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FRANKFURT (awp international) - Gewinnmitnahmen nach einer mehr als einwöchigen Kursrally haben den Dax am Mittwoch ausgebremst. US-Daten sorgten nur kurzzeitig für eine Stabilisierung. Der deutsche Leitindex, der morgens noch Rückenwind durch die bislang gut angelaufene US-Berichtssaison erhalten hatte, gab am Nachmittag 0,20 Prozent auf 6.178,54 Punkte ab. Für den MDax ging es um 0,87 Prozent auf 8.333,22 Punkte nach unten. Lediglich der TecDax behauptete Gewinne von 0,57 Prozent auf 792,61 Punkte.
Zu Wochenbeginn hatte in den USA bereits Alcoa einen positiven Auftakt der Berichtssaison geliefert, und am Dienstag überraschte nach der Schlussglocke an der Wall Street auch Intel mit seinem jüngsten Quartalsbericht positiv. In den USA sanken zudem die Umsätze der Einzelhändler im Juni ebenso stärker als erwartet wie die Importpreise. "Nach den sehr guten Vorgaben aus Übersee sind wir heute morgen phänomenal gestartet, aber auch an der Börse wachsen die Bäume nicht in den Himmel", kommentierte Fidel Helmer, Chefhändler bei Hauck & Aufhäuser, das Marktgeschehen. Mit Blick auf die jüngste Kursrally sei es keine Überraschung, dass die Börse nun erst einmal wieder Luft hole.
INFINEON UND DIALOG PROFITIEREN VON INTEL-ZAHLEN
Positive Branchennachrichten liessen den Aktienkurs von Infineon an der Dax-Spitze um 2,01 Prozent auf 5,284 Euro steigen. Neben den deutlich besser als erwartet ausgefallenen Zahlen des Chipherstellers Intel, der für die kommenden Monate mit starker Nachfrage rechnet, gab eine höhere Prognose des niederländischen Chipausrüsters ASML den Titeln Auftrieb. Für Aktien des TecDax-notierten Schaltkreis-Herstellers Dialog Semiconductor ging es um 2,45 Prozent auf 11,095 Euro hoch.
Dagegen mussten RWE Verluste von 1,14 Prozent auf 54,76 Euro hinnehmen. Die HSBC stufte die Aktien des Versorgers ab und empfiehlt nun eine Untergewichtung. Angesichts der Brennelementesteuer und der von 2013 an anstehenden Änderungen beim Handel von Emissionsrechten gerieten die Finanzen des Versorgers unter Druck, schrieb Analyst Adam Dickens. Die Dividende sei in Gefahr.
Aktien von Südzucker notierten nach endgültigen Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2010/11 minimale 0,03 Prozent schwächer bei 15,435 Euro. Europas grösster Zuckerproduzent steigerte den Überschuss nach Minderheiten deutlich von 48 auf 72 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 88 auf 149 Millionen Euro und der Umsatz um knapp neun Prozent auf 1,53 Milliarden Euro. Der Konzern hatte bereits Ende Juni Eckdaten vorgelegt. Seine Gesamtjahresprognose bestätigte Südzucker. Ein Händler sah die Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Für Anteilsscheine von Kabel Deutschland ging es hingegen um 0,25 Prozent auf 24,320 Euro hoch, nachdem Goldman Sachs die Beobachtung mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hat.
GEWINNMITNAHMEN NACH ZAHLEN BELASTEN GERRESHEIMER
Trotz positiv überraschender Zahlen und höherer Prognosen für das laufende Jahr drehten Gerresheimer-Titel schnell ins Minus und büssten 1,32 Prozent auf 28,115 Euro ein. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktien des Spezialverpackungsherstellers seit Monatsbeginn in der Spitze um knapp 17 Prozent und damit doppelt so viel wie der MDax zugelegt hatten. Analysten lobten die Aussagen des Unternehmens.
Für Anteilsscheine von CTS Eventim ging es um deutliche 7,94 Prozent auf 38,940 Euro bergab. Am Vortag nach Börsenschluss hatte der im SDax gelistete Tickethändler mitgeteilt, er weise die von Live Nation erklärte Kündigung des bestehenden Kooperationsvertrags als "prozesstaktisches Manöver ohne jede sachliche und rechtliche Grundlage" zurück. Zudem kündigte CTS Eventim zusätzliche Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe gegen das auf Live-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit spezialisierte Unternehmen an. Ein Händler sagte, CTS Eventim habe nach dem überraschenden Zusammenschluss von Live Nation mit Ticketmaster im vergangenen Jahr bereits früher substanzielle Schadensersatzforderungen für den Fall einer Beendigung bestehender Verträge angekündigt./gl/chs

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