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FRANKFURT (awp international) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenauftakt am Montag nicht auf eine klare Richtung eingelassen. Gute Zahlen von Hochtief stützten leicht, während die Sorge um die Konjunkturentwicklung in Europa und den USA die Kurse in Schach halten, hiess es unter Börsianern. Der Leitindex eröffnete etwas erholt, rutschte anschliessend aber ins Minus und verlor gegen Mittag 0,06 Prozent auf 6.106,98 Punkte. In den vergangenen vier Handelstagen hatte er bereits Verluste erlitten. Der MDax stieg im Sog von Hochtief um 0,06 Prozent auf 8.272,39 Punkte. Der TecDax legte um 0,21 Prozent auf 747,76 Punkte zu.
"Nach dem Ende der Berichtssaison fehlt es den Märkten aktuell an klaren Kurstreibern", sagte Chefhändler Matthias Jasper von der WGZ Bank. Im Hinblick auf das Jahr 2011 färbe die Sorge vor einem Rückfall der US-Wirtschaft in eine Phase der Rezession und Deflation auch nach Europa ab. Auch das häufig benutzte Argument der Liquidität scheine aktuell nicht zu greifen, da freie Mittel zur Zeit im "sicheren Hafen" der Staatsanleihen angelegt würden. "Darin spiegelt sich das mangelnde Vertrauen in die Entwicklung der Konjunktur wieder", ergänzte Jasper. Am Nachmittag stehen noch US-Konjunkturdaten auf dem Terminplan, die für neuen Schwung sorgen könnten.
HOCHTIEF ÜBERRASCHT MIT SEINER AUFTRAGSLAGE
Anteilsscheine von Hochtief kletterten nach der Vorlage von Zahlen für das zweite Quartal um 5,67 Prozent auf 52,44 Euro und lagen damit an der Spitze des MDax. Das Zahlenwerk ist Händlern zufolge besser als erwartet ausgefallen. Vor allem die Auftragseingänge hätten positiv überrascht und zu einem erhöhten Ausblick für die Auftragslage geführt, hiess es. Auch der Umsatz und der Gewinn nach Steuern habe etwas besser als erwartet abgeschnitten. Analyst Norbert Kretlow von der Commerzbank machte gute Geschäfte der australischen Tochter Leighton für die gute Auftragslage verantwortlich.
Finanzwerte gehörten indes zu den schwächsten Werten am deutschen Aktienmarkt. Aktien der Deutschen Bank , der Commerzbank und der Postbank gaben zwischen 0,8 und 1,3 Prozent nach. Laut Analyst Philipp Hässler von Equinet machten wohl einige Anleger nach den im Juli erzielten Kursgewinnen im Zuge der Veröffentlichung der Stresstestergebnisse weiterhin Kasse. Wichtige fundamentale Neuigkeiten gebe es keine.
ANALYSTENKOMMENTARE BEWEGEN
Aktien von K+S waren nach neuen Analystenkommentaren schwächster Wert im Dax. Die Papiere des Salz- und Düngemittelherstellers fielen um 1,43 Prozent auf 41,72 Euro. Analysten von Unicredit hatten die Aktien von "Hold" auf "Sell" abgestuft, Experten der WestLB sehen kaum Potenzial für steigende Kalipreise und bestätigten ihr Urteil mit "Reduce". Dass es in der Branche zu einer Übernahme kommen könnte, beeindruckte die Aktien nicht. Der kanadische Konkurrent Agrium hat für das australische Agrarunternehmen AWB 1,03 Milliarden US-Dollar geboten und damit die Offerte eines Wettbewerbers ausgestochen.
Merck KGaA profitierten dagegen von einem positiven Analystenkommentar. Die Papiere des Chemie- und Pharmakonzerns legten um 1,59 Prozent auf 68,86 Euro zu, nachdem JPMorgan die Einstufung auf "Neutral" und das Kursziel von 58 auf 75 Euro angehoben hatte. Eine Zulassung des Multiple-Sklerose-Mittels Cladribin könnte für positive Impulse sorgen, schrieb Analyst Richard Vosser.
ADIDAS FEST, VERSORGER MIT ATOMREAKTOREN IM BLICK
Adidas stiegen um 1,49 Prozent auf 42,605 Euro, nachdem das US-Anlegermagazin "Barron's" die Aktien des deutschen Sportartikelherstellers am Wochenende positiv hervorgehoben und ein Kursziel von 50 Euro in den kommenden 12 Monaten ausgerufen hatte. Die Tochter Reebok gewinne an Stärke in den USA. Der Bewertungsabstand zu den Aktien von Nike sollte sich dem Magazin zufolge daher weiter verringern.
Etwas Aufmerksamkeit riefen auch die Energieversorger Eon und RWE hervor. Eon-Papiere verloren 0,48 Prozent auf 22,585 Euro, RWE gaben um 0,94 Prozent auf 52,72 Euro nach. Wie der "Spiegel" berichtete, ziehen die grössten deutschen Versorger aus wirtschaftlichen Gründen eine frühere Abschaltung der Reaktoren in Erwägung, falls es in Deutschland zur geplanten Sondersteuer auf Brennelemente kommt. Händler hatten bereits zuvor in Aussicht gestellt, dass dies kein grösserer Kurstreiber für die Aktien sein sollte./tih/gl

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