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FRANKFURT (awp international) - Hoffnung auf ein neues Rettungspaket für Griechenland hat den Dax am Freitag in die Gewinnspur zurückgeführt. Der deutsche Leitindex schloss 0,76 Prozent höher bei 7164,05 Punkten. Nach einer Durststrecke von sechs Verlustwochen in Folge steht damit wieder ein Plus von 1,33 Prozent auf Wochensicht zu Buche. Der MDax gab vor dem Wochenende 0,26 Prozent auf 10 530,47 Punkte ab, der TecDax fiel um 0,46 Prozent auf 870,55 Punkte.
Nach dem Zusammenrücken von Deutschland und Frankreich in der Griechenlandfrage habe der Dax einen erneuten Befreiungsschlag gestartet, hiess es am Markt. Allerdings sind die fundamentalen Unsicherheiten nicht weggewischt. "Mit der Vertrauensfrage des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou im Parlament und auch mit dem Treffen der Euro-Finanzminister werden in den kommenden Tagen wichtige Weichen gestellt", sagte Analyst Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel. Im Fokus stand auch der grosse Verfallstag an den Terminbörsen, der nicht nur in Europa sondern auch in den USA teilweise überraschende Kursausschläge mit sich bringen kann.
BANKEN UND VERSICHERER PROFITIEREN VON 'WIENER LÖSUNG'
Vor allem die Banken und Versicherer kletterten nach der Einigung zwischen Deutschland und Frankreich nach oben. Den freiwilligen Charakter der angestrebten "Wiener Lösung" werteten Börsianer positiv, denn sie belaste den Finanzsektor weniger als befürchtet. Dabei erklären sich Grossbanken bereit, auslaufende Engagements bei Fälligkeit zu erneuern. Tagessieger im Dax waren nach ihrer jüngsten Talfahrt die Papiere von Munich Re mit plus 2,28 Prozent auf 103,35 Euro, Allianz-Titel gewannen 1,62 Prozent auf 93,69 Euro. Bei den Banken verteuerten sich die Aktien der Deutschen Bank um 1,40 Prozent auf 40,325 Euro und Commerzbank-Papiere gewannen 0,92 Prozent auf 3,063 Euro. Die Aktien der Frankfurter Bank bekommen im Zuge der Neugewichtung des Dax und der jüngst vollzogenen Kapitalerhöhung laut Händlern ein stärkeres Gewicht in dem deutschen Leitindex.
Am Dax-Ende gingen dagegen Infineon mit minus 1,76 Prozent auf 7,265 Euro ins Wochenende. Halbleiterwerte litten unter weiteren negativen Nachrichten aus der Branche. Anbieter von Handychips wurden von einer Gewinnwarnung des Blackberry-Herstellers Research In Motion belastet, der wegen der starken Konkurrenz von Apples iPhone und den Android-Smartphones ein weiteres schwieriges Geschäftsquartal hinter sich hat. Zudem seien sowohl die Apple-Aktie als auch der Nasdaq- Composite-Index - erstmals seit September 2010 - wieder unter ihren gleitenden Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage gerutscht. Damit sei auch das technische Bild deutlich eingetrübt, was die Technologiewerte zusätzlich deutlich unter Druck setze.
CELESIO BRECHEN NACH GEWINNWARNUNG EIN
Im MDax rauschten derweil die Aktien von Celesio nach einer Gewinnwarnung mit 15,41 Prozent auf 12,740 Euro in den Keller. Der Arzneigrosshändler wird unter anderem wegen der staatlichen Sparmassnahmen in Europa die aktuellen Schätzungen der Analysten beim operativen Ergebnis nicht erreichen. Morgan Stanley reduzierte daraufhin die Gewinnprognosen und senkte das Kursziel. Auch die Commerzbank senkte das Ziel und stufte die Papiere ab.
Der Eurostoxx 50 schloss 1,45 Prozent höher bei 2.770,12 Punkten und legte in der Woche 1,38 Prozent zu. Auch in Paris und London erholten sich die Börsen. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss auf Xetra mit 0,62 Prozent im Plus.
Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,66 (Vortag: 2,64) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 124,35 Punkte. Der Bund Future verlor 0,34 Prozent auf 126,05 Punkte. Der Eurokurs stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4270 (1,4088) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7008 (0,7098) Euro./fat/wiz

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