit an die Tendenz aus dem späten Freitagshandel an. Die Deutsche Bahn beteiligt sich am Aufbau eines milliardenteuren Schienensystems im Emirat Katar und fasst damit erstmals Fuss im aufstrebenden Markt am Persischen Golf. Für die Projekte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen, investiert Katar insgesamt rund 17 Milliarden Euro. Analyst Holger Schmidt von Equinet sieht den Verkehrstechnik-Konzern gut positioniert, um als Zulieferer von diesem Projekt zu profitieren. Zudem ergäben sich daraus weitere Möglichkeiten für andere Megaprojekte in den kommenden Jahren. Weitere Experten wie Markus Turnwald von der DZ Bank äusserten sich ebenfalls positiv. Bei Hochtief wirkte einerseits eine Hochstufung von Freitag nach und andererseits ein Auftrag für die australische Tochter Leighton - die Aktie gewann 4,28 Prozent auf 57,00 Euro.
Solarwerte wie Manz Automation , Roth & Rau und Centrotherm Photovoltaics profitierten laut Händlereinschätzung von einem Bericht der "Welt". Manz stiegen um 4,85 Prozent auf 52,58 Euro, Roth & Rau um 0,89 Prozent auf 25,02 Euro und Centrotherm verteuerten sich um 2,50 Prozent auf 35,62 Euro. Wie das Blatt berichtet, drängen chinesische Solarunternehmen wie Yingli mit ihren günstigeren Modulen auf den deutschen Markt. Dabei kontert Yingli mit einer TÜV-Plakette. Für Anlagenbauer wie die drei genannten sei die Nachricht indes positiv, da die Nachfrage nach Anlagen weiter steigen dürfte, sagte der Börsianer.
rum/gl

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