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FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Mittwoch angesichts anhaltender Sorgen um die Weltkonjunktur Verluste hinnehmen müssen. Ein Händler sprach von einem mehr oder weniger "zufallsgetriebenen" Handel, der den deutschen Aktienmarkt im Tagesverlauf immer wieder zwischen Gewinnen und Verlusten habe pendeln lassen. Im späten Handel drückten sinkende Kurse an der Wall Street auf die Stimmung. Der Dax notierte am Ende mit minus 0,46 Prozent bei 6.246,92 Punkten. Der MDax der mittelgrossen Werte büsste 0,39 Prozent auf 8.785,85 Punkte ein und der TecDax verlor 0,10 Prozent auf 777,92 Punkte.
Es herrsche weiter grosse Unsicherheit, meinte Analyst Tobias Reichert von IG Markets. "Viele Anleger scheinen sich aus diesem Grund von ihren Papieren erst einmal zu trennen, die Gewinne der letzten Tage einzufahren und auf den Dauerbrenner Gold aufzuspringen." Roger Peeters, Vorstand von Close Brothers Seydler Research, sprach von Ermüdungserscheinungen unter Anlegern, nachdem sich der Markt im September bislang sehr gut entwickelt habe. "Die untypisch gute Entwicklung im September dürfte eine Reaktion auf den ebenfalls untypisch schwachen August sein."
BANKENTITEL GRÖSSTE VERLIERER
Die grössten Verlierer waren einmal mehr Bankentitel. Die Aktien der Deutschen Bank gaben 2,46 Prozent auf 39,260 Euro ab und die der Commerzbank 1,13 Prozent auf 6,021 Euro. Grundsätzlich wirkten sich ein weiteres Mal die Sorgen über das irische Bankensystem negativ aus. Die Titel der Deutschen Bank wurden zudem weiterhin von der umfangreichen Kapitalerhöhung des Branchenprimus belastet. Die Bezugsrechte werden noch bis zum 1. Oktober gehandelt und notierten zuletzt bei 3,07 Euro. Die Titel der Deutschen Bank werden aktuell auf dem tiefsten Stand seit eineinviertel Jahren gehandelt.
Für die Bayer-Aktien ging es um 1,75 Prozent auf 51,070 Euro nach unten. Medien hatten zuvor über eine Niederlage des Pharmakonzerns in einem Patentstreit in den USA um die Anti-Baby-Pille Yasmin berichtet.
BEIERSDORF PROFITIEREN VON ÜBERNAHME-SPEKULATIONEN
Auffallend positiv zeigten sich mit einem Kursgewinn von knapp vier Prozent die Papiere von Beiersdorf. Ausgelöst hatten dies Aussagen von Robert McDonald, dem Chef des US-Konzerns Procter & Gamble (P&C) . McDonald hatte der Nachrichtenagentur Bloomberg gesagt, er sei an Beiersdorf interessiert. Allerdings müsse das deutsche Unternehmen den ersten Schritt machen. Beiersdorf sagte auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX, das Interesse von P&G sei nicht bekannt. Obwohl mehrere Börsianer eine Übernahme durch P&C für unwahrscheinlich hielten, bewerteten sie den Vorgang positiv.
Ebenfalls klar im Plus hielten sich die Papiere von Infineon Technologies und BMW . Erstere gewannen 3,64 Prozent auf 5,035 Euro, letztere 0,77 Prozent auf 51,060 Euro. Infineon reagierten damit auf Kursgewinne der asiatischen Konkurrenten sowie einen positiven Analystenkommentar zur Halbleiterbranche. Derweil will der Autobauer BMW bis 2012 rund sechs Milliarden Euro einsparen. Dazu hatte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) gesagt: "Wir sind gut unterwegs und werden dieses Ziel sehr wahrscheinlich übertreffen."
SINGULUS MIT GROSSAUFTRAG
Ganz vorne im TecDax lagen die Aktien von Singulus , die sich um 3,66 Prozent auf 4,082 Euro verteuerten. Das Unternehmen hatte einen weiteren Auftrag für eine Beschichtungsanlage aus Singapur erhalten.
Der EuroStoxx 50 fiel um 0,79 Prozent auf 2.752,71 Punkte. In Paris und London mussten die Leitindizes Cac 40 und FTSE 100 ebenfalls Verluste hinnehmen. An der Wall Street tendierte der US-Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) zum europäischen Handelsschluss im Minus.
Am deutschen Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 1,98 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 128,51 Punkte. Der Bund Future lag nahezu unverändert bei 131,75 Punkten. Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3611 (1,3460) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7347 (0,7429) Euro./chs/ck

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