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AKTIEN FRANKFURT/Leichter - Alcoa dämpft Erwartungen für Berichtssaison

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2010 - 12:30 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach einem kaum veränderten Wochenbeginn hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag leichte Verluste verzeichnet. Börsianer begründeten die Gewinnmitnahmen mit schwächeren Vorgaben und einem eher enttäuschenden Auftakt der US-Berichtssaison. Der Dax verlor bis zum Mittag 0,33 Prozent auf 6.230,00 Punkte. Für den MDax ging es um 0,46 Prozent auf 8.335,92 Punkte nach unten. Der TecDax veränderte sich mit plus 0,10 Prozent kaum und stand bei auf 840,49 Punkten.
Auch Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank machte vor allem die enttäuschenden Zahlen von Alcoa als Stimmungsdämpfer aus. Nach dem schwachen Abschneiden des weltgrössten Aluminiumkonzerns als einem der ersten Profiteure einer Konjunkturbelebung drohten nun gerade bei den Ausblicken anderer Unternehmen ebenfalls Molltöne. "Wenn die Kostensenkungsfantasie verflogen ist, muss es auch ohne wieder laufen. Das hat sich bei Alcoa jetzt nicht gezeigt", so Halver. Der positive Impuls aus der Konkretisierung des Griechenland-Hilfspakets vom Wochenende sei schnell verpufft. Der Hauptmotor für den Markt bleibe die von den Notenbanken zur Verfügung gestellte Liquidität: "Wir brauchen noch sehr lange billiges Geld."
Stahlwerte wie ThyssenKrupp und Salzgitter lagen nach den enttäuschenden Alcoa-Zahlen im Minus und verloren 0,47 Prozent und 0,93 Prozent. Börsianer sahen aber auch in einem Artikel der "Financial Times" einen wichtigen Einflussfaktor, der die Verluste begrenzte. Demnach versuchen chinesische Stahlkocher neue Eisenerz-Projekte in Afrika und Russland zu erschliessen. Das könnte eine Verbesserung der Versorgung mit Eisenerz bringen und diese zuletzt schnell steigenden Materialkosten langfristig wieder abbremsen, sagte ein Händler. Darüber hinaus hob die UBS für zahlreiche Stahltitel ihre Kursziele. Im MDax profitierten Klöckner & Co. hiervon mit plus 0,34 Prozent auf 22,250 Euro. Auch Demag Cranes gehörten mit plus 0,54 Prozent auf 27,245 Euro zu den Favoriten. Die Projekte sollten neue Investitionen in Hafen-Infrastruktur auslösen und damit positiv auf Demag wirken.
K+S rutschten nach der Prognosesenkung eines Wettbewerbers um 1,21 Prozent auf 42,205 Euro. CF Industries hat einen schlechter als erwarteten Ausblick auf das erste Quartal gegeben und liegt mit seinem Umsatzziel unter den aktuellen Marktschätzungen. Analyst Heinz Müller von der DZ Bank sah die Aussagen des US-Konkurrenten als Belastungsfaktor für K+S. "Allerdings sind beide Unternehmen nur eingeschränkt vergleichbar", gab er zu bedenken. Dax-Favoriten waren FMC-Papiere und die Aktien des Fresenius-Konzerns . Erstere gewannen 2,50 Prozent auf 42,070 Euro, letztere legten um 1,53 Prozent zu auf 57,560 Euro.
Hugo Boss kletterten dank guter Vorlagen von LVMH und positiven Analystenstimmen nach Präsentation der fünfjährigen Strategie am Vortag um 4,69 Prozent auf 29,465 Euro an die MDax-Spitze. Mit 29,50 Euro wurde der höchste Kurs seit Juni 2008 gehandelt.
ag/rum

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